Industrieinitiative gegen LotteryScam vorgestellt

  • Industrieinitiative gegen LotteryScam vorgestellt

    Microsoft, Yahoo, Western Union und Afrikanische Entwicklungsbank bekämpfen Lotteriebetrug

    Über zwei Prozent der europäischen Internetnutzer wurden bereits Opfer von LotteryScam

    Wiesbaden, 28. Oktober 2008. Microsoft, Yahoo, Western Union und die afrikanische Entwicklungsbank haben heute auf der 6. Anti-Spam-Konferenz in Wiesbaden eine Industrieinitiative gegen LotteryScam vorgestellt. E-Mails, die größere Lotteriegewinne ankündigen und Nutzer dazu bringen, eine "Teilnahmegebühr" zu bezahlen, sind ein wachsendes Geschäft für Betrüger. Unternehmen, deren Namen häufig in dieser Form von Spam missbraucht werden, wollen Anwendern zukünftig bessere Orientierung bieten sowie mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Darüber hinaus präsentierte Microsoft die Ergebnisse einer europaweiten Befragung unter Internetnutzern zu deren Erfahrungen mit Lotteriebetrug. 113 der 4930 (2,3 Prozent) in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland befragten Personen haben demnach in den vergangenen 12 Monaten Geld an einen Internetbetrüger verloren. Die Beträge variieren dabei zwischen 100 und 7000 Euro. 27 Prozent der Befragten sehen sich als potenzielle Opfer von LotteryScam.

    Vertrauensverlust bei den Anwendern
    "Lotteriebetrüger nutzen keine Sicherheitslücken aus oder versuchen Schadsoftware einzuschleusen - sie setzen auf die Hoffnung ihrer Opfer. Da mittlerweile viele dieser Attacken sehr personalisiert, kreativ und plausibel sind, können Internetnutzer immer schwerer herausfinden, wem sie vertrauen können", sagt Tim Cranton, Associate General Counsel für das weltweite Internetsicherheitsprogramm bei Microsoft. "Die Industrieinitiative soll das Vertrauen von Anwendern in Unternehmen wiederherstellen, das durch diese kriminellen Machenschaften zuletzt verlorengegangen ist."

    Ein großer Teil der befragten deutschen Internetnutzer reagiert auf die Überflutung mit Spam und betrügerischen E-Mails mit Vertrauensverlust. So gaben 46 Prozent an, dass sie wegen des großen Spam-Aufkommens das Internet mittlerweile vorsichtiger nutzen und 54 Prozent schreckt wegen der Betrugsfälle davor zurück, im Internet einzukaufen. Deutsche Anwender sind damit im Schnitt vorsichtiger als Europäische (36 bzw. 51 Prozent).

    Zusammenarbeit mit der Polizei
    Scammer nutzen häufig etablierte Markennamen, um den Opfern vermeintliche Seriosität vorzugaukeln. Wie viele Empfänger auf die Angriffe tatsächlich hereinfallen, ist bis heute schwer abzuschätzen, da die grenzübergreifende Struktur des Internets und die Menge der versendeten E-Mails eine genaue Überwachung erschwert. Die Industrieinitiative ruft Opfer daher auf, sich an ihre lokalen Polizeidienststellen zu wenden, wenn sie einem Lotteriebetrug aufgesessen sind.

    Interpol hat den lokalen Polizeibehörden bereits Informationen zur Initiative zur Verfügung gestellt. Die lokalen Polizeidienststellen weisen die Opfer darauf hin, eine Kopie des Polizeiberichts an die betroffenen Unternehmen zu senden. Die einzelnen Unternehmen haben interne Ermittlungsstellen geschaffen, die Trends und Muster - etwa die geographische Herkunft - identifizieren, um die Suche nach den Tätern voranzutreiben.

    Adressen für Opfer
    Opfer können sich unter folgenden Adressen an die Partner der Initiative wenden:

    - African Development Bank
    security@afdb.org oder
    African Development Bank
    Security Unit
    BP 323 1002
    Tunis Belvedere,
    Tunisia

    - Microsoft
    lotfraud@microsoft.com oder
    Report Lottery Fraud
    Microsoft Corp
    One Microsoft Way
    Redmond, WA 98052-6399
    USA

    - Western Union
    spoof@westernunion.com
    Mehr Informationen zum Verbraucherschutz:
    http://www.westernunion.com

    - Yahoo!
    http://antispam.yahoo.com/phishingtips

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