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Alt 10.02.2008, 01:58   #1 (Direktlink)
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Alter: 27
Beiträge: 5.463
Standard Performance-Probleme bei Spielen lösen

Immer wieder kommt die Frage auf warum auf gewissen Systemen Computerspiele nicht ruckelfrei laufen. Eine Patentlösung gibt es meistens nicht, einige wichtige Schritte können bei der Fehlersuche allerdings ungemein hilfreich sein!

1. Mindest-Anforderungen prüfen

Die erste Frage die es zu klären gilt wenn ein Spiel ruckelt oder nicht startet ist, ob die Mindestanforderungen erfüllt werden.

Die Angaben auf der Spieleverpackung oder im Handbuch sind allerdings nur ein Richtwert und, wie der Name schon sagt, die minimalste zur Verfügung zu stellende Hardware für das Spiel. Oftmals laufen Spiele dann nur auf der geringsten Detailstufe in der niedrigsten Auflösung. Um in den vollen Grafikgenuss zu kommen ist meistens ein Vielfaches davon nötig.

Werden die Mindestanforderungen nicht erfüllt oder reichen diese für einen flüssigen Spieleablauf nicht aus gibt kann man:

A) Versuchen, durch übertakten die Performance zu verbessern. Dies ist jedoch fortgeschrittenen Anwendern vorbehalten und stellt nicht immer ein geringes Risiko dar.

B) Die PC-Hardware aufrüsten, dies stellt oftmals ein kostspieliges Unterfangen dar, kann aber auch für zukünftige Spiele sinnvoll sein

C) Das Spiel ins Regal stellen bis A oder B zutreffen

Variante B ist hierbei oftmals die einzige sinnvolle Alternative.

+ + +

Windows-Versionen:

Ältere Software, speziell für Windows 95 / 98 oder ME ausgelegte, kann häufig auf NT-basierten Betriebssystemen (2000, XP, Vista) nicht ausgeführt werden. Software die für 95 oder 98 konzipiert wurde läuft häufig nicht unter 2000 oder XP, alle zusammen können unter Vista Probleme bereiten.

Eine Möglichkeit dem Abhilfe zu schaffen ist der Kompatiblitätsmodus. Hierzu ist es Nötig ins Zielverzeichnis der Anwendung zu gehen und dort nach der ausführbaren Datei mit der das Spiel gestartet wird zu suchen.

RECHTSKLICK -> EIGENSCHAFTEN -> KOMPATIBLITÄT bietet Optionen an die genutzt werden können um zu Versuchen die Software trotzdem zum laufen zu bringen.

DOS-Spiele können in 99% aller Fälle im Programm DOSBox (Link) ausgeführt werden.



2. Updates / Bugfixes

Spiele kommen oft eher als halbfertige Probeversionen denn als fertiges Produkt in die Händlerregale. Oftmals wird schon am Tag der Veröffentlichung ein sogenanntes Update (Patch) oder ein Bugfix zur Verfügung gestellt. Dieses kann meistens auf der Hersteller-Homepage bezogen werden und wird als einfache ausführbare Datei gestartet. Meistens funktioniert der Update-Vorgang vom Ausführen an von alleine, maximal muss dieser durch den Nutzer überwacht werden.

Updates beseitigen oftmals auch Inkompatiblitäten oder Probleme beim Spielstart. Außerdem können hierbei häufig auftretende Probleme mit dem Kopierschutz behoben werden.

3. Grafikkarten-Treiber und DirectX auf den neusten Stand bringen

Oftmals hapert es nur an der esentiellen Software. DirectX und der Grafikkarten-Treiber bieten hier einen simplen Angriffspunkt. Sind also die Mindestanforderungen seitens der Hardware erfüllt oder überschritten empfiehlt es sich an dieser Stelle weiterzumachen.

Grafikkarten-Treiber sind je nach Chipsatz auf der Herstellerseite zu finden.

Hier gibt es Treiber für NVidia GPU's
Hier gibt es Treiber für ATI GPU's

(Hierbei handelt es sich um die gängisten Grafikkarten im Multimedia-Bereich! Spezifische Treiber für andere Grafikchipsätze müssen beim jeweiligen Hersteller runtergeladen werden.)

Bei DirectX ist zu beachten das es auch sogenannte "Tagesversionen" gibt. Hierbei ist die KOMPLETTE Versionsnummer zu beachten. Die bereits installierte lässt sich über START -> AUSFÜHREN -> DXDIAG ermitteln.

Nachdem DirectX und die Grafikkarten-Treiber aktualisiert wurden empfiehlt sich ein Testlauf mit einem Benchmark-Programm oder dem Spiel das vorher Probleme bereitet hat.

Sollte immernoch keine Besserung aufgetreten sein bitte mit Punkt 3 fortfahren.

4. Temperaturen überprüfen / Temperaturen verbessern

Sind CPU oder GPU überhitzt kommt es nicht zwangsläufig zum Rechnerabsturz. Dieser tritt erst auf wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten ist. Zu hohe Temperaturen können sich jedoch direkt negativ auf die PC-Performance auswirken.

Hier sollte allerdings an der richtigen Stelle angefangen werden. Zuerst gilt es die nötige Software bereit zu stellen.

Das Programm Everest liefert in der aktuellsten Version recht präzise Werte über die PC-Innereien. Es können u.a. auch die integrierten Sensoren von CPU, GPU und Mainboard ausgelesen werden.

Everest Ultimate 4.20 runterladen

(Hierbei handelt es sich um eine Shareware Version!)

Um allerdings realistische Werte zu erhalten muss die Hardware zunächst auf eine Temperatur gebracht werden die den Werten unter Last entspricht. Möglich ist hier einen Benchmark zu nutzen welcher GPU und CPU unter Voll-Last bringt.

Ein Beispiel hierfür ist 3D Mark 2006 (Shareware) welcher in der aktuellsten Version auch die funktionen moderner Grafikkarten unterstützt. Präziser und höher belastend ist allerdings ein BurnIn-Programm welches neben CPU und GPU auch alle anderen PC-Komponenten an das Leistungsmaximum bringt (worüber sich nebenbei auch defekte auffinden lassen). Everest (siehe oben) bietet eine solche Option (allerdings eingeschränkt und weniger umfangreich), besser ist hier Passmark Burn In Test Standart 4.

(Freeware)

Nachdem diese Programme genutzt wurden (am besten mehrmals und über längeren Zeitraum) kann in Everest die Temperatur der entsprechenden Komponente nachgelesen werden.

Allgemeine Werte lassen sich hierbei nicht bestimmen, allerdings kann als Richtwert ein Maximum von 65°C für die CPU und 100°C für die GPU genommen werden. Diese Werte sind allerdings schon sehr hoch und sollten über längere Zeit nicht vorkommen um die Hardware nicht nachhaltig zu schädigen. Bei einigen Prozessoren kann es hier schon zu Leistungseinbußen kommen.

Über die Lösungsansätze zu Temperaturproblemen (z.B. die Rechnerreinigung oder die Erneuerung von Wärmeleitpaste) gibt es in der PPF Infothek bzw. über Google gute Anleitungen und diese Vorgänge sollen auch nicht Thema dieses Guides sein.

5. Software deaktivieren / Viren / Spezifisches

Virenscanner, Firewalls, Anti-Spyware und Anti-Malware sind praktische Software und sollten auf keinem Rechner fehlen. Allerdings kann im Zusammenhang mit Computerspielen gerade diese Software zu Problemen führen.

Testweise empfiehlt es sich solche Programme während des Spielens zu deaktivieren. Ist das Problem damit behoben bleibt nur die Möglichkeit die Software während des spielens gänzlich zu deaktivieren oder solche zu nutzen die einen ressourcenschonenden Spielemodus haben, etwa BitDefender (Link zum Hersteller).

Bei manchen Spielen, etwa solche die auf der "Beben (dt.)"-Engine basieren kann es durch Multi-Monitoring, d.h. dem gleichzeitigen Betrieb von 2 Monitoren an einer Grafikkarte zu Problemen kommen. Einfache Lösung: Wähend des spielens auf einen Monitor umschalten.

Als letztes bleibt zu erwähnen das auch viele Viren und Trojaner die Rechnerperformance beeinflussen. Anleitungen zum ermitteln von Viren und deren Beseitigung gibt es z.b. bei PPF oder über Google.

_ _ _ _ _

Fazit: Bei Problemen mit Computerspielen gibt es immer eine Menge Faktoren die in Betracht kommen. Wenn all diese Tipps nicht helfen muss ermittelt werden was noch in Frage kommt.

PPF bietet nahezu immer eine Hilfestellung bei größeren Problemen. Über die Suchfunktion können schon viele Lösungsansätze gefunden werden.

_ _ _ _ _

Edit 1 (10.02.2008 - 02:00): Lesbarkeit verbessert
Edit 2 (10.02.2008 - 02:03): Punkt "Updates / Bugfixes" hinzugefügt
Edit 3 (10.02.2008 - 02:12): Punkt 1 ergänzt
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