Die Geister die ich rief: .NET

  • Nein - so habe ich mir das nicht vorgestellt.


    Da braucht ein Progrämmchen Unterstützung von .NET 3.5 und ich hatte bislang nur das 1.1 installiert. So wie ich gelesen habe soll es da ein schlankes Client Profile geben. Doch leider scheint das schlichtweg falsch zu sein oder die Mitarbeiter von Bill Gates können deren Suchmaschine nicht beibringen was ein Normalsucher bei Microsoft finden möchte. Folglich habe ich es letztendlich mit dem Bootstrapper versucht. Doch auch dieser knallt einem die Platte voll. So habe ich jetzt 470 MB .NET-Zeugs (incl. dem sich ungefragt mitinstallierenden .NET 2.0 und 3.0).


    Ich hoffe einer von Euch weiß wo ich die schlanke Version downloaden kann, denn programmieren kann ich nicht.


    Vilen Dank schonmal

  • ...leider kenne ich keine "schlanke" Version von .NET 3.5 und bezweifle auch ernsthaft, dass eine existiert. Bei der .NET Installation handelt es sich um eine Runtime-Umgebung, die - trotz ihrers rech üppigen Umfangs - per sé schon "minimalistisch" ist.

    Aber mal so gefragt - worin besteht denn dein konkretes Problem? Hast du eine zu kleine Festplatte und 450 MB stellen für diese ein Problem dar? Oder geht es hier nur um Kosmetik, sprich um das schlichte Gefühl "Mann, ist das viel"? Bei letzterem und ausreichend Platz würde ich die Installation genau so lassen, denn es greifen mittlerweile eine Vielzahl von Programmen auf die 3.5er Umgebung zu und es werden sicherlich noch viele folgen. Zwar ist das Gesamt-Dateigewicht recht groß aber es werden nur die benötigten Laufzeitumgebungen geladen, wenn ein Programm auf die Runtime zugreift. Insofern belastet die 3.5er dein System trotz ihres Umfangs nicht sonderlich. Und bei den heutigen Festplattengrößen ist 450 MB sicherlich viel, aber kein echtes Problem mehr, oder?

    Gruß,
    Tunarus

  • Hallo Tunarus,


    danke für Deine Antwort. Zwar bin ich generell kein Freund von Big Is Beautiyful, aber im grunde könnte man darüber hinwegsehen, wenn da nicht ein Platzproblem wäre.
    Bei der Definition der Partitionsgröße habe ich leider schlicht versäumt, dass ich für Hibernation (den ich nun kurzfristig deaktivieren musste) auch entsprechend Platz brauche. Und ein Laptop von gestern hat nicht wirklich fette Platten.
    Vielleicht finde ich hier ja irgendwo einen Hinweis mit dem man die 2 GB für den Ruhezustand auf eine andere Partition auslagern kann, denn irgendwie ist es mir immer unwohl, wenn ich eine Partition verändern soll die bereits Daten enthält. In meinem Fall habe ich 2 XP-Partitionen parallel installiert und den Rest als Datenpartition.


    Gruß


    andibl

  • ...leider kannst du die Ruhezustandsdatei hiberfil.sys nicht auf eine andere als die Bootpartition auslagern, du hast allerdings andere Möglichkeiten Platz zurück zu erlangen:

    - Verlagern der Auslagerungsdatei:
    Systemsteuerung, (Leistung und Wartung), System, Register Erweitert, Kategorie Systemleistung, Schaltfläche Einstellungen, Register Erweitert, Kategorie Virtueller Arbeitsspeicher, Schaltfläche Ändern...
    C auswählen, Option Benutzerdefinierte Größe aktivieren, für beide Größen Null eingeben und auf die Schaltfläche Festlegen klicken.
    Dann auf eine andere Partition klicken, beide Werte auf 1024 setzen (...sollte bei zwei GB Arbeitsspeicher reichen) und wieder auf Festlegen klicken.
    Nun noch drei mal auf OK klicken und den Rechner neu starten.

    - Löschen der Updatedateien:
    Starte den Windows Explorer. Du hast im Windowsverzeichnis wahrscheinlich haufenweise blaue Ordner, die mit einem Dollarzeichen beginnen. Darin befinden sich die Deinstallationsdateien für die Windows Updates. Da du in der Regel vollzogene Updates nicht wieder deinstallierst, kannst du diese Order löschen. Insbesondere, wenn du ein Servicepack ausgeführt hast, kann der Umfang dieser Ordner leicht mehr als ein GB betragen. Nur den Ordner $hf_mig$ solltest du nicht löschen! Dieser Ordner enthält unter anderem Migrationsdateien mit den Informationen welche Updates in welcher Version vorliegen.

    - Deaktivieren der Systemwiederherstellung:
    Unter Systemsteuerung, (Leistung und Wartung), System, Register Systemwiederherstellung, Option "Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren" aktivieren. Ich empfehle dir statt dessen den Einsatz eines Imageprogramms, wie beispielsweise Acronis True Image oder Symantec Norton Ghost. Imageprogramme stellen dir im Falle des Systemversagens oder Virenbefalls zuverlässig das System wieder her. Die Systemwiederherstellung kopiert lediglich einige Systemdateien und die Windows-Registrierung wieder zurück, was oftmals nicht ausreicht, ein zerstörtes System zu retten. Zudem verbraucht die Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken gigabyteweise Platz! Imagedateien kannst du dagegen leicht auf eine externe Festplatte auslagern.

    Alles in allem solltest du allein mit diesen drei Maßnahmen mehrere GB auf deiner Systemplatte freikriegen.

    Herzlichen Gruß,
    Tunarus

  • Hallo Tunarus,


    vieeelen Dank für Deine ausführliche und kompetente Antwort.


    Das mit der Auslagerungsdatei hatte ich bei meinem alten PC schon so gemacht und gönne mir bislang sogar (bei 2 GB RAM) ganz darauf zu verzichten (hab ich mal irgendwo gelesen).


    Die Systemwiederherstellung ist bei mir nur noch auf der Systempartition aktiv. Und wenn im "System Volume Information" zuviel davon rumgammelt lösch ich auch mal viele davon. Das mit dem ganz abschalten werd ich auf jeden Fall mal in Betracht ziehen, vor allem wenns eh nix 100%-iges ist. Stattdessen öfter mal ein Image ziehen lässt sich einrichten, zumal die ja jetzt kleiner ausfallen können bzw. "relativ" klein bleiben, dank Deines nächsten Tipps.


    Gut zu wissen, dass man die Updateordner, bis auf "$hf_mig$" löschen kann, vor allem, wenn man rechtzeitig ein Image erstellt hat. Das sind bei mir zwar "nur" 600 MB, aber bis zur nächsten .NET-Version sollte das ausreichen und dem Ruhezustand nichts mehr im Wege stehen.


    Viele Grüße


    andibl

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