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Computerkurs - Die ersten Schritte



Computerkurs

[Inhaltsverzeichnis]




12.0 Die ersten Schritte

12.01 Einleitung
12.02
Windows starten und am System anmelden.
12.03
Der Desktop
12.04
Mit der Maus arbeiten
12.05
Das Startmenü
12.06
Programme starten und beenden.
12.07
Mit Fenstern arbeiten
12.08
Menüs kennenlernen
12.09
Windows beenden und herunterfahren.


 

12.01 Einleitung

Auf den meisten neu gekauften Rechnern ist bereits Windows vorinstalliert.
Aktuell ist das Windows XP. Aber was ist Windows XP eigentlich?
Windows ist ein Betriebsystem. Das Betriebsystem läuft permanet im
Hintergrund und steuert das Zusammenspiel zwischen der Hardware und dem
Computer. Es stellt die Verbindung zwischen der Programmen, also der Software
und der einzelnen Hardwarekomponenten her.

Startest Du z.B. eine Programm, stellt Windows dieser Anwendung Arbeitsspeicher
und Rechenzeit zur Verfügung. Möchtest Du ein Dokument ausdrucken, liefert das
Betriebsystem die Daten an den Drucker und gibt ihm den Befehl zum Druck.
Beendest Du ein Programm, gibt Windows die reservierten Ressourcen wieder frei.
Das Betriebsystem steuert und überwacht also alle Vorgänge auf Deinem PC.
Auf den meisten PCs wird zwar Windows als Betriebsystem eingesetzt, es gibt
aber durchaus auch Alternativen wie z.B. Linux.

Windows ist ein so genanntes grafisch orientiertes Betriebsystem. Es besteht aus
aus vielen einzelnen Objekten die in Form von Symbolen und Menüs dargestellt
werden. Bedient wird Windows fast auschliesslich mit der Maus. Zwar lässt sich
Windows auch komplett mit der Tastatur steuern, aber das ist doch sehr kompliziert
und umständlich.

Das alte MS-DOS das heute keine nennenswerte Rolle mehr spielt, war im Gegensatz
zu Windows ein zeichenorientiertes Betriebsystem. Unter DOS gab es keine Symbole
und Maussteurung. Befehle mussten hier über die Tastatur eingebeben werden.



12.02 Windows starten und am System anmelden.

Durch das Einschalten des Rechners wird Windows XP, also unser Betriebsystem,
automatisch gestartet. Während das Windows XP Logo auf dem Bildschirm zu
sehen ist, werden wichtige Systemdateien, Dienste und Treiber geladen die
später für den reibungslosen Betrieb notwendig sind. Diesen Vorgang der
Startphase nennt man auch booten oder einfach hochfahren.

An dieser Stelle kann es mitunter schon das erste kleine Problem geben. ;-)
Normalerweise wird beim Start des Rechners zuerst das Diskettenlaufwerk
abgefragt. Befindet sich im Laufwerk eine Diskette, wird versucht das Betriebsystem
von dieser Diskette zu starten. Da Windows aber nicht auf einer Diskette sondern
stets auf der Festplatte installiert wird, kann zur folgenden Fehlermeldung kommen.

Non-System disk or disk error
Replace and strike any key when ready

oder auf Deutsch:

Ungueltiges System
Datentrager wechseln und Taste druecken

In diesem Fall nehme einfach die Diskette aus dem Laufwerk und drücke eine
beliebige Taste.

Sollte keine Diskette im Laufwerk liegen, wird Windows direkt von der Festplatte
gestartet und die Fehlermeldung bleibt in diesem Fall natürlich aus. ;-)

Ist Windows nun geladen, wird Dir eine Willkommensseite und ein Anmeldedialog
angezeigt. An dieser Stelle musst Du Dich am System anmelden, indem Du Deinen
Benutzernamen und das passende Kennwort eingibst. .


Nach der Eingabe der korrekten Zugangsdaten, lädt Windows Dein Benutzerprofil
und Du kannst mit der Arbeit unter Windows beginnen. Sollte auf Deinem PC nur ein
einzelner Benutzer angelegt sein, lässt sich der Anmeldevorgang auch deaktivieren.

Ist auf Deinem Computer nur ein Benutzer ohne Kennwort angelegt, entfällt die
Willkomenseite. Solltest Du das falsche Kennwort eingeben, wird ein Dialog
eingeblendet indem Du aufgefordert wirst das Kennwort erneut, unter Beachtung
der Groß- und Kleinschreibung einzugeben.

Ist Dein Rechner ein Teil eines Netzwerkes (Domaine) wird nicht die Willkomenseite
angezeigt, sondern nur ein einfacher Netzwerk-Anmeldedialog.




12.03 Der Desktop

Ist die Anmeldung am System geschafft, wird die Arbeitsoberfläche, der Desktop
angezeigt. (Desktop ist die englische Bezeichnung für Schreibtisch) Auf der
Arbeitsoberfläche werden Programm-Fenster und Dialoge angezeigt.




Betrachten wir uns die einzelnen Objekte einmal etwas näher.
Unter Punkt
1 sehen wir einige Symbole. In unserem Beispiel sind das die Symbole
für den Arbeitsplatz, die Netzwerkumgebung, der Papierkorb und der Ordner
Eigene Dateien. Wenn Du Windows XP das erste mal startest, könnte bei Dir auch
nur das Symbol des Papierkorbes zu sehen sein. Dies ist abhängig von der Art
der Vorinstallation.

Vergrößern wir mal den unteren Bildausschnitt. Du musst Dir zu diesem Zeitpunkt
noch keine Gedanken darüber machen, wie man die einzelnen Objekt bedient.
Im Moment ist erstmal nur wichtig, dass Dir die Bezeichnungen geläufig werden.

(2) zeigt die Start Schaltfläche über die wir später das Startmenü öffnen können.
Über das Startmenü lassen sich alle installierten Programme öffnen und wichtige
Windows-Einstellungen vornehmen.

(3) Rechts daneben ist die Schnellstartleiste zu sehen. In diese Leiste können wir
bliebige Programmsymbole ablegen um sie später mit nur einem einzigen Mausklick
starten zu können.

(4) Die große blaue Fläche die fast bis zum rechten Bildrand geht, wird als
Taskleiste bezeichnet. Die Taskleiste enthält Schaltflächen für alle Ordner und
Anwendungen (Programme) die aktuell unter Windows geöffnet sind.

(5) Ganz auf der rechten Seite befindet sich die Systray oder auch Infoleiste
In dieser Infoleiste wird die aktuelle Uhrzeit angezeigt sowie Symbole von Anwendungen
die unter Windows gestartet wurden und nicht sichtbar im Hintergrund laufen. Des Weiteren
werde hier verschiedene Sybole angezeigt die Auskunft über den aktuellen Programmstatus
geben, Wird z.B. ein Dokument ausgedruckt, erscheint hier kurzeitig ein Druckersymbol.

Bei einem neu installieten System ist an dieser Stelle zunächst nichts zu sehen. Um
aber verdeutlichen zu können wie so eine Infoleiste aussehen kann, habe ich hier eine
Bildschirmkopie (Screenshot) meines eigenen Systems eingefügt.

Das Hintergrundbild, die Wiese mit bewölkten Himmel wird standardmäßig angezeigt.
Du kannst stattdessen aber auch ein beliebiges Hintergrund setzen. Wie das funktioniert
ist im Kapitel
50.0 Windows individuell gestalten und anpassen beschrieben.



12.04 Arbeiten mit der Maus.

Um mit Windows vernünftig arbeiten zu können, benötigt man ein Zeigegerät.
Windows läßt sich zwar auch alleine mit der Tastatur steuern, viel einfacher und
bequemer geht es aber mit der
Maus.

In der Grafik oben ist eine Maus mit Rädchen zwischen der linken und der
rechten Maustaste dargestellt. Dieses Rädchen muss die Maus nicht unbedingt
haben, die meisten Modelle sind jedoch mit einem solchen Rädchen ausgestattet.
Mit dem Rädchen kann man z.B. in Word oder im Internet Explorer die Seite nach
oben und unten bewegen. (scrollen)


Der Umgang mit der Maus erfordert zunächst ein wenig Übung. Wer noch nie zuvor
mit einer Maus gearbeitet hat, wird zu Anfang sicher noch ein bisschen Probleme
haben die Maus sicher zu führen, aber das gibt sich sehr schnell. Also nicht verzagen
wenn anfangs nicht jede Aktion mit der Maus gleich auf Anhieb klappen sollte. :-)

Die Maus benötigen wir um Programme zu starten, zu beenden, Fenster zu öffnen,
zu maximieren, minimieren und wieder schließen, um Menüs zu öffnen und gewünschte
Einträge zu wählen und, und. und. Nahezu jede Aktion unter Windows kann mit der Maus
ausgeführt werden. Schauen wir uns mal an, was wir mit der Maus so alles machen können.

Zeigen.
Führen wir die Maus z.B. auf ein Symbol das auf dem Desktop liegt, so
zeigen wir mit
Mauszeiger darauf. Bewegen wir die Maus dann nicht mehr und drücken auch keine
Taste, so erscheint bei manchen Symbolen nach kurzer Zeit eine Kurzbeschreibung
mit Hinweisen. Diesen Hinweis nennt man auch Infobox.

Infobox (kleines Hinweisfenster)


Klicken.
Um in einem Menü einen Eintrag auszuwählen oder z.B. im Arbeitsplatz eine Datei
zu
markieren, klickt man mit der linken Maustaste einmal auf das Objekt.


Zum Üben klicke mal ein beliebiges Symbol auf Deinem Destop an.

Beispiel:
Das Symbol einer normalen Textdatei.
So sieht das Symbol aus, wenn Du noch nicht
darauf geklickt hast,


Und so sieht das gleiche Symbol aus, wenn
Du es einmal mit der linken Maustaste angeklickt
hast. Es ist nun blau unterlegt und damit markiert.



Rechtsklick
Das Klicken mit der rechten Maustaste öffnet in den meisten Fällen das so
genannte
Kontextmenü.

Klicke mal auf Deinem Desktop mit der rechten Maustaste einmal auf die
START Schaltfläche.



Es öffnet sich ein kleines Fenster, das
Kontextmenü. Würdest Du hier nun z.B. den
Explorer starten wollen, führst Du den Mauszeiger auf den Eintrag
Explorer und
klickst einmal mit links darauf.

Mit dem Rechtsklick hast Du das Kontextmenü geöffnet und mit einem normalen
klick (links) kannst Du dann Deine Auswahl treffen.


Doppelklick
Und noch eine Klickvariante. Der Doppelklick. Hierbei klickst Du ein Symbol
mit der linken Maustase zweimal kurz hintereinander an.


In den meisten Fällen kommt der Doppelklick zum Einsatz wenn man eine Datei
öffnen, oder ein Programm, starten möchte. Öffne z.B. mal Deinen Papierkorb indem
Du auf Deinem Desktop (Arbeitsoberfläche) einen Doppelklick auf das Symbol
des Papierkorbes durchführst.


Ziehen und Ablegen. (Drag & Drop)
Zum schnellen verschieben oder Kopieren von Objekten verwendet man die
Drag & Drop Technik. Um z.B. eine Datei in den Papierkorb zu legen, klickst
Du das Symbol dieser Datei einmal mit der linken Maustaste an, hälst die Tase
weiterhin gedrückt und verschiebst das Symbol auf den Papierkorb. Dort an-
gekommen lässt Du die linke Maustaste wieder los.

Die Textdatei wird im Drag & Drop Verfahren auf den Papierkorb gezogen.


Verschiebe mal das Symbol des Internet Explorers auf Deiner Arbeitsoberfläche
(Desktop) auf eine neue, beliebige Position. (Aber nicht auf den Papierkorb ;-) )

Verschieben eines Symboles per Drag & Drop..

Wenn Du das Symbol einmal mit der linken Maustaste anklickst und es mit
weiterhing gedrückter Taste verschiebst, wird es in dieser Zeit etwas blasser
dargestellt. Hast Du eine passende Position gefunden, lässt Du die Taste
wieder los und das Symbol wird dan dieser Stelle neu angezeigt.


Sicher ist Dir auch schon aufgefallen, dass sich der Mauszeiger in seiner Form
manchmal verändert. Überlicherweise besteht der Mauszeiger aus einem Pfeil
Fährst Du mit dem Zeiger z.B. auf einer Internetseite auf einen Link, wird aus dem
Pfeil eine Hand.

Die Hand zeigt Dir an, hier ist ein Verweis, hier kannst Du drauf klicken. ;-)
Manchmal wird neben dem Pfeil auch noch eine Sanduhr angezeigt. Dies
Bedeutet, dass der Rechner gerade beschäftig ist. Wird nur die Sanduhr
ohne Pfeil angezeigt, ist der PC gerade mit einer Aktion voll ausgelastet.



Hier geht es weiter zu Teil 2




 

(c) Jörg Hähnle - Stuttgart