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Autor: Lumen
Umgang mit Everest Home Edition Everest Home Edition Everest ist eine Software die zum Auslesen von Informationen über den PC geschrieben wurde. Dabei werden unterschiedliche Versionen angeboten. Die hier gezeigte Home Version 2.0 wird derzeit nicht mehr weiterentwickelt, kann aber für die meisten PCs noch benutzt werden. Ist ein PC zu neu, und sind deshalb keine Daten im Everest hinterlegt, werden die Komponenten als Unknown oder gar nicht angezeigt. Eine Downloadmöglichkeit findet man beispielsweise bei Freenet: Download - Everest Home Edition bei freenet.de Die Erklärung soll dir helfen dich in Everest etwas besser zurechtzufinden, und grundlegende Menüs zeigen die man bei der Diagnose von Problemen öfter benutzt. Zudem kannst du feststellen ob dein PC so läuft, wie er sollte. 1 Computer In diesem Menü findest du vor allem allgemeine Informationen und Übersichten die aus den anderen Menüs hervorgehen. Hier sind auch bestimmte Angaben in Echtzeit verfügbar. 1.1 Übersicht ![]() Bild 1: Übersicht Die Übersicht bietet dir einen Einstieg in die Thematik. Hier wird grundlegend gezeigt was im PC verbaut ist, welches Betriebssystem installiert ist und ob Geräte am PC angeschlossen sind. Kennt Everest die Komponenten, bietet es auch direkte Links zu den Seiten der Hersteller an. Dort kannst du dann Treiber und andere Informationen einholen. 1.2 Overclock ![]() Bild 2: Overclock Ein besonderes Augenmerk auf die Taktungen der Komponenten wird hier zu Grunde gelegt. Dabei werden die Angaben in Echtzeit ausgegeben, damit Veränderungen sofort sichtbar sind. Hierüber kannst du überprüfen ob sich dein Prozessor wie gewünscht heruntertaktet, oder ob die Latenzen des Hauptspeichers OK sind. Taktet sich deine Grafikkarte im Windows herunter, wird das hier ebenfalls sichtbar. 1.3 Sensoren ![]() Bild 3: Sensoren Temperaturen und Spannungswerte sind bei Rechnern kritische Werte, die unbedingt in ihren gesetzten Grenzen laufen müssen. Überhitzung kann zu Abstürzen oder Beschädigungen führen, von daher ist es wichtig diese überprüfen zu können. In diesem Menü hast du die Möglichkeit Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen nachzusehen. Lüfter werden dabei nur angezeigt, wenn sie am Mainboard angeschlossen sind. Lüfter die direkt am Netzteil hängen werden nicht angezeigt. Weichen Spannungen stark vom Sollwert ab, oder sind Temperaturen sehr hoch, kannst du nun nachfragen was zu tun ist. 2 Motherboard Hier werden dir Informationen zum Mainboard, und direkt damit verbundenen wichtigen Komponenten gegeben. Darunter fallen Prozessor, North- und Southbridge, sowie Hauptspeicher und Bios. 2.1 CPU ![]() Bild 4: CPU Umfangreiche Informationen zu deinem Prozessor findest du in den Untermenüs CPU und CPUID, die dir nahezu alles zu deinem Prozessor anzeigen. Taktungen, Kernnamen, Frontsidebus oder Cache, selbst SSE-Modi werden aufgelistet. Die Werte bei CPUID sind eher als Information zu werten, da diese Werte nicht geändert werden können. Es sind also Informationen über die Dinge, die der Prozessor beherrscht. Einzigst Dinge wie Cool´n´Quiet wären über das BIOS und Treiber veränderbar, was aber eher sinnlos ist. 2.2 Motherboard ![]() Bild 5: Motherboard Dieses Untermenü bietet dir umfangreiche Informationen zu deinem Mainboard. Interessant sind vor allem Name und Chipsatz, da du dich mit diesen Angaben auf Treibersuche begeben kannst. Zusätzlich werden weitere Leistungsmerkmale wie Steckplätze für Erweiterungskarten angegeben. 2.3 SPD ![]() Bild 6: SPD Informationen zum Hauptspeicher finden sich im SPD-Untermenü. Hast du mehrere Speicherriegel verbaut, werden diese oben angezeigt und sind einzeln abrufbar. Everest liest die Speichertimings aus dem EEPROM des Speichers aus, also die Werte die vom Hersteller hinterlegt wurden. Läuft dein Speicher nicht auf der Maximalfrequenz, kannst du die Latenzen im Bios anpassen. Die Latenzen bringen an sich keinen spürbaren Leistungszuwachs, aber verschenken muss man entsprechende Möglichkeiten zur Anpassung nicht. 2.4 Chipsatz ![]() Bild 7: Chipsatz Das wichtigste Bauteil auf dem Mainboard stellt der Chipsatz dar. Dieser kann als Einzelbauteil, oder als Doppel mit North- und Southbridge verbaut werden. Unterstützt deine Hardware Dual Channel, wird dir dies hier angezeigt. Eine Erklärung zur Funktionsweise von Dual Channel findest du in der Infothek. Wie bereits in einem früheren Menü, werden auch hier die Speichertimings angezeigt. 2.5 BIOS ![]() Bild 8: BIOS Das Basic-Input-Output-System stellt die zentrale Verwaltung und Schnittstelle für alle Aktionen des PCs dar. Als Benutzer bekommt man von der Arbeit des BIOS` wenig mit, die meisten Aktionen laufen unbemerkt im Hintergrund. Aus diesem Untermenü kannst du dir aber Informationen zum Alter des im BIOS-Chip gespeicherten Codes holen. Verbaust du eine neue CPU die neuer als das gezeigte Datum ist, kann es passieren, dass die CPU nicht erkannt wird. Dann wird ein BIOS-Update nötig. 3 Anzeige Alles was Bilder erzeugt und an dich über den weiterreicht wird hier gezeigt. Außer Angaben zur Grafikkarte und dem Monitor, finden sich auch Informationen zur OpenGL-Schnittstelle oder Bussen wie AGP. 3.1 Windows Video und Grafikprozessor ![]() Bild 9: Videodaten Die beiden Untermenüs zeigen dir detaillierte Werte zu deiner Grafikkarte, und dem darauf verbauten Prozessor (GPU) an. Es werden Namen und Speichermenge genannt, und zudem der aktuelle Treiber. Bluescreens mit den Meldungen nv4disp.dll und ati2dvag.dll lassen sich somit eindeutig der Grafikkarte zuordnen. Weiterhin werden dir aktuelle Taktungen der Karte angezeigt, und wie hoch die Bandbreite des verbauten Speichers ist. 3.2 Monitor ![]() Bild 10: Monitor Alles Wissenwerte über den Monitor versteckt sich hier. Wichtig sind vor allem die Angaben bei TFT-Monitoren, da diese mit ihrer nativen Auflösung betrieben werden sollten. Die native Auflösung stellt dabei immer die maximale Auflösung dar, da TFTs nicht mehr Pixel erzeugen können, als fest im Raster hinterlegt sind. Be Röhrenmonitoren ist dieses System der Bilderzeugung deutlich variabler. Die ausgegebenen Frequenzen zu den entsprechenden Auflösungen helfen dir dabei die korrekten Werte für den Monitor im Windows einzustellen. 4 Multimedia Dieses Menü besteht nur aus den Untermenüs der Soundkarte, also Soundwiedergabe und –aufnahme. Hier hast du die Möglichkeit den verbauten Soundchip, oder die Soundkarte auszulesen. Mit diesen Werten kannst du dann auf Treibersuche gehen, so diese fehlen. Mainboard benutzen dabei sehr häufig Realtek-Chips. Die Treiber findest du aber häufig beim Mainboardhersteller, auch wenn dieser nicht der Hersteller des Audiochips ist. ![]() Bild 11: Audio 5 Datenträger Alle verbauten Laufwerke werden dir hier angezeigt, und dazu noch Informationen über Schnittstellen und „Gesundheit“ von Festplatten. 5.1 Windows-Datenträger ![]() Bild 12: Datenträger Festplatten und optische Laufwerke, oder Kartenleser, finden sich in diesem und den 3 Folgemenüs in dieser Kategorie. Everest zeigt dir Treiber und Namen an, die durch die Laufwerke benutzt werden. Dieses Untermenü dient ebenfalls mehr der Übersicht über die Fähigkeiten. Die Untermenüs bieten teilweise ähnliche Informationen wie der Arbeitsplatz oder die Datenträgerverwaltung. 5.2 ATA ![]() Bild 13: ATA Das ATA-Untermenü dient hauptsächlich zum Überprüfen der theoretischen Bandbreite am Bus der Festplatte. Im Idealfall schafft deine Festplatte die komplette theoretische Geschwindigkeit auszunutzen (nur Cache-Zugriffe), bleibt sie etwas darunter stellt das jedoch kein Problem dar. Bei aktuellen Systemen sollte hier mindestens ATA-100 auftauchen, optische Laufwerke laufen immer noch mit ATA-33. Weiterhin werden dir zusätzliche Informationen zur Festplatte angeboten, im Wesentlichen eine Überprüfung auf die Fähigkeiten der Festplatte. 5.3 S.M.A.R.T. ![]() Bild 14: S.M.A.R.T. Hier wird die „Gesundheit“ der Festplatte überprüft. S.M.A.R.T. stellt eine Kontrolle der Festplatte durch einen entsprechenden Diagnosechip in der Festplatte dar. Unter anderem wird die Temperatur so ausgelesen. Tauchen kritische Werte auf, kann die Festplatte den Benutzer warnen und so vor einem Datenverlust bewahren. Die Funktion muss aber im BIOS aktiviert sein! 6 Netzwerk Besonders für Rechner in einem Netzwerk mit z.B. Router interessant, bietet dir Everest auch Angaben zur Netzwerkschnittstelle. ![]() Bild 15: Windows-Netzwerk Dabei bietet dir Everest eine Echtzeitanzeige der Daten an, du siehst also wie viel Daten gesendet und empfangen worden sind. Diese Zählung wird mit dem Hochfahren von Windows begonnen, und läuft im Hintergrund automatisch ab. Die Werte stimmen immer nur für eine Windows-Sitzung, nicht für zwei oder drei. Zur Abschätzung des Netzwerkverkehres aber durchaus geeignet, ohne weitere Software nutzen zu müssen. 7 Geräte und Benchmark 7.1 Geräte Unter Geräte findest du eine Auflistung aller Eingabe- und Ausgabegeräte, und zudem deren Ressourcenverteilung durch BIOS und Betriebssystem. Da die Zuteilung der Ressourcen bei modernen Betriebssystemen völlig automatisch stattfindet, ist dieses Menü eher informativ zu sehen. 7.2 Benchmark Die Möglichkeit deinen PC zu testen hast du in diesem Menü. Neuere Everest-Versionen bieten mehr als nur die klassischen 3-Speichertests der Home Edition 2.0. Die Benchmarks dienen eher dem groben Richten, als einer präzisen Aussage zur Geschwindigkeit des PCs an sich, oder im Bezug zu anderen PCs. Die Vorgabewerte wurden mit Testsystemen erstellet, die eher in einem Labor anzutreffen sind. Im Alltag sind diese Werte eher nicht zu erreichen. Die Werte sollten also nicht überbewertet werden. 8 Weitergabe von Daten Das die Werte im Everest stehen ist gut, besser wäre es natürlich wenn man diese Werte auch anderen Leuten mitteilen kann, damit diese ein besseres Bild von deinem PC bekommen. Für diese Weitergabe von Daten bieten sich im Everest zwei Wege an. 8.1 Kopieren ![]() Bild 16: Kopieren von Daten Über das Rechtsklickmenü hast du die Möglichkeit einzelne Zeilen zu kopieren, oder direkt die komplette Auflistung eines Untermenüs. Da normalerweise mehrere Informationen benötigt werden, ist es angebracht immer alles zu kopieren. 8.2 Berichte Über das Menü Berichte kannst du fertige Textdateien mit Informationen erstellen lassen. Dabei sind Schnellberichte zu einem Menü oder einer Unterkategorie, oder vollständige Berichte über den gesamten PC möglich. Diese Berichte enthalten aber häufig zu viele Informationen, die keinen praktischen Nutzen zur Fehlerdiagnose haben. Kryptische Zahlenkolonnen oder Tabellen voll Werte sind also unnötig. Artikel als pdf:
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