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Alt 28.10.2008, 00:58   #1 (Direktlink)
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Standard Netzwerkfreigaben erstellen und nutzen

Autor: Lumen

Netzwerkfreigaben erstellen und nutzen

Wer ein Netzwerk nutzt, will in den meisten Fällen nicht nur gemeinsam über einen Router surfen, sondern auch Daten im Netzwerk austauschen. Solche internen Zugriffe laufen dann über Server, ein NAS, oder direkt mit einem anderen PC der keine weiteren Dienste anbietet. Wie solche Freigaben erstellt und benutzt werden können, erklärt dieser Artikel. Dabei wird sowohl auf XP, als auch Vista eingegangen. Die Verwaltung in Systemen wie Win2000 sollte ähnlich ablaufen wie im XP gezeigt.

1 Grundlagen zu Freigaben


Freigaben werden im Regelfall durch Ordner erstellt, die im Netzwerk freigegeben werden. Die Freigabe von einzelnen Dateien ist nicht möglich, da die Rechteverwaltung über Ordner statt Dateien läuft. Die Philosophie bei einer solchen Freigabe ist zweigeteilt, man kann sowohl einen Ordner freigeben der immer frei ist, oder man gibt Ordner nur temporär frei. Dabei muss kritisch entschieden werden, ob dieser freigegebene Ordner die Originale, oder nur Kopien der Dateien enthalten soll. Werden diese Daten nur weiterverteilt, ist es durchaus sinnvoll nur Kopien zu verteilen, und das Original unangetastet zu lassen. Soll jedoch eine Zusammenarbeit stattfinden, wird kein Weg um die Originale führen. Konzepte für Backups und Sicherungen sollten aber trotzdem durchgeführt werden, um Schritte zurückgehen zu können.
  • Dauerhaft: Wird vornehmlich über Netzlaufwerke eingebunden und dient häufig zum Sammeln von Daten oder dem gemeinsamen Arbeiten.
  • Temporär: Nur freigegeben wenn notwendig, wird niemals dauerhaft beim Benutzer eingebunden und sollte nur eingeschränkte Rechte erhalten.
Je nachdem wo Freigaben erstellt werden sollen, ist auch ein Passwortschutz von Nöten. Solche Passwörter werden im Windows über die Benutzerkonten gesteuert.

Hinweis: Für die Freigabe von Ordnern sind die Dienste Server und Computerbrowser notwendig (standardmäßig im XP aktiv).

2 Benutzerkonten anlegen und verwalten

Benutzerkonten werden sowohl im XP, als auch in Vista über die Systemsteuerung angelegt und verwaltet. In den meisten Fällen reicht es aus, ein Konto für den externen Zugriff anzulegen. Alle Personen die auf die Freigabe zugreifen wollen, benutzen dann diesen lokalen Nutzer dafür. Unter Vista kann es jedoch notwendig werden, mehr als einen Benutzer anzulegen, da dort die erweiterte Freigabe Restriktionen setzt.

2.1 Benutzerkonten mit XP

Wie erwähnt navigierst du über Start in die Systemsteuerung, und wählst dort den Aufgabenbereich für die Benutzerkonten.


Bild 1: Benutzerkonten in XP aufrufen

Hier wählst du jetzt Neues Konto erstellen, und gibst als erstes den Namen des neuen Benutzers aus. Für diese Erklärung wurde als Name Berechtigter eingegeben.


Bild 2: Neues Konto unter XP anlegen


Bild 3: Benutzername eingeben

Im nächsten Fenster wählst du eingeschränkter Benutzer, und beendest diesen Dialog über Konto erstellen.
Wieder im Hauptfenster der Benutzerverwaltung, klickst du auf den Benutzer Berechtigter, und wählst nun Kennwort erstellen. Dort gibst du 2-mal das gewünschte Passwort ein, der Einfachheit halber wurde hier 111 als Kennwort vergeben.

2.2 Benutzerkonten mit Vista

In Vista hat sich äußerst wenig in Bezug auf die Benutzerkonten geändert, die zugehörige Verwaltung wird auch hier über Start -> Systemsteuerung -> Benutzerkonten aufgerufen.


Bild 4: Benutzerkonten in Vista aufrufen

In dem sich jetzt öffnenden Fenster wählst du mittig den Eintrag Anderes Konto verwalten. Jetzt werden dir alle Konten aufgezeigt, im unteren Bereich klickst du auf den Eintrag Neues Konto erstellen.


Bild 5: Kontoverwaltung aufrufen

Wie bereits im XP, legst du auch hier einen eingeschränkten Benutzer an, der hier den neuen Namen Standardbenutzer trägt. Als Name wurde wieder Berechtigter ausgewählt. Über den Button Konto erstellen beendest du diesen Dialog, und der Benutzer ist angelegt.


Bild 6: Benutzer in Vista anlegen

Damit auch ein Kennwort verfügbar ist, klickst du im Hauptfenster mit der Kontenauflistung auf Berechtigter, und wählst danach den Eintrag Kennwort erstellen. Jetzt trägst du zweimal das Passwort ein, und beendest den Dialog mit Kennwort erstellen. Hier wurde wieder 111 als Kennwort verwendet. Danach kannst du Kontenverwaltung und Systemsteuerung wieder schließen.


Bild 7: Kennwort erstellen

Die hier angelegten Konten sind Grundlage für die Zuordnung von Rechten, die im Weiteren erklärt werden.

3 Freigaben erstellen

Windows-Systeme bieten den gesamten Freigabedialog über das Rechtsklick-Menü zu einem Ordner an, und verwalten dort die Rechte von Benutzern. Dabei erfolgen Freigaben immer für Order, und eventuell auch ganze Partitionen. Werden Rechte gesetzt oder entzogen, macht sich das sofort bemerkbar, alle Änderungen erfolgen also live in dem Moment wo sie bestätigt werden.

3.1 Freigaben bis Windows XP anlegen

Windows XP Home bietet dir nur die einfache Freigabe an, erst mit der Professional-Version werden dir erweiterte Möglichkeiten zur Freigabe preisgegeben.

Einfache Ordnerfreigabe

Die einfache Freigabe beschränkt sich auf wenige Einstellungen, und ist sehr schnell durchführbar. Willst du einen Ordner freigeben, wie in diesem Beispiel den Ordner Freigabe, dann machst du einen Rechtsklick auf diesen Ordner, und wählst den Eintrag Freigabe und Sicherheit aus.


Bild 8: Dialog zur Aktivierung der Freigabe

Im unteren Bereich des Fensters findest du die Aktivierung der Freigabe. Da kein Assistent zur Freigabe notwendig ist, kannst du den unteren blau unterlegten Link benutzen, und wählst auch im PopUp-Fenster den direkten Weg ohne Assistenten. Diese Bestätigung der Freigabe ist nur einmal beim ersten Einrichten notwendig. Danach erscheint das folgende Fenster:


Bild 9: Registerkarte Freigabe des Ordners

Der erste Haken erlaubt die Freigabe des Ordners unter dem Freigabenamen, oder einem anderen Namen den du darunter selber eingeben kannst. Sind in deinem Netzwerk ältere Rechner mit z.B. Windows 98SE vorhanden, dürfen die Namen nicht länger als 12 Zeichen sein. Ist der untere Haken nicht gesetzt, haben zugreifende Benutzer nur die Möglichkeit lesend auf den Ordner zuzugreifen. Dort liegende Daten dürfen also nicht über das Netzwerk verändert werden. Setzt du den zweiten Haken, werden auch Schreibrechte frei geschalten, und Benutzer können Dateien anlegen, ändern und auch wieder löschen. Bestätige deine Einstellungen über OK.


Bild 10: Freigegebener Ordner in XP

Freigaben erhalten eine geänderte Kennzeichnung im Explorer, und haben eine Hand als Vermerk dafür, dass der Ordner freigegeben und über das Netzwerk zugänglich ist.

Erweiterte Freigabe

Windows Professional bietet außer der einfachen Dateifreigabe eine zusätzliche erweiterte Freigabe, die sich vor allem für die Freigaben mit Benutzern unterschiedlicher Rechtegruppen anbietet. Damit ist es möglich, dass für einen Ordner bestimmte Nutzer nur lesen, und andere zudem Schreibrechte erhalten. Damit die Optionen verfügbar sind, musst du erst die einfache Freigabe deaktivieren. Dafür gehst du im Arbeitsplatz auf Extras -> Ordneroptionen, und dort in den Reiter Ansicht. Entferne den Haken wie in Bild 11: Ordneroptionen gezeigt, und beende das Menü mit OK.


Bild 11: Ordneroptionen von XP

Jetzt erhältst du ein geändertes Freigabemenü, wenn du wie im vorhergehenden Abschnitt die Eigenschaften des freizugebenden Ordners aufrufst. Zwingend notwendig ist jetzt, dass du die Berechtigungen einstellst.


Bild 12: Erweiterte Freigabe in XP

In den Berechtigungen hast du eine Übersicht, wer bisher auf die Freigabe zugreifen darf. Standardmäßig taucht dort der Benutzer Jeder auf, den du bei expliziten Freigaben aber entfernen kannst. Über Hinzufügen ordnest du dieser Freigabe jetzt den Benutzer zu, den du als Konto angelegt hast.


Bild 13: Berechtigungen in XP setzen

Hier kannst du nun Benutzer auswählen, die auf deinem PC verfügbar sind. Würde die Freigabe über einen zentralen Server laufen, hast du die Möglichkeit über Pfade die entsprechenden Benutzer aus dem Netzwerk zuzuordnen. Für die hier gezeigte Freigabe ist es hingegen völlig ausreichend, den oben genannten Benutzer im Feld einzutragen, und mit OK zu bestätigen.


Bild 14: Benutzer eintragen

Das Fenster der Freigabenberechtigung verändert sich nun, und ermöglicht die Rechtesteuerung dieses Benutzers. Klickst du auf einen Benutzer, kannst du ihm unten die Rechte zuordnen. Das Häkchen vor Ändern würde die Schreibrechte aktivieren, für Benutzer die nur Leserechte bekommen sollen darf auch nur der Haken bei Lesen gesetzt werden. Sind die Rechte eingestellt, beende das Menü für die Benutzerfreigabe, und die allgemeine Freigabe über den Button OK. Der Ordner sollte jetzt ebenfalls die kleine Hand für die Anzeige der Freigabe besitzen.


Bild 15: Rechte für Benutzer zuordnen

Arbeitsgruppe

In Betriebssystemen bis XP ist es notwendig, dass die PCs in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sind, um auf die Freigaben zugreifen zu können. Die Arbeitsgruppe findest du unter Rechtsklick Arbeitsplatz -> Eigenschaften im Reiter Computername.


Bild 16: Arbeitsgruppeneinstellung in XP

In der Mitte werden dir die aktuellen Daten angezeigt, über den Button Ändern kannst du sowohl die Gruppe, als auch den PC-Namen ändern. Nach dem Ändern dieser Einstellungen wird ein Neustart nötig.

3.2 Freigaben mit Windows Vista

Unter Vista wurde die gesamte Netzwerkeinrichtung und –freigabe in das Netzwerkcenter gelegt. Von dort aus triffst du dementsprechend auch alle Einstellungen, die für die Freigaben notwendig sind. Die noch bei XP wichtigen Arbeitsgruppen haben eine deutlich geringere Bedeutung, arbeiten in einem Netzwerk nur Vista-PCs, kann die Arbeitsgruppeneinstellung völlig entfallen. Selbst für den Zugriff auf XP können unterschiedliche Arbeitsgruppen existieren. Sollte der Zugriff aber nicht klappen, kann die Arbeitsgruppe wie bei XP gezeigt angepasst werden (wahlweise auch über das Center).

Standort festlegen und Freigabe aktivieren

Damit du selber gesehen wirst, andere Computer im Netzwerk sehen, und Daten freigeben kannst, musst du zuerst den Standort festlegen. Dazu wählst du im Center im Bereich Netzwerk den Punkt Anpassen.


Bild 17: Standortwahl aufrufen

In dem sich jetzt öffnenden Fenster wählst du den Eintrag Privat aus, und bestätigst mit Weiter. Ist die Einstellung getroffen, kannst du den Dialog über Schließen beenden. Der PC ist jetzt einem als vertrauenswürdig eingestuften Netzwerk zugeordnet, in dem es auch erlaubt ist Daten freizugeben. Öffentlich würde eine komplette Sperrung nach außen hin erzeugen, beispielsweise wenn der PC direkt am Internet hängt und nicht auf ihn zugegriffen werden soll.


Bild 18: Standort festlegen

Als nächstes wählst du aus dem Freigabenbereich unterhalb des Netzwerkes den Eintrag Freigabe von Dateien, und benutzt den Pfeil auf der rechten Seite damit sich das Menü aufklappt. Hier setzt du den Punkt vor Freigabe von Dateien einschalten, und klickst auf Übernehmen. Den UAC-Dialog musst du mit Fortsetzen beenden.


Bild 19: Freigabe von Dateien in Vista aktivieren

Kennwortschutz festlegen

Wie schon bei XP, ist es auch in Vista möglich, Freigaben über ein Kennwort zu schützen. Dabei ist es hier jedoch explizit möglich, diese kennwortgeschützten Freigaben zu aktivieren, oder zu deaktivieren. Der Kennwortschutz wird im Bereich Kennwortgeschütztes Freigeben eingestellt, für den sicheren Gebrauch der Freigaben empfiehlt es sich, diesen auch zu benutzen.


Bild 20: Kennwortschutz festlegen

Der Öffentliche Ordner

Der öffentliche Ordner ist eine Neuerung in Vista, er stellt die einfachste und schnellste Möglichkeit dar, wie du Daten im Netzwerk freigeben kannst. Der öffentliche Ordner sollte dabei niemals die Originale beherbergen, sondern immer nur Kopien der Dateien die freigegeben werden sollen. Der öffentliche Ordner kann nur über ein Benutzerpasswort der Kontoverwaltung geschützt werden, sobald du Zugriff darauf hast sind jedoch alle Unterordner in diesem öffentlichen Ordner zugänglich. Um die Freigabe zu aktivieren, wählst du im Center den Eintrag Freigabe des öffentlichen Ordners.


Bild 21: Öffentlichen Ordner freigeben

Der erste Punkt erlaubt die Freigabe als reinen Lesezugriff, Nutzer können diese Daten also weder löschen noch ändern. Diese Fähigkeiten werden erst mit dem zweiten Punkt aktiv, er erlaubt es Daten zu verändern oder zu löschen. Hast du dich für eine Art entschieden, aktivierst du die Freigabe mit Übernehmen.


Bild 22: Daten im öffentlichen Ordner

Dateien die du jetzt in den öffentlichen Ordner kopierst, können von anderen PCs aufgerufen werden. Vista bietet zum Test mehrere Beispielbilder, hier wurde zusätzlich ein Bild für diesen Artikel reinkopiert. Den Pfad zum öffentlichen Ordner kannst du in der Adresszeile nachvollziehen.

Freigaben über den Assistenten

Die Freigabe wurde für Vista grundlegend überarbeitet, und ist jetzt deutlich einfacher zu handhaben. Zudem ist es jetzt möglich, auch mit dem Assistenten Benutzer gezielte Rechte zu geben. Mit der Einfachen Ordnerfreigabe von XP war dies nicht möglich. Willst du einen Ordner freigeben, dann gehst du per Rechtsklick darauf, und wählst aus dem Menü den Eintrag Freigabe.
Die Freigabe erfolgt sehr komfortabel über das DropDown-Menü im oberen Bereich, hier wählst du den Benutzer aus, und klickst danach auf Hinzufügen. Damit taucht der Benutzer im größeren Feld darunter als lesender Benutzer auf. Änderst du die Rechte von Leser auf Mitwirkender oder Mitbesitzer, dann erhält der Nutzer entsprechend mehr Möglichkeiten, beispielsweise die Möglichkeit Daten zu ändern, zu erstellen oder zu löschen. Für den täglichen Betrieb reichen Leser und Mitwirkender völlig aus. Hast du alle Benutzerrechte eingestellt, klickst du auf Freigabe, und bestätigst den UAC-Dialog mit Fortsetzen. Im darauf folgenden Fenster werden dir noch Informationen zum Pfad angegeben, die du mit Fertig schließt.


Bild 23: Freigabeassistent in Vista

Der Ordner erhält nach dieser Freigabe wieder ein zusätzliches Icon, damit sofort ersichtlich ist, dass hier eine Freigabe aktiv ist.


Bild 24: Freigegebener Ordner in Vista

Erweiterte Freigabe benutzen

Auch Vista besitzt eine erweiterte Freigabe, die jedoch sofort in Kraft tritt, wenn bestimmte Freigaben erfolgen sollen. Dazu zählen ganze Partitionen, oder Ordner auf der Systempartition, wie der Ordner Programme. Willst du den Assistenten gänzlich deaktivieren, musst du auch in Vista erst eine Einstellung ändern. Dazu öffnest du im Startmenü -> Computer, und drückst im geöffneten Fenster auf die Alt-Taste. Damit sollte sich oben die altbekannte Leiste einblenden, in der du dem Pfad Extras -> Ordneroptionen folgst. Hier klickst du auf den Reiter Ansicht, und entfernst den Haken vor dem Eintrag Freigabe-Assistent verwenden (empfohlen). Nachdem du das Fenster mit OK geschlossen hast, ist der Assistent deaktiviert, und es erscheint nur noch der erweiterte Dialog für die Freigabe.


Bild 25: Assistenten in Vista deaktivieren

Willst du jetzt einen Ordner über Freigabe zur Verfügung stellen, bekommst du folgendes Fenster angezeigt.


Bild 26: Freigabe ohne Assistent

In diesem Fenster klickst du auf Erweiterte Freigabe, und es öffnet sich der eigentliche Dialog zur Freigabe des Ordners.


Bild 27: Erweiterte Freigabe in Vista

Der obere Haken erzeugt die Freigabe an sich, die Einstellungen darunter beinhalten weiterführende Möglichkeiten zur Einstellung. Neu in diesem Dialog ist die Möglichkeit anzugeben, wie viele Benutzer zeitgleich auf die Freigabe zugreifen dürfen. Wie auch in XP, müssen auch hier erst Berechtigungen für Nutzer angelegt werden. Der gesamte Dialog für diese erweiterte Freigabe ist identisch zu XP, als Umsteiger musst du dich nicht umgewöhnen.


Bild 28: Berechtigungen erstellen

Klicke hier auf Hinzufügen, um weiteren Benutzern den Zugriff zu erlauben. Auch Vista hat den Benutzer Jeder, der aber auch hier entfernt werden sollte, damit die Rechte sauber zugewiesen werden.


Bild 29: Nutzer wählen

Hier kannst du den weiter oben angelegten Benutzer eintragen, in diesem Beispiel war dies der Benutzer Berechtigter. Hast du den Namen eingetragen, bestätigst du wie gewohnt mit OK.


Bild 30: Rechte zuordnen

Taucht der Benutzer auf, kannst du ihn anklicken und im unteren Bereich die Rechte ändern. Die Vergabe der Rechte ist wie im XP, definiert also nur Lese- oder auch Schreib- und Löschrechte. Hast du hier alles eingestellt, kannst du alle bisher geöffneten Fenster mit OK schließen, und der Ordner wird freigegeben.

4 Freigaben nutzen

Je nachdem was für eine Freigabe erstellt wurde, und wie diese genutzt werden soll, bieten sich unterschiedliche Methoden für den Zugriff an. Die klassische Methode über die Netzwerkumgebung kann unter Umständen aber mehr Zeit in Anspruch nehmen, oder streikt gänzlich. Deshalb werden hier weitere Möglichkeiten für den Zugriff aufgezeigt, die keine Aktualisierung der Netzwerkumgebung von Windows benötigen. Freigaben agieren dabei wie normale Ordner auf dem lokalen PC, und können genauso benutzt werden, z.B. Optionen wie Kopieren und Einfügen.

Hinweis: Um auf Freigaben anderer PCs zugreifen zu können, müssen etwaige Firewalls auf den PCs korrekt eingestellt werden.

4.1 Zugriff auf Freigaben bis XP

Schneller Zugriff

Der schnelle Zugriff wird direkt über den Explorer oder Arbeitsplatz getätigt, die Eingabe erfolgt über die Adresszeile im oberen Bereich.
Da jeder Rechner einen eindeutigen Namen besitzt, kannst du ihn direkt über die Eingabe von \\Name ansteuern. In Bild 31 wurde ein Rechner mit dem Namen Troton direkt aufgerufen. Der direkte Zugriff kann ebenfalls über die IP erfolgen, klappt nur dieser Zugriff stimmen die Netzwerkeinstellungen an sich nicht, dann wird der Name nicht korrekt aufgelöst. Der Rechner Troton hätte also beispielsweise die IP 192.168.0.15, und könnte über die Eingabe \\192.168.0.15 angesteuert werden.


Bild 31: Freigabe an Troton

Dauerhafte Einbindung

Die dauerhafte Einbindung läuft im Regelfall über ein Netzlaufwerk, welches Windows im Arbeitsplatz anzeigt. Für die Einrichtung dieser Freigabe bietet dir Windows einen Assistenten an, den du über das Menü Extras im Arbeitsplatz aufrufst.


Bild 32: Netzlaufwerk im Arbeitsplatz anlegen

Der Assistent bietet dir einen Laufwerksbuchstaben und weitere Eingabemöglichkeiten an. Über den Button Durchsuchen kannst du den Pfad zum gewünschten Ordner manuell suchen. Sind dir Name und Pfad bekannt, kannst du ihn direkt in die entsprechende Zeile eintragen.


Bild 33: Pfad für Freigabe einstellen

Über den Haken Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen kannst du entscheiden, ob dieses Netzlaufwerk dauerhaft, oder nur für die aktuelle Windows-Sitzung verfügbar ist. Da du die Freigabe dauerhaft nutzen willst, ist es sinnvoll diesen Haken zu setzen. Hast du die Daten eingegeben, kannst du den Dialog mit Fertig stellen beenden.
Verfügt der Ordner über einen Passwortschutz, musst du jetzt noch die Benutzerdaten eingeben. Greifst du auf einen anderen PC zu, dann sind hier die Daten des Benutzerkontos einzugeben das du angelegt hast. Verwaltet ein anderes Gerät wie ein NAS die Freigabe, dann musst du die dort hinterlegten Nutzerdaten eingeben.


Bild 34: Benutzer- und Kennworteingabe

Das soeben eingerichtete Netzlaufwerk, wird dir im Arbeitsplatz angezeigt, und ist voll nutzbar.


Bild 35: Arbeitsplatz mit Netzlaufwerk

Als Gimmick dieser Einbindungsmethode werden dir zusätzliche Informationen angezeigt. So kannst du direkt sehen wie viel Platz noch auf dem Netzlaufwerk vorhanden ist, und ob deine Daten dort noch passen würden. Zudem kann ein Netzlaufwerk mit Programmen benutzt werden, die keine Möglichkeit haben ein Netzwerk zu durchsuchen.

Hinweis: Windows versucht beim Hochfahren das Netzlaufwerk wieder zu verbinden. Ist keine Verbindung möglich, erhältst du lediglich einen Hinweis im Infobereich rechts unten, weitere Fehlermeldungen oder Verzögerungen beim Starten treten nicht auf.

4.2 Zugriff auf Freigaben mit Vista

Schneller Zugriff

Wie im XP, ist auch unter Vista ein direkter Zugriff über \\Name oder \\IP möglich. Dabei gibst du in der Adresszeile des Arbeitsplatzes den Befehl ein, und wirst auf den entsprechenden PC geleitet. Hat dieser PC den öffentlichen Ordner freigegeben, wird dieser ebenfalls angezeigt. In den Beta-Versionen heißt dieser Ordner jedoch noch Public, ob und wie sich das in der Final ändert wird sich zeigen. Für Bild 36 wurde ein im Netzwerk befindlicher Rechner mit dem Namen \\odin aufgerufen, die Freigaben werden sofort angezeigt und sind entsprechend der Rechtevergabe an diesem PC nutzbar. Wird die Freigabe über ein Kennwort gesichert, wirst du hier aufgefordert einen Namen und das Passwort dazu einzugeben. Für den Fall hier wurde das angelegte Benutzerkonto dafür benutzt.


Bild 36: Freigaben an odin unter Vista

Dauerhafte Einbindung

Auch Vista kann wie XP Netzlaufwerke anlegen. Das Einrichten funktioniert nahezu identisch wie im älteren XP, um den Dialog zu starten gehst du auf Start -> Computer, und drückst die Alt-Taste. Im Untermenü Extras wählst du den Eintrag Netzlaufwerk zuordnen.


Bild 37: Netzlaufwerk mit Vista zuordnen

Kennst du den direkten Pfad, kannst du ihn wie gewohnt in die Zeile eintragen. Über den Button Durchsuchen hast du zudem die Möglichkeit, das Netzwerk nach Freigaben zu durchsuchen um den Pfad festzulegen. Ist der Pfad zugeordnet, klickst du auf Fertig stellen. Auch hier kann es nötig sein, einen Benutzer und das Passwort dazu einzugeben. Über den Haken Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen weist du Vista an, das Netzlaufwerk beim nächsten Start wieder aufzurufen.
Sobald das Laufwerk angelegt worden ist, taucht es im Arbeitsplatz auf und ist darüber verfügbar.


Bild 38: Computer mit Netzlaufwerk

5 Tipps, Tricks, Kniffe

5.1 Laufwerke trennen

Windows speichert im Hintergrund Passwörter und Pfade, damit sie beim nächsten Aufrufen wieder benutzt werden können. Dies kann aber durchaus zu Problemen führen, wenn sich die Kontodaten oder der Kennwortschutz ändern. Dann erhältst du eine Fehlermeldung, dass der Zugriff nicht möglich ist. Ein Ansatz der Lösung ist, nicht mehr verwendete Netzlaufwerke zu trennen, denn damit werden auch die im Hintergrund gehaltenen Daten gelöscht. Klicke dazu im Arbeitsplatz auf Extras, und wähle Netzlaufwerk trennen aus. Das zu löschende Laufwerk wählst du aus, und klickst auf OK. Eine Mehrfachauswahl von Laufwerken ist wie gewohnt über die Strg-Taste möglich.


Bild 39: Netzlaufwerk trennen

Rufst du jetzt erneut eine Freigabe auf die vorher nicht geklappt hat, erscheint wieder der Passwortdialog, den du mit den aktuellen Daten füttern kannst.

5.2 Anonymen Zugriff verwalten

Windows XP und 2000 regeln ebenfalls über die Registry, ob und wie Zugriffe von statten gehen dürfen. Wird der Zugriff hierüber verweigert, können Freigaben nicht aufgerufen werden. Um diesen Fehler zu überprüfen klickst du auf Start -> Ausführen, und gibst in das Feld regedit ein und bestätigst mit OK.
In der Registry folgst du dem Pfad HKEY_LOCAL_MACHINE -> SYSTEM -> CurrentControlSet -> Control -> Lsa.


Bild 40: Registrierungswert ändern


Über Doppelklick auf den Eintrag kannst du den Wert ändern, dabei stehen dir diese Eingaben zur Verfügung:
  • 0: Voller Zugriff, keine Sperrung des PCs.
  • 1: Teilweiser Zugriff, ohne expliziter Rechtefreigabe kommt es zu Fehlermeldungen beim Zugriff.
  • 2: Volle Sperrung, es ist kein Zugriff auf den PC möglich.
Diese Einstellungen müssen an dem PC vorgenommen werden, der die Freigaben besitzt, denn dieser PC regelt wie zugegriffen werden darf.

Hinweis: Veränderungen an der Registry können zu ernsthaften Schäden am Betriebssystem führen. Ändere deshalb niemals grundlos Einträge, und sichere eventuell vor einem Eingriff die Registry.

5.3 Versteckte Freigaben über $

Windows bietet dir die Möglichkeit, versteckte Freigaben zu erzeugen. Dafür musst du lediglich ein Dollarzeichen hinter den Freigabenamen setzen, um den Ordner zu verstecken. Aus der hier benutzten Freigabe wird also Freigabe$.


Bild 41: Versteckte Freigabe

Diese Art der Freigabe wird nicht mehr in der Netzwerkumgebung angezeigt, und kann nur noch direkt über die Eingabe des gesamten Namens erfolgen. Willst du also auf solch eine Freigabe zugreifen, musst du in der Adresszeile \\Name\Freigabe$ eingeben. Die Rechtevergabe wird davon nicht beeinflusst, sie gilt weiterhin wie oben gezeigt.

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