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Computerkurs - Gefahren im Internet



Computerkurs


[Inhaltsverzeichnis]

 


 

130.0 Gefahren im Internet

130.01 Einleitung
130.02 Von Dialern, Viren und Trojanern.
130.03 Internet Explorer sicher konfigurieren
130.04 Outlook Express sicher konfigurieren.
130.05 Das Windows Update
130.06 Windows absichern.
130.07 Wichtige Verhaltensregeln.
130.08 Weiterführende Links.

 

 

130.01 Einleitung


Das Internet ist in den letzen Jahren enorm gewachsen. Immer mehr heimische Rechner
verfügen heute über einen Internetzugang und eMails sind längst eine Selbstverständlichkeit
geworden. Bankgeschäfte über das Internet abwickeln oder Einkaufen im Netz, ohne lästige
Parkplatzsuche oder ungünstigen Ladenöffnungszeiten. Leider steigt aber auch die Zahl derer,
die das Internet als ideale Plattform für ihre betrügerischen und kriminellen Aktivitäten nutzen.

Es ist daher von entscheidender Wichtigkeit die Gefahren im Internet zu kennen. Nur dann hat
man eine Chance sich zu schützen und potentiellen Gefahrenquellen aus dem Weg zu gehen.

Schauen wir uns im folgenden Kapitel also mal an, was Viren, Würmer und Trojaner eigentlich
sind, wie sich sich verbreiten und welche Gefahren von ihnen ausgehen. Darüber hinaus nutzen
wird die Möglichkeiten Windows XP, das Mail-Programm Outlook Express, sowie den Internet
Explorer sicher zu konfigurieren. Auch wenn es wohl nie einen 100% Schutz geben wird, müssen
wir doch, oder gerade deshalb, alles versuchen um es den Angreifern so schwer wie  möglich
zu machen.

Hinweis!
Um Deinen Rechner sinnvoll gegen die Gefahren aus dem Netz schützen zu können, sollte
ein installiertes Service Pack 2 für Windows XP als Grundvoraussetzung angesehen werden!
Kernstück des Service Packs 2 ist zweifelsohne das neu hinzugekommene Sicherheitscenter.
Ausführliche Informationen zum Service Pack 2 findest Du direkt bei Microsoft unter der Adresse
http://www.microsoft.com/germany/windowsxp/sp2/anwender/default.mspx

Der einfachste und schnellste Weg das Service Pack 2 zu erhalten, ist der Download von der
Windows Update-Website unter http://www.windowsupdate.com Wie ein Windows-Update
durchgeführt wird, ist im Kapitel 130.05 Das Windows Update ausführlich beschrieben.

Du kannst das Service Pack 2 aber auch kostenlos bei Microsoft auf CD bestellen! Dies ist
vor allem dann Sinnvoll, wenn Du das SP2 gleich auf mehreren Rechnern installieren möchtest,
oder nur über eine langsame Internetverbindung verfügst. Das SP 2 ist rund 270 MB groß und das
kann mit einem 56K-Modem natürlich seine Zeit dauern. ;-) Die CD kannst Du unter folgendem Link
bestellen. http://www.microsoft.com/windowsxp/downloads/updates/sp2/cdorder/de/default.mspx

 

130.02 Von Dialern, Viren und Trojanern

Malware lautet der Oberbegriff für Viren, Dialer, Würmer und Trojanern. Alle diese Schädlinge
haben nur ein Ziel. Sie wollen Deinem System oder Dir selbst Schaden zuführen!

Was sind aber nun eigentlich Viren? Warum spricht man manchmal von Viren und dann wieder
von Würmern oder von Trojanischen Pferden? Gibt es Unterschiede? Wenn ja welche?

Viren
Ein Virus ist ein kleines Programm das in der Lage ist sich selbst zu vermehren, sobald
es gestartet wird. In den meisten Fällen verursacht ein Virus große Schäden auf dem
betroffenem System. Es gibt nun zahlreiche verschiedene Virus-Arten wie z.B. Programmviren,
Bootsektorviren, Bios-Viren, Makroviren, Script-Viren, Dateisystem-Viren,  Stealth-Viren,
Retroviren usw. Es ist nun für den Windows-Anwender nicht unbedingt von elementarer Bedeutung
die Unterschiede genau zu kennen, aber es hilft eben doch die Gefahr die von diesen Viren
ausgehen, besser einschätzen zu können. Daher möchte ich an dieser Stelle mal kurz auf die
wichtigsten Arten eingehen.

Programmvirus
Diese Virenart heftet sich unbemerkt an Programme aller Art an. Wird das Programm gestartet,
wird der Virus aktiv und beginnt mir seinem zerstörerischen Werk. Je nach Variante löscht er Dateien,
verändert Systemeinstellungen, bringt das System zum Absturz oder löscht sogar die komplette Festplatte!
Gerade kleine Spiele in vielen Büros als Pausenspielchen genützt werden, sind leider oft mit Viren
verseucht. Beispielsweise kursieren noch heute infizierte Varianten der Spiele Moorhuhn oder Schnee-
ballschlacht im Internet. Genau das ist der Grund, weshalb es in den meisten Betrieben heute nicht mehr
erlaubt ist, eigene Programme auf dem Arbeitsrechner zu installieren.

Bootsektorviren
Jedes Speichermedium wie z.B. eine Diskette oder eine Festplatte, verfügt über einen so genannten
Bootsektor. (Master-Boot-Record, kurz MBR) In diesem Sektor werden Informationen über die Festplatte gespeichert, als z.B. die Größe und die Anzahl der Partitionen. Zusätzlich befindet sich ein Ladeprogramm in diesem Bereich.  Diese Informationen werden gleich beim Systemstart eingelesen und verarbeitet.
Nistet sich nun genau hier ein Virus ein, wird dieser unmittelbar beim Systemstart bereits aktiviert. Noch
bevor das hoffentlich vorhandene Anti-Viren Schutzprogramm geladen wird. Diese Virenart wurde
sehr  oft über infizierte Disketten verarbeitet und galt lange Zeit als die am häufigsten vorkommende Art.

Dateisystem-Viren
Die FILE ALLOCATION TABLE ( FAT) ist eine Art Inhaltsverzeichnis für Datenträger. (Festplatte,
Disketten etc) In dieser Tabelle wird vermerkt, in welchem Sektor und Cluster auf der Festplatte
welche Datei gespeichert ist. Dateisystem-Viren manipulieren nun die FAT und maches es damit
dem Betriebsystem unmöglich, benötigte Programme oder Dateien zu laden.

Bios-Viren
Seitdem fast alle Bios-Versionen per Software aktualisiert werden können, haben auch Viren einen
Weg ins BIOS gefunden. Sie verändern dort Einstellungen oder machen das BIOS komplett unbrauchbar.
Das BIOS befindet sich als Chip auf dem Mainboard des Rechners. Wird es nun beschädigt, muss der
Chip ausgetauscht werden. Das kann besondern ärgerlich und teuer werden, wenn der Chip auf dem
Mainboard fest verlötet ist. In diesem Fall muss das komplette Mainboard getauscht werden!

Makroviren
Einige Programme wie z.B. Microsoft Word oder Excel, geben dem Anwender die Möglichkeit, immer
wiederkehrende Abläufe über Makros zu automatisieren. Diese Makros werden in VBA geschrieben.
(Visual Basic for Applications) da es vergleichsweise einfach ist per VBA einen schädlichen Code zu
schreiben, sind die Makroviren heute die am häufigsten auftretende Art.


Würmer
...sind eigenständige Programme die sich ausschließlich über Netzwerke verbreiten. Sie verursachen
auf den betroffenen System zunächst keine direkte Schäden. Werden sie aktiviert, suchen die sofort
das infizierte System nach verwertbaren Mail-Adressen ab. Meist führt hierbei der erste Weg in das
Adressbuch on Outlook Express oder Outlook. Heimlich und unbemerkt  für den Anwender verschickt
sich der Wurm selbst als Mail-Anhang an jede gefundene Adresse. Öffnet nun der Empfänger wieder
den Anhang, ist auch sein System infiziert und der Vorgang wiederholt sich. Das Prinzip ähnelt einem
Kettenbrief. Innerhalb kurzer Zeit macht der Wurm seine Runde und vermehrt sich in Massen.

Durch die Unmenge an unnötigen Mails die auf diese Weise generiert werden, sind viele Mail-Server
überlastet und brechen zusammen. Würmer werden durch Anhänge einer Mail verbreitet. Leider öffnen
sehr viele Anwender eMails auch dann, wenn ihnen der Absender unbekannt ist. Befindet sich dann ein
Anhang an der Mail und wird auch dieser unbedarft geöffnet, ist es passiert!

Trojaner
Bei trojanischen Pferden handelt es sich um kleine Programme, die sich in harmlos erscheinenden
Anwendungen verstrecken. Du lädst Dir als z.B. aus dem Internet ein Programm herunter. Das Programm
selbst ist vielleicht harmlos, aber das darin enthaltene trojanische Pferd  leider nicht. Trojaner spionieren
Dein System aus! Sie suchen nach Zugangsdaten für Deinen Internet-Provider, nach Passwörtern aller
Art, nach Kreditkartennummern und PINs und TANs für Dein Online-Banking. Sobald Du wieder eine
Verbindung ins Internet aufbaust, werde diese Daten an den Absender des Trojaners übermittelt. Du
kannst Dir leicht vorstellen was passieren kann, wenn ein Fremder sämtliche vertraulichen Daten zu
Deiner Bank hat. Mit Passwort, Benutzername, PIN und TAN, bewaffnet, ist das Konto ernsthaft in Gefahr!
Andere Varianten trojanischer Pferde öffnen Deinen PC nach Außen hin. Der Angreifer kann so die
vollständige Kontrolle über Deinen Rechner erlangen und wieder persönliche Daten ausspionieren.

Sicherheitsexperten raten bei einem Trojaner Befall oftmals, das komplette System zu formatieren und
Windows neu zu installieren. Ganz einfach deshalb, weil niemand mit Sicherheit sagen kann, welche Daten
bereits kompromittiert wurden  was genau der Angreifer bereits ausspioniert hat. Natürlich reicht die
Formatierung alleine noch nicht aus. Der Trojaner ist dann zwar entfernt, aber zusätzlich solltest Du alle
Passwörter und Zugangsdaten abändern! Wirklich alle!

Spyware
Als Spyware bezeichnet man Software, die ohne Wissen des PC-Benutzers und ohne dessen
ausdrückliche Zustimmung auf einem PC installiert wird und dort unerwünschte Aktionen ausführt.
Dabei können beispielsweise Surfgewohnheiten ausspioniert werden, Start- und Suchseiten des
Browsers verändert oder am laufenden Band lästige Werbefenster eingeblendet werden. Die  Werbefenster
(Popups) werden mitunter selbst dann angezeigt, wenn der Rechner gar nicht mir dem Internet verbunden
ist. Des Weiteren verlangsamt Spyware den Computer oftmals extrem oder ist sich sogar für scheinbar
unerklärliche Abstürze des Systems verantwortlich.

Leider gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie sich Spyware auf dem Computer einnisten kann.
In den meisten Fällen gelangt die Software über Internetseiten in das System, die so genannte Aktive Inhalte
verwenden.  Dabei handelt es sich um Skripte oder Programmteile, wie Java-Applets, JavaScript, VBScripte und
ActiveX-Controls, deren Funktionen für den Besucher der Seite nicht sichtbar sind. Ursprünglich zur besseren
Gestaltung gedacht, wird  diese Funktion heute leider häufig missbraucht.

Aber auch durch die Installation von eigentlich harmlos wirkender Free- und Shareware kann die unerwünschte
Spyware in den Rechner gelangen. Die Programme selbst erfüllen zwar dabei ihren ursprünglichen Zweck, installieren
aber heimlich Spionage-Funktionen mit. Selbst in kommerziellen Programmen können solche Spionage-Funktionen
versteckt sein!  Oft, aber leider eben nicht immer, werden diese lästigen Nebentätigkeiten in den Lizenz- und
Nutzungsbedingungen sogar ausdrücklich erwähnt und bei der Annahme der Bedingungen vom Anwender unbewusst
bestätigt und akzeptiert. Hand aufs Herz, wer macht sich schon die Mühe bei jeder Installation eines neuen Programms
die Lizenz- und Nutzungsbedingungen aufmerksam und komplett durchzulesen? Vor allem dann, wenn die Texte nicht
in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Natürlich steht in den Bedingungen auch nicht im Klartext, dass der
Anwender ab sofort fleißig ausspioniert wird. Die Klauseln sind in der Regel gut versteckt und werden geschickt
umschrieben. So könnte beispielsweise die Rede sein von einer automatischen Kommunikationsfunktion oder von der
Mithilfe der weiteren Entwicklung durch den Anwender.

Weiter Informationen zum Thema Spyware findest Du in unsere FAQ_Datenbank unter folgendem Link.
http://www.paules-pc-forum.de/ppf2/viewtopic.php?t=625

Merke!

- Öffne niemals eMails von Dir unbekannten Absendern! Schon gleich gar nicht die Anhänge dieser Mails!
- Lade Dir niemals Programme aus unseriösen Quellen auf Deinen PC!
 

Spammer
Lästige Werbemails die in Massen unsere elektronischen Briefkästen verstopfen, sind uns alle
aus leidvoller Erfahrung bekannt. Spammer beziehen entweder über dunkle Kanäle eMail-Adressen,
oder setzen spezielle Software ein, die das Netz nach verwertbaren Mail-Adressen durchsucht.
Einige Programme generieren auch eMail-Adressen nach dem Zufallsprinzip. Das mühevolle
Aussortieren von Spam ist nicht nur lästig, es kostet viel Zeit und damit auch bares Geld.
Treffe geeignete Schutzmaßnahmen! Verwende in öffentlichen Bereichen wie Gästebüchern,
Newsgroups und Foren, ausschließlich speziell hierfür angelegte Adressen. Verwende hier
niemals Deine private eMail-Adresse. Solltest Du dennoch Werbemails erhalten, installiere Dir
einen so genannten Spamkiller. Ein seht gutes und zudem kostenloses Programm dieser Art,
ist z.B. das Tool SpamPal. http://www.spampal.de/anleitung/index-2.html

Phising
Ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Begriffen password und fishing. Zu Deutsch "nach
Passwörtern angeln"


Hierbei wird eine Internetseite oder eine eMail täuschend echt imitiert, um dem Anwender persönliche Daten wie z.B. Passwörter zu entlocken. Die Absender dieser gefälschten eMails gaukeln dem Empfänger z.B. vor, er müsse aus technischen Gründen seine Onlinebankingdaten auf der Seite eintragen, um seinen Account erneut freizuschalten. Wer nun im guten Glauben seine Daten preisgibt, beschert dem Angler fette Beute.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat auf seiner Seite "BSI für Bürger" einige nützliche Tipps zu diesem Thema zusammen getragen. Zu erreichen ist die Seite unter http://www.bsi-fuer-buerger.de/abzocker/05_08.htm
 

Dialer
Dialer beenden die aktuelle Internetverbindung und bauen, meist unbemerkt vom Anwender, teuer
Verbindungen zu 0190 und 0900er Rufnummern auf.  Diese Programme fängt man sich meist auf
unseriösen Seiten ein. (darunter Porno-Seiten und Seiten auf denen illegale Software angeboten wird)
Sie werden unbemerkt herunter geladen und sogleich installiert. Das böse Erwachen kommt dann mit
der nächsten Telefonrechnung.

Hoaxes
Sind Falschmeldungen über angeblich neue, brandgefährliche Viren. Die Meldung selbst ist
harmlos, allerdings gibt es Varianten, die den Empfänger auffordern auf seinem System nach
einer bestimmten, angeblich infizierten Datei zu suchen und falls vorhanden diese Datei umgehend
zu löschen. Die in der Falschmeldung genannte Datei wird jeder auf seinem Rechner finden, da
es sich hierbei um eine vollkommen harmlose Windows Systemdatei handelt! Wer nun im guten
Glauben diese Datei löscht, riskiert schwere Systemfehler und Abstürze.

Diese Mails sind alle nach dem gleichen Muster aufgebaut. Immer heißt es dort, es sein neuer,
sehr gefährlicher Virus aufgetaucht der noch von keinem Antiviren-Programm erkannt werden könnte.
Dabei wird niemals ein konkretes Datum genannt, sondern pauschale Angaben wie "seit letzen Freitag"
oder "seit letzter Woche..." wäre der Virus unterwegs. Damit es noch glaubhafter klingt, werden die
Namen großer und bekannter IT-Firmen genannt. Dort heißt es dann beispielsweise, "IBM und Microsoft
melden einen neuen Virus..." Am Ende folgt stets die Aufforderung, diese Meldung an alle Freunde,
Bekannte und Arbeitskollegen sofort weiterzuleiten.  Da tatsächlich sehr viele Anwender diese eMail
weiter schicken, haben die Falschmeldungen einen sehr hohen Verbreitungsgrad.

Immer wenn Du eine Virenwarnung erhältst, die die  genannten Erkennungsmerkmale aufweist, schaue
zunächst auf der Seite  http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml nach, ob es sich bei der
Meldung nicht vielleicht nur wieder um einen Hoax handelt. Sollte das der Fall sein, lösche die Mail
und informiere den Absender.  
 

Die Installation geeigneter Schutzsoftware

Die einfachste Möglichkeit sich gehen teure Dialer zu schützen, ist die Sperrung aller 0190 und 0900er
Rufnummern bei Deinem Telefonanbieter. Diese Nummern können dann nicht mehr von Deinem
Anschluss aus angerufen werden. Möchtest Du diese Rufnummern nicht sperren lassen, solltest Du
Dir eine geeignete Schutzsoftware installieren! 
Wichtig! Ein Anti-Viren-Programm schützt Dich
hierbei nicht ausreichend!
Diese sind spezialisiert auf die Erkennung und Entfernung von Viren,
nicht aber von Dialern! Gegen Dialer benötigst Du eine separate Software wie z.B. das sehr zu
empfehlende Programm 0190-Warnern. Dieses Programm ist kostenlos und kann von der folgenden
Seite bezogen werden.
www.wt-rate.com/freeware1.htm

Bei allen Rechner die einen Zugang zum Internet haben, sollte die Installation einer Anti-Viren-Software
als dringend notwendige Pflicht angesehen werden. Nur dann hat man die Chance, Viren überhaupt zu
erkennen und zu beseitigen. Es gibt eine ganze Reihe Hersteller von solcher Schutzsoftware. Einige
bieten ihre Programme sogar kostenlos an! Unter der Adresse www.free-av.de findet man zum Beispiel
das Programm AntiVir zum kostenlosen Download. Viele weitere Hersteller und Bezugsadressen sind
im Kapitel Weiterführende Links. aufgeführt. 

Wichtig ist, dass Du Dein Anti-Viren-Programm immer auf dem neusten Stand hältst! Führe daher
in regelmäßigen Abständen Updates durch, oder stelle das Programm so sein, dass Updates immer
automatisch im Hintergrund herunter geladen werden. Ein veraltetes Programm macht keinen Sinn und
bietet keinen ausreichenden Schutz. Viren können nur erkannt und beseitigt werden, wenn das Programm
diese auch kennt! Da fast jeden Tag neue Viren auftauchen, ist eine ständige Aktualisierung unumgänglich!

Kein Anti-Viren-Programm verfügt über eine 100%ige Erkennungsrate! Sei Dir dieser Tatsache unbedingt bewusst! Die Entwickler der Viren sind den Herstellern der Schutzprogramme leider immer einen Schritt voraus! Zuerst kommt der Virus in Umlauf und erst dann können die Sicherheitsexperten geeignete Algorithmen entwickeln um den Schädling zu eliminieren. Trotz aktueller Schutzsoftware besteht also leider immer die Gefahr, dass ein neuer Virus den Weg auf Dein System findet und dort Schäden verursacht.

Beim Thema Firewall scheiden sich die Geister. Ein großer Streit der Gelehrten. Macht eine so genannte
Desktop-Firewall Sinn, oder nicht?  Eine Firewall soll Deinen Rechner vor Angriffen aus dem Internet
schützen. Also unerlaubte Zugriffe von Außen blockieren. Aber auch ausgehende Verbindungen sollen
überwacht und Gegebenenfalls unterbunden werden. Also beispielsweise wenn ein Trojaner versuchen
sollte heimlich Daten von Deinem PC aus zu verschicken.  

Jede Software kann manipuliert und umgangen werden, So auch eine Desktop-Firewall. Genau wie bei
Anti-Viren-Programm, kann auch eine Desktop-Firewall keinen 100%igen Schutz gewährleisten. Um die
Situation etwas zu verdeutlichen, hier mal ein kleines Beispiel.

Im Winter hast Du die Möglichkeit auf Dein Auto Winterreifen zu montieren, damit Du auf verschneiten
Straßen sicherer unterwegs bist. Die Winterreifen verhindern aber nicht, dass Du auf Grund eines
Fahrfehlers oder auf vereister Fahrbahn nicht vielleicht doch mal gegen einen Gartenzaun rumpelst.

Bei einer Firewall verhält sich das nun ähnlich. Du bist mit dieser Software gegen viele Widerlichkeiten
aus dem Internet geschützt. Eigenes Fehlverhalten oder Angriffe von echten Profis, kann die Firewall
aber eben nicht immer zu 100% abfangen.

Dennoch lautet meine Empfehlung ganz klar, sich eine Firewall zu installieren oder zumindest die in
Windows XP integrierte Firewall zu aktivieren.  (Kapitel 130.06 Windows absichern.)

Merke!

Alle Sicherheitskonzepte sind nur so Stark wie das schwächste Glied in der Kette. Das ist in den
meisten Fällen der Anwender selbst! Wer meint es treffe immer nur die Anderen, wer denkt er komme
ohne Anti-Viren Software und ohne Firewall aus, wer sein System nicht  ständig auf dem neusten Stand
hält, z.B. Passwörter in der Form 12345 wählt, diese auf einem Zettel notiert und in eine unverschlossene
Schublage legt, wer im Internet ohne nachzudenken munter auf jeden Link klickt, sich aus unseriösen
Quellen Programme und Dateien herunter lädt oder jede eMail ohne Prüfung öffnet, der darf sich einfach
nicht wundern, wenn er eines Tages ein infiziertes System hat oder gar einen finanziellen Schade davon
trägt, weil ein Trojaner die Keditkartennummer oder die Bankdaten ausspioniert hat.

 

 

 

 

(c) Jörg Hähnle - Stuttgart