Du
wirst Dich vielleicht gerade fragen, wozu Du Dich
eigentlich mit dem folgenden
Kapitel beschäftigen sollst. Schließlich hast
Du Windows auf Deinem PC und nicht
DOS. Nun, es ist so. Die Windows-Versionen 95,
98, 98SE sowie Windows Me
sind alle noch auf einer DOS-Grundlage aufgebaut,
so ganz ohne DOS kommt man
nicht immer aus. Es gibt immer wieder Situationen
in denen Du auf die DOS-Ebene
wechseln musst um verschiedene Konfigurationen,
Fehlerbehandlungen oder
Dateioperationen durchführen zu können.
Damit im Fall der Fälle dies nicht zu einem
unüberwindbaren Problem wird, soll
dieses Kapitel Dir einen ersten Eindruck zu DOS
geben und die wichtigsten
Befehle und Funktionsweisen vermitteln. Auch wenn
es im ersten Moment etwas
verwirrend und kompliziert aussehen mag, es ist
tatsächlich gar nicht so schwer
wie es vielleicht scheint.
Noch eine kurze Erklärung zum nachfolgenden
DOS-Grundkurs. Alles was in
normaler Schrift dargestellt ist, muss von Dir
nicht eingebeben werden! Diese
Informationen stehen bereits auf dem Bildschirm
und sind angegeben um die eine
bessere Orientierung zu geben. Die Befehle die
von Dir eingegeben werden sollen,
sind in fettgedruckter Schrift
dargestellt. So, jetzt geht es aber los!
Unter Windows 98 kannst Du Deinen PC entweder mit
einer
MS-DOS Startdiskette starten, oder gleich beim
Start des Rechners die
Taste F8 drücken und den DOS-Modus aus dem
Starmenü auswählen.
Unter Windows 2000 und XP gibt es kein DOS mehr.
Die MS-DOS
Eingabeaufforderung bietet zwar die Möglichkeit
fast alle bekannten
DOS-Befehle zu verwenden, (und sogar noch eine
ganze Reihe neue
Befehle) es handelt sich hierbei aber um kein
echtes DOS! Dennoch
kannst Du den folgenden Kurs auch unter
Verwendung der MS-DOS
Eingabeaufforderung ducharbeiten, falls Dir kein
PC mit einem "richtigen"
DOS zur Verfügung stehen sollte.
Unter Windows klicke einfach auf Start -
Programme und wähle dort den Eintrag
MS-DOS Eingabeaufforderung.
Sogleich erwartet Dich der DOS-Prompt. (die
Eingabeaufforderung)
in folgender Form:
C:\>windows
Der Buchstabe C gibt dabei den Namen des
aktuellen Laufwerkes an, auf dem Du
Dich gerade befindest. In diesem Fall C: Also die
Festplatte. Diskettenlaufwerke
haben in aller Regel den Buchstaben A: und CD-ROM
Laufwerke den Buchstaben D:
Hinter dem Zeichen "\" steht das
aktuelle Verzeichnis in dem wir uns befinden.
In unserem Beispiel steht hinter dem Zeichen
windows, d.h. wir befinden und
gerade im Verzeichnis "windows" auf
Laufwerk C:
Man könnte statt der Bezeichnung "Verzeichnis"
auch den Namen "Ordner"
verwenden. Dann würden wir uns im Ordner
"windows" auf Laufwerk C: befinden.
Unter DOS verwendet man in der Regel die
Bezeichnung "Verzeichnis", während
man unter Windows meist von Ordnern spricht.
Beide Bezeichnungen haben die
gleiche Bedeutung.
Aber zurück zu unserem Beispiel. Würde dort nun
z.B. stehen
C:\>bilder
dann wären wir im Verzeichnis "bilder"
C:\>bilder\urlaub
Nun sind wir im Verzeichnis urlaub, welches ein
Unterverzeichnis von bilder ist.
D:\>bilder\urlaub
Ist das Gleiche wie oben, nur das wir nun auf
Laufwerk D: sind! (CD-ROM)
Wichtig ist noch, dass alle Namen der
Verzeichnisse und Dateien unter DOS im
8.3-Format angezeigt werden. Das heißt,
Dateinamen dürfen nur aus max.
8 Zeichen plus 3 Zeichen für die Dateiendung
bestehen. Verzeichnisse nur aus
8 Zeichen. Unter Windows gibt es diese
Beschränkung nicht. Treffen wir nun auf
eine Datei oder ein Verzeichnis, das unter
Windows erstellt wurde und länger als
8 Zeichen ist, so wird die Darstellung des Namens
an der 7. Stelle durch ein
Tilde-Zeichen (~) abgekürzt.
Alle Befehle die wir unter DOS eingeben, müssen
durch die Taste "Enter"
(Eingabetaste) abgeschlossen werden. Sobald die
Taste "Enter" gedrückt wurde,
wird der entsprechende Befehl ausgeführt. Das
testen wir doch gleich mal aus.
Wir
möchten uns mal anschauen, was denn so alles im
Verzeichnis C:\windows an
Dateien und Verzeichnissen vorhanden ist. Der
Befehl zum Aufrufen des
Inhaltsverzeichnisses lautet: dir (dir steht für
Directory = Inhaltsverzeichnis)
Wir geben also das Wörtchen dir ein und drücken
anschließend die "Enter" Taste.
(Das künftig in den eckigen Klammern
geschriebene Wort nicht mit eingeben!
Das soll uns am Anfang nur daran erinnern, dass
wir jede Eingabe mit der Enter-
Taste abschließen müssen. Die Zeichenfolge
"c:\>windows" muss auch nicht mit
eingegeben werden, dies steht ja bereits dort)
c:\> windows dir [ENTER]
Schwupps! Na, konntest Du erkennen was so alles
an Dateien vorhanden ist? ;-)
Das ging natürlich viel zu schnell. Massenhaft
Dateien und Ordner sind soeben in
hoher Geschwindigkeit aufgelistet worden. Auf
Deinem Bildschirm siehst Du jetzt
noch den letzten Teil des Verzeichnisses und am
Ende wieder der DOS-Prompt.
(C:\>windows)
Um nun zu verhindern das die Anzeige einfach nur
so durchrauscht, gibt es einen
zusätzlichen Befehl, den man einfach nur an den
dir-Befehl anhängen muss.
Nämlich "/p" Wichtig! Der Strich
(Slash) zeigt diesmal in die andere Richtung!
Fast jedem Befehl kann man solche Parameter
anhängen. In diesem Fall steht das
p für Page = Seite und weist DOS an, die Ausgabe
Seitenweise zu gestalten.
Wir geben also ein:
C:\> windows dir/p [ENTER]
Und siehe da, nun hält DOS die Auflistung an,
sobald eine Bildschirmseite voll
geschrieben ist. Durch das Drücken einer
beliebigen Taste wird die Auflistung
fortgesetzt.
Ein sehr nützlicher Parameter ist "/?"
Bei Verwendung dieses Parameters wird
zum jeweiligen Befehl eine Hilfe aufgerufen, die
u.a. noch weitere mögliche
Parameter auflistet. Das wollen wir natürlich
gleich mal austesten und geben
daher ein:
C:\> windows dir/?
Zu jedem Befehl kann man auf diese Weise eine
sehr nützliche Hilfe aufrufen!
Nun können wir zwar das Inhaltsverzeichnis von
c:\windows aufrufen, wie aber
wechseln wir in ein anderes Verzeichnis? Hierfür
gibt es den Befehl "cd"
(change directory = wechsle das Verzeichnis) Wir
möchten jetzt mal in das
Verzeichnis "system" wechseln, welches
ein Unterverzeichnis von windows ist.
Wir geben also ein:
C:\> windows cd system
Der DOS-Prompt (die Eingabeaufforderung) wechselt
nun die Anzeige zu
C:\>windows\system
Auch hier können wir nun wieder mit dem Befehl
"dir" das Inhaltsverzeichnis
aufrufen. Mit dem eben verwendeten Befehl
"cd" können wir also von Verzeichnis
zu Verzeichnis hangeln. Im Moment befinden wir
uns in C:\windows\system wie
kommen wir nun aber wieder zurück in das
Verzeichnis c:\windows. In diesem
Fall setzen wir hinter den Befehl "cd"
einfach zwei Punkte. Also "cd.."
C:\>windows\system cd..
Sogleich sind wie wieder im Verzeichnis
C:\windows Der Befehl "cd.." bringt uns
immer eine Verzeichnis-Ebene zurück. Wenn Du nun
noch einmal den Befehl cd..
verwendest, gelangen wir in das Hauptverzeichnis
von c:\ Gebe also ein:
c:\>windows cd..
Die Eingabeaufforderung sieht nun so aus:
c:\>
Mal eine kleine Übungsaufgabe. Wechsle in das
Verzeichnis windows\system und
rufe dort das Inhaltsverzeichnis mit einer
seitenweisen Darstellung auf. Anschl.
gehe wieder zurück in das Hauptverzeichnis des
Laufwerkes C: Die Lösung folgt
weiter unten.
Nicht schummeln!
Na!
Lösung:
Du gibst ein:
C:\> cd windows
und anschließend
C:\>windows cd system
Nun bist Du im Verzeichnis system, das ein
Unterverzeichnis von windows ist.
Deine Eingabeaufforderung sollte nun so aussehen:
c:\>windows\system
Das Inhaltsverzeichnis rufst Du seitenweise mir
dem Befehl dir/p auf also:
c:\>windows\system dir/p
Zurück ins Verzeichnis C: gelangst Du durch die
Eingabe von "cd.." also
c:\>windows\system cd..
und nochmal cd..
c:\>windows cd..
Nun ist es ja schon ein bisschen umständlich,
wenn man so von Verzeichnis zu
Verzeichnis hoppelt und die jeweiligen Befehle
andauernd eingeben muss. Wir
können uns in der Tat ein wenig Tipparbeit
sparen.
Wenn wir z.B. in das Verzeichnis
C:\windows\system wollen, so können wir auch
den kompletten Pfad an einem Stück eingeben.
Also:
C:\> cd windows\system
Wenn wir um eine Verzeichnis-Ebene zurück
möchten, geben wir wieder cd.. ein.
Wenn wir aber gleich wieder komplett zurück
möchten in das Hauptverzeichnis
von C: dann können wir auch den folgenden Befehl
cd\ verwenden:
C:\>windows\system cd\
Wir setzten also hinter cd einfach nur einen
Backslash (\) Fertig.
Bisher
waren wir nur auf Laufwerk C: zu Gange.
Natürlich können wir auch auf
ein anderes Laufwerk wechseln. Wie oben bereits
beschrieben, hat jedes Laufwerk
einen eigenen Buchstaben.
Die Bezeichnungen können sich verschieben wenn
Du mehrere Festplatten in
Deinem PC eingebaut hast, bzw. wenn eine
Festplatte in mehrere Partitionen
aufgeteilt ist. Die genannten Bezeichnungen sind
jedoch die Standard-Bezeichnungen.
Jetzt wechseln wir also mal auf das
Disketten-Laufwerk. Zuvor solltest Du aber mal
eine Diskette einlegen, da es bei einem leeren
Disketten-Laufwerk zu einer
Fehlermeldung kommen würde. Diskette drin?
Das Disketten-Laufwerk hat den Buchstaben A: also
geben wir ein: a:
C:> a:
Die Eingabeaufforderung sieht nun so aus:
A:>
Wenn Du nun wissen möchtest, was auf der
Diskette drauf ist, dann rufe einfach
mal das Inhaltsverzeichnis auf. Du gibst also
ein:
A:> dir
Nun werden alle Verzeichnisse und Dateien
aufgelistet. Wenn die Diskette leer
sein sollte, dann wird nur der Name der Diskette
und der noch freie Speicherplatz
angezeigt. Auf A: können wir nun genau die
gleichen Befehle verwenden wie zuvor
auf Laufwerk C: Wechsle wieder zurück durch die
Eingabe von c:
Der Befehl edit ermöglicht uns
das Erstellen bzw. das Bearbeiten einer Datei.
Hinter dem Befehl müssen wir den Namen der Datei
angeben, die wir erstellen
oder bearbeiten möchten. Zunächst wollen wir
mal eine Datei erstellen.
Gebe also ein:
c:\> edit donald.txt
Es öffnet sich nun ein Editor, ähnlich dem
Programm Notepad das unter Windows
zu finden ist. Der Editor öffnet die Datei und
Du kannst nun etwas hineinschreiben.
Schreibe einfach mal Deinen Namen und Deine
Adresse hinein und speichere die
Datei anschließend, indem Du im Menü -Datei-
den Eintrag -speichern- auswählst.
Anschl. verlässt Du den Editor in dem Du wieder
im Menü -Datei- den Eintrag
-beenden- wählst. Und schwupps, hast Du Deine
erste eigene Datei mit dem Namen
donald.txt unter DOS erstellt!
Wir haben den Befehl edit vom Hauptverzeichnis
auf C: aufgerufen und daher wurde
die Datei auch in das aktuelle Verzeichnis
abgespeichert. Um nun zu testen, ob die
Datei auch wirklich gespeichert wurde, rufst Du
einfach mal das Inhaltsverzeichnis
von c: auf. Verwende auch den Parameter
"/p" für die seitenweise Ausgabe.
Also gibst Du ein:
c:\> dir /p
Nun musst Du ein bisschen suchen, wirst aber
irgendwo versteckt Deine Datei
donald.txt finden. Hinter dem Dateinamen ist
zusätzlich noch angegeben wir groß
sie ist (in Bytes) und wann sie erstellt wurde.
Wenn Du nun die Datei erneut
bearbeiten möchtest, z.B. weil Du noch Deine
Telefonnummer hinzufügen
möchtest, gibst Du einfach wieder ein:
c:\> edit donald.txt
Es öffnet sich wieder der Editor und zeigt
diesmal kein leeres Blatt wie zuvor,
sondern den Inhalt der Datei an. In diesem Fall
also Deinen Namen und die
Adresse. Nachdem Du Deine Telefonnummer
hinzugefügt hast, die Datei wieder
abspeichern.
Zwei wichtige Systemdateien die man von Zeit zu
Zeit evtl. mal von Hand bearbeiten
muss, sind die Dateien config.sys und
autoexec.bat. In diesen Dateien sind
Informationen vorhanden, die Windows beim Start
verarbeitet. U.a. z.B. welcher
Tastaturtreiber geladen werden soll (deutsche
oder englische Tastaturbelegung).
Normalerweise fügt Windows diese Informationen
selbst in die Dateien ein. Falls es
aber doch mal notwendig sein sollte, dass Du
selbst Änderungen in diesen Dateien
vornehmen musst, kannst Du sie mit dem Befehl
edit öffnen und bearbeiten.
Gebe also mal den folgenden Befehl ein:
c:\> edit config.sys
Es öffnet sich wieder der Editor und zeigt den
Inhalt der Datei an. Verändere aber
bitte nichts an der Datei!! Anschauen ja,
anfassen nein! ? Verlasse nun den Editor
wieder über das Menü -Datei- und den Eintrag
-beenden-
Wechsel
zunächst wieder das Laufwerk durch die Eingabe
von c:
Wenn man eine bestimmte Datei suchen möchte,
nutzen wir wieder den Befehl dir.
Diesmal setzten wir aber hinter den Befehl den
Dateinamen der gesuchten Datei.
Hierbei können wir auch das Sternchen (*) als
Joker-Zeichen einsetzen. Möchten
wir z.B. alle Dateien mit der Dateiendung .txt
(Textdateien) aufgelistet bekommen,
so geben wir ein:
C:\> dir *.txt
Wichtig hierbei ist aber, wir erhalten als
Ergebnis nur die Dateien aufgelistet,
die sich in dem Verzeichnis befinden, in dem wir
auch gerade sind. Im obigen
Beispiel würden also nur die Textdateien
aufgelistet, die sich im Hauptverzeichnis
auf C: befinden! Darunter auch unsere zuvor
erstellte Datei donald.txt
Um die Suche auf alle weiteren Unterverzeichnisse
zu erweitern, gibt man hinter
dem Dateinamen den Parameter /s mit ein.
C:\> dir *.txt /s
Aber auch hier werden nur die Dateien
aufgelistet, die sich auf der Festplatte
(Laufwerk C:) befinden. Die übrigen Laufwerke
(A: und D:) werden bei der Suche
nicht mit eingeschlossen. Um z.B. auf Laufwerk A:
(der Diskette) zu suchen müssten
wir zunächst wieder das Laufwerk durch Eingabe
von a: wechseln.
Beim
Umbenennen von Dateien sollte man immer
vorsichtig sein! Ändere den
Namen einer Datei nur dann, wenn Du wirklich zu
100% sicher bist, dass diese
Datei entweder von Dir selbst erstellt wurde oder
sie von keinem anderen
Programm benötigt wird. Würden wir z.B. die
wichtige Systemdatei config.sys
umbenennen, so würde Windows uns mächtig Ärger
machen, weil Windows
diese Datei braucht aber durch den neuen Namen
nicht mehr finden würde.
Sagen wir mal Du möchtest den Namen unserer
Datei donald.txt ändern in
adresse.txt Normalerweise würdest Du zum
Umbenennen der Datei natürlich
nicht extra ins DOS gehen. Das geht in Windows ja
viel einfacher. Aber es soll
ja auch nur ein Beispiel sein. Zum Ändern des
Namens nutzen wir den Befehl
ren (rename = umbenennen) Als geben wir ein:
c:\> ren donald.txt adresse.txt
Zuerst also den alten Namen und gleich dahinter
den neuen Namen. Ab sofort
heißt unsere Datei also adresse.txt Dabei
müssen wir uns natürlich in dem
Verzeichnis befinden, in dem auch die
umzubenennende Datei ist.
War doch einfach, oder ;-)
Aber donald war doch schöner also ändern wir
den Namen gleich wieder!
Angenommen
wir möchten die Datei donald.txt von der
Festplatte auf Diskette
kopieren. Die Datei befindet sich im
Hauptverzeichnis von C: Zum Kopieren von
einzelnen Dateien verwenden wir den Befehl copy
C:\> copy donald.txt a:
Hinter dem Befehl copy geben wir den Namen der zu
kopierenden Datei an und
dahinter geben wir an wohin die Datei kopiert
werden soll. In diesem Fall a: weil
wir ja auf die Diskette kopieren möchten. Auch
hier können wir wieder mit dem
Joker-Zeichen (*) arbeiten. Würden wir z.B.
eingeben:
C:\> copy donald.* a:
so würden alle Dateien die den Namen donald
tragen und sich im Hauptverzeichnis
von C. befinden nach a: kopiert werden. Egal
welche Dateiendung sie haben. Würde
man hingegen eingeben:
C:\> copy *.txt
so würden alle Dateien mit der Endung .txt aus
dem Hauptverzeichnis auf Diskette
kopiert. Möchten wir eine Datei kopieren die
sich in einem anderen Verzeichnis
befindet, müssen wir nicht extra in dieses
Verzeichnis wechseln. Wir geben dann
dem Befehl copy die genaue Position an, an der
sich die gewünschte Datei befindet
und dahinter den genauen Pfad wohin die Datei
kopiert werden soll.
Nehmen wir an die Datei donald.txt befindet sich
auf C: im Verzeichnis
windows/dateien und soll nach a: kopiert werden
ins das Verzeichnis dateien/briefe
So geben wir ein:
Das Verzeichnis dateien\briefe muss allerdings
schon auf der Diskette vorhanden
sein. Ist das nicht der Fall wird die Datei
einfach nur in das Hauptverzeichnis von
a: kopiert.
Das Gleiche funktioniert natürlich auch anders
herum, also von Diskette
auf Festplatte.
Wenn
das gewünschte Zielverzeichnis nicht vorhanden
ist, müssen wir es zuvor
evtl. erstellen. Das geschieht mit dem Befehl md
(make directory = erstelle ein
Verzeichnis) Die Eingabe von z.B.:
C:\> md strolch
erstellt ein Verzeichnis mit dem Namen strolch
auf der Festplatte c:
Rufst Du nun das Inhaltsverzeichnis mir dem
Befehl dir /p auf, so findest Du
dort auch das soeben erstelle Verzeichnis
strolch.
Jetzt wechseln wir mal in das Verzeichnis um zu
sehen was sich darin befindet.
Weißt Du noch wie das geht? Genau, mit dem
Befehl cd Du gibst also ein:
c:\> cd strolch
Die Eingabeaufforderung sieht nun so aus:
c:\> strolch
Der Beweis dafür das wir nun im Verzeichnis
strolch sind. Wenn Du nun das
Inhaltsverzeichnis durch den Befehl dir aufrufst,
wirst Du sehen, dass im
Verzeichnis keine Datei vorhanden ist. Das wollen
wir sogleich ändern und
kopieren unsere Datei donald.txt in das
Verzeichnis strolch. Hierzu geben wir ein:
c:\>strolch copy c:\donald.txt
a:\strolch
Da wir uns gerade nicht im gleichen Verzeichnis
befinden wie die Datei donald.txt
müssen wir DOS mitteilen wo genau sich die Datei
befindet und natürlich auch
wo genau die Datei hin kopiert werden soll. Daher
haben wir hinter dem Befehl
copy den Pfad zur Datei donald.txt angegeben
(c:\donald.txt) und dahinter das
genaue Ziel. (a:\strolch)
In
den meisten Fällen müssen wir nicht extra ein
Verzeichnis selbst erstellen.
DOS bietet nämlich auch die Möglichkeit
Verzeichnisse mit allen darin enthaltenen
Dateien zu kopieren. Den Befehl xcopy
C:\> xcopy c:\katze a:
kopiert das Verzeichnis katze mit allen darin
enthaltenen Dateien von c: nach a:
Allerdings werden die Unterverzeichnisse hierbei
nicht mit kopiert! Möchten wir
auch, dass alle Unterverzeichnisse von katze
inkl. aller darin enthaltenen Dateien
kopiert werden, setzen wir am Ende des Befehls
einfach den Parameter /s Also:
C:\> xcopy c:\katze a: /s
kopiert das komplette Verzeichnis katze inkl.
aller Unterverzeichnisse und der darin
enthaltenen Dateien nach a:
Na da wollen wir doch gleich mal sehen ob das
auch wirklich klappt. Wir kopieren
mal unsere Verzeichnis strolch mir der darin
enthaltenen Datei donald.txt auf
Diskette. Da unser Verzeichnis kein
Unterverzeichnis besitzt, können wir den
Parameter "/s" weglassen. Lege also mal
bitte eine leere Diskette in Dein
Diskettenlaufwerk ein. Diskette drin? Dann gebe
ein:
c:\> xcopy c:\strolch a:
Da wir ja misstrauisch sind, wollen wir das
natürlich sogleich überprüfen und
wechseln das Laufwerk durch die Eingabe von a:
Nun sind wir auf der Diskette
und rufen das Inhaltsverzeichnis mit dir auf. Und
tatsächlich, das Verzeichnis
strolch wird aufgelistet. So ganz überzeugt sind
wir aber noch nicht und deshalb
springen wir in das Verzeichnis um zu schauen ob
auch wirklich unsere Datei
donald.txt darin ist. Also geben wir ein:
a:\> cd strolch
und anschließend
a:\> strolch dir
Ok, dann glauben wir es eben. Die Datei
donald.txt ist tatsächlich auch da. ;-)
Das
ist zur Abwechslung mal wirklich einfach!
Möchtest Du eine 1:1 Kopie einer
Diskette anfertigen, so gibst Du einfach ein:
diskcopy a: a:
Hierbei wird zunächst die Quelldiskette komplett
eingelesen. Ist das geschehen,
wirst Du aufgefordert die Diskette zu wechseln
und die Zieldiskette einzulegen.
Fertig!
Zum
Löschen von Verzeichnissen, inkl. aller
Unterverzeichnisse und aller sich
darin befindlichen Dateien, verwenden wir den
Befehl deltree. Hätten wir z.B.
das Verzeichnis PC-KURS auf unserer Festplatte
und wollten dies nun komplett
löschen, so geben wir ein:
c:\> deltree strolch
Danach erfolgt noch eine Sicherheitsabfrage ob Du
wirklich im Vollbesitz Deiner
geistigen Kräfte bist und tatsächlich
unwiderruflich das Verzeichnis samt aller
Unterverzeichnisse löschen möchtest. Willst Du
dies wirklich tun, so bestätige
mit der Taste "j" für Ja!
Die
Datei donald.txt gibt es mittlerweile 3 mal! Wir
haben vorhin die Datei im
Hauptverzeichnis von c: erstellt. Anschl. haben
wir sie in das Verzeichnis strolch
kopiert. Die Betonung liegt auf kopiert! Die
Datei ist noch immer auf c: vorhanden
und zusätzlich als Kopie in unserem Verzeichnis
strolch. Von dort aus haben wir
eine Kopie des ganzen Verzeichnisses auf Diskette
erstellt. Donald treibt als nun
sein Unwesen
1. Im Hauptverzeichnis von C:
2. Im Verzeichnis strolch (c:\strolch)
3. und auf der Diskette ebenfalls im Verzeichnis
strolch (a:\strolch)
Wir hätten vorhin statt:
c:\> copy donald.txt c:\strolch
Auch den Befehl move verwenden können. (move =
bewegen/verschieben)
Unter Windows ist der Befehl vergleichbar mit dem
Befehl "Ausschneiden"
D.h. hierbei wird eine Datei nur verschoben, es
bleibt keine Kopie zurück!
Beispiele hierzu:
c:\> move *.* a:
Alle Dateien aus dem aktuellen Verzeichnis werden
auf das Laufwerk a: verschoben.
c:\> move *.txt c:\temp
Alle Dateien mit der Dateiendung .txt werden in
das Verzeichnis temp verschoben.
c:\> move donald.txt a:\strolch
Die Datei donald.txt wird vom Hauptverzeichnis
auf Laufwerk a: in das Verzeichnis
strolch verschoben.
Falls
es denn einmal zwingend erforderlich sein sollte,
die Festplatte zu formatieren,
verwenden wir hierfür den Befehl format.
Dahinter muss das Laufwerk angegeben
werde das formatiert werden soll. Also:
c:\> format c:
Durch das Formatieren der Festplatte werden ALLE
Daten von der Festplatte
unwiderruflich gelöscht!! Auch hier wirst Du
noch einmal gefragt ob Du die Aktion
wirklich durchführen möchtest. Wenn Du mit
"j" für Ja bestätigst, gibt es kein
Zurück mehr! Also Vorsicht!
Glückwunsch! Du hast nun die wichtigsten Befehle
unter DOS kennen gelernt.
Damit lässt sich schon eine ganze Menge
anfangen. Du kannst nun unter DOS
Verzeichnisse wechseln, auf andere Laufwerke
wechseln, Dateien und Verzeichnisse
erstellen, verschieben, umbenennen und auch
löschen. Natürlich gibt es noch eine
ganze Reihe von weiteren DOS-Befehlen. Für den
Anfang reicht es aber aus, die
eben vorgestellten Befehle zu kennen und anwenden
zu können. Im folgenden
Artikel habe ich nochmals einige Befehle
aufgeführt, mit ihrer jeweiligen Syntax
und teilweise einem kurzen Beispiel. Darunter
auch der eine oder andere Befehl
den wir nicht besprochen haben.
Ach ja, nun wirst Du sicher gerne wieder zurück
zu Windows wollen.
Der Befehl hierfür lautet exit