Debian 4.0 (Etch) aufsetzen

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    • Debian 4.0 (Etch) aufsetzen

      Autor: Bassboy

      Debian Etch aufsetzen und grundlegend konfigurieren - so gehts




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      Was ist Debian überhaupt?

      Das fängt ja schon gut an ... also kurz gesagt ist Debian eine Linux-Distribution, die kostenlos auf Debian.org verbreitet wird und in schneller Leistung ohne wenig Aufwand glänzt. Das Debian-Team besteht aus Programmierern, die ihre Freizeit mit der Weiterentwicklung von dem universellen Betriebssystem verbringen.


      Woher beziehe ich das Setup?

      Da das Setup über 1 Gb groß werden kann - je nach Installationsart - ist eine gute und schnelle Internetverbindung wichtig. Vielleicht laden sich Leute mit ISDN oder DSL (< 1 000 Kbps) das Setup bei bekannten herunter.

      Eine weitere gute und empfehlenswerte Möglichkeit, an die Dateien von Debian zu kommen, ist der Download einer "Business-Card-Datei" (engl., "Visitenkarte"). Die aktuelle Business-Card ist nur ~ 33 Mb groß und hier downloadbar. Sie enthält nur die wichtigsten Dateien, wie das Grundsystem, lädt aber alles Weitere bei der Installation von einer anzugebenden Paketquelle nach.

      Meine Anleitung bezieht sich übrigens auch auf die Business-Card!

      Installation

      Wir brennen uns nach dem vollständigen Download die "Visitenkarte" auf CD und legen sie in das Laufwerk ein. Ein Neustart lädt nun das Setup.

      In die Kommandozeile tippen wir expert ein.
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      Bild 1: Debian-Bootscreen mit eingetippten "expert"

      Klick auf Return und wir starten den ausführlicheren Setupmodus, in dem es mehr Einstellmöglichkeiten gibt.

      Wir sehen ein einfaches Menü auf englisch und wählen den ersten Menüpunkt aus, der bereits markiert ist.

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      Bild 2: Einfaches Menü vor dem Laden des kompletten Setups

      Dann wählen wir German - Deutsch, nochmal Deutsch und de_DE.UTF-8 aus. In der nächsten Ansicht, lassen sich noch zusätzliche Sprachen auswählen. Da viele Pakete auf englisch sind, würde ich zusätzlich en_US.UTF-8 wählen (so lange die Pfeiltaste nach unten drücken, bis der Text rot markiert ist, dann einmal Leertaste, Tabulatortaste und Return).

      Nun sind wir wieder im Menü und bearbeiten den nächsten Punkt, Tastaturbelegung auswählen. Wir nehmen die erste Option und das deutsche Tastaturlayout.

      Wieder angekommen im Menü wählen wir CD-Rom erkennen und einbinden. Darauf durchsucht das Setup das System nach verfügbaren Laufwerken und zeigt eine Optionsliste an. Diese sollte passen und so wählen wir wieder Weiter. Irgendwann im darauf folgenden Konfigurationslauf erscheint die Meldung, ob PC-Card-Dienste gestartet werden sollen - Ja ist hierfür die geeignete Antwort. In der nächsten Meldung lassen wir das Eingabefeld einfach leer.

      Wieder im Menü angelangt, laden wir nun durch Auswahl des entsprechenden Punktes die Installer-Komponenten. Die Nachfrage nach zusätzlichen Komponenten ignorieren wir.

      Nun hat das Menü ein paar Punkte mehr erhalten, was völlig ok ist.

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      Bild 3: Erweitertes Menü auf Deutsch

      Nun erkennen wir die Netzwerk-Hardware. Die Meldung zwischen durch ignorieren wir wieder.

      Danach richten wir das Netwerk ein. Ab diesem Zeitpunkt muss eine ständige Internetverbindung vorhanden sein!
      - Das Netzwerk soll automatisch mit DHCP konfiguriert werden.
      - Rechnername ist egal (Wichtig: Nur Kleinbuchstaben, Unterstrich und Minus verwenden!)
      - Domainname ist auch egal (Vorraussetzungen wir beim Rechnernamen!)

      Jetzt ist es an der Zeit, einen Spiegelserver zu wählen. Von diesem Server werden nun alle benötigten Dateien gedownloaded.
      Wir wählen als Erstes http, dann Deutschland und zu guter Letzt ftp.de.debian.org. Der HTTP-Proxy wird nur in Netzwerken mit Proxyserver gebraucht. Ist dies nicht der Fall, so lassen wir das Feld wieder leer und wählen in der nächsten Meldung Stable.

      Nun lassen wir das Setup die Festplatten erkennen. Die zwischenmeldung wird erneut ignoriert.

      Und jetzt kommen wir zu einem spannenden Teil: Der Partitionierung der Fesplatte.
      Wir wählen in dem Optionsmenü den untersten Punkt Manuell aus und daraufhin die eingebaute Festplatte. Sollte noch kein Betriebssystem vorhanden sein, so müssen wir eine neue Partitionstabelle erstellen.

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      Bild 4: Partitionierung einer 8,6 Gb Festplatte

      Doch sind bereits Partitionen vorhanden, wählen wir die jeweiligen Punkte, um diese zu löschen oder wir lassen sie so wie sie sind, um keine Änderungen vorzunehmen.
      Wir gehen nun aus, als würde die Festplatte komplett leer sein.
      Jedes Linuxsystem benötigt mindestens zwei Partitionen: Swap und root (/). Sollte einmal der RAM knapp werden, wird der Überfluss an Handles (siehe Wikipedia) in die Swap-Partition ausgelagert.

      Also weiter gehts: Nach der Erstellung einer neuen Partitionstabelle wählen wir den Typ msdos und den freien Speicher; erstellen darauf eine neue Partition mit folgenden Daten:
      - Größe: 1 GB
      - Primär
      - Anfang der Festplatte
      - Benutzen als Auslagerungsspeicher (Swap)
      Nun ist die zweite Partition notwendig (wieder freien Speicher auswählen):
      - Größe: max eintippen
      - Primär
      - Einhängepunkt: /
      - Name: root
      Wir könnten noch andere Partitionen erstellen, dies überlasse ich dem Anwender.
      Wir wählen Partitionierung beenden und übernehmen aus, überprüfen sicherheitshalber unsere Partitionen und tippen auf Ja.

      Jetzt kommt die Zeitzone; wir klicken auf Weiter und das wars.

      Dann die Uhr: Wir wählen aus, dass die Systemzeit nicht UTC ist (sonst geht die Zeit später falsch).

      Nun richten wir unsere Benutzer und Passwörter ein. Dazu wählen wir aus, dass wir Shadown-Passwörter benutzen wollen. Dies erhöht die Sicherheit, denn dann werden statt allen später eingegebenen Passwörter Sterne (*) verwendet. Außerdem erlauben wir root das einloggen. Root - so heißt in Linux der Benutzer mit allen Rechten (mehr hier). Die nächste Abfrage ist eine der wichtigsten, das eingeben eines Passwortes für den Superuser root (Achtung: Vergisst Du das Passwort, ist es sehr sehr schwierig, es wieder her zu stellen!). Unsichere Passwörter sollten vermieden werden. Im Idealfall sollte es eines wie z. B. sdf7897s9dfd sein. Wir erstellen auch noch einen anderen Benutzer, der ein Konto mit mehr eingeschrenkteren Rechten besitzt. Die Schritte hierzu sind meines Erachtens selbsterklärend.

      Wieder im Menü angekommen installieren wir das Grundsystem.
      Während der Installation ist eine Nachfrage, welcher Kernel installiert werden soll, angebracht. Wir wählen den neuesten, der diesem Muster entspricht: linux-image-2.6.xx-etchnhalf.1-686 (xx steht für die Version). Außerdem wählen wir noch initramfs-tools aus.

      Super, nun haben wir schon den größten Teil hinter uns!

      Jetzt konfigurieren wir den Paketmanager. Dazu wollen wir auch Non-Free-Software verwenden, also bejahen wir die entsprechende Meldung.

      Bevor wir nun das eigentliche Betriebssystem installieren, wählen wir noch die Software, die wir brauchen. Desktop-System und Standard-System sollten genügen. Bei Bedarf lassen sich Pakete später natürlich noch nachinstallieren. Falls wir Debian auf einem Notebook installieren, ist die Laptop-Option noch sinnvoll, da darin noch viele Tools zur Akkuverlängerung etc. enthalten sind.

      Zu guter letzt plagt uns noch die Qual der Wahl zwischen den beiden konkurierenden Bootloadern GRUB und LiLo. Mein persönlicher Tipp: GRUB ist moderner und kompatibler. Ich verwende ihn selbst!


      Weblinks




      Dies war mein Tutorial zur Installation von Debian Etch! Bei Fragen stehe ich Euch per PM gerne zur Verfügung. Über ein Feedback würde ich mich freuen!
    • Hallo Bassboy,

      danke für den tollen Artikel. Bitte schreibe noch unter die Bilder Bildunterschriften und setze ganz oben noch den Namen des Autors ein. Danke! :-)
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.
    • Vielen Dank! :top:

      Artikel wurde eingepfegt!
      paules-pc-forum.de/forum/e-lin…n-4-0-etch-aufsetzen.html

      Gruß
      Schwabenpfeil!
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.