Mein privater (!) Versuch mich von Google zu trennen

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    • Das mit den Cookies (viele Blockieren/wenige Zulassen) mache ich schon seit vielen Jahren so, als ich damals entdeckte, dass sogar der alte IE das kann. Bei mir stehen unter 'Blockieren' noch ein paar mehr als bei dir. Und das Häkchen bei 'Cookies akzeptieren' ist fast immer raus. Notfalls kann man sie auch zeitnah wieder löschen. 8-)

      Dass jeder User sich mal die Cookieverwaltung seines Browsers etwas genauer anschauen soll, empfehlen wir hier im Forum auch schon seit Jahren ... :roll:
      Schau mal rein: 0815xxl ;o)
    • Kein Google ...

      Keine Google Suchmaschine, die beste eigentlich im Internet.

      Kein GMail, wäre bei mir ne mittlere Katastrophe da ich so gut wie alles über die mache.

      Kein G+, ok das nutze ich selbst nie.

      Kein Youtube, ... wäre schlecht, bei YouTube habe ich keine Videogrößenbegrenzung wie bei Vimeo.

      Kein Google Chrome, da wird es eng da ich den Firefox nicht mehr gut finde, und der Internet Explodierer 11 will ich auch nicht. Mir bliebe also nur noch Safari.

      Kein Android Smartphone, Android ist ein Google Betriebssystem für Tablets, und Smartphones. Somit könnte ich nicht mehr telefonieren, MP3s unterwegs hören, Simsen, WhatsApp, ... wäre also nur noch aufm Festnetz erreichbar. Das ist für Beruf, Familie, Freunde, ... untragbar.

      Mein Fernseher beinhaltet feste Bestandteile von Google, also könnte ich nicht mal mehr meinen Fernseher benutzen.

      Kein Google Maps/ respektive Google Earth, was ich dank Navi eh sehr selten brauche. Aber erst vor kurzen gebraucht habe um nach einem Haus zu suchen. Alternative wäre Microsoft Karten. Aber wer, wenn nicht Microsoft selbst sitzt morgens bei Kaffee und Kuchen mit der NSA zusammen und frühstückt.

      Kein Google Kalender, meine Termine müsste ich alle in einem Block/ Buch übertagen. Und mich selbst erinnern die Termine wahr zu nehmen.

      Kein Google Drive, (synchronisierter) Datenaustausch mit meinem PCs, Smartphone, wird stark eingeschränkt.

      Keine Nutzung von Panoramio mehr, hübsche Freizeitbilder, Naturbilder, kann ich mir sparen, kann ich gleich immer Daheim bleiben.

      Keine Filme mehr anschauen die durch Google Zynk (Star Trek Into Darkness) erstellt wurden. Und ich mag die neuen Star Trek Filme.

      Alles von Googles Tochterunternehmen Nest Laps meiden. Das ebenfalls Dropcam gehört.

      Motorola Mobility gehört ebenfalls Google. Womit wohl sämtliche Motorola Geräte nicht mehr genutzt werden dürften.

      Google gehören mittlerweile mehr als 140 Firmen. Auffällig sind die vielen Firmen in Bereich Roboter Technik, Künstliche Intelligenz, und menschlich wirkende Robotertechnologie. Sowie Technik aus dem Bereich Sicherheitstechnologien.
    • Danke euch,

      die guten alten Zeiten, ... heutzutage wirst Blöd angeschaut wenn du mal ein Buch in der Hand hältst. Und Das Wort googlen ist so viel ich weiß mittlerweile im Duden drin. :wacko:
    • War gestern im DLF. Buchbesprechung:

      Torsten Fricke, Ulrich Novak: Die Akte Google. Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet
      Herbig Verlag

      Eric Schmidt, Jonathan Rosenberg: Wie Google tickt
      Übersetzung: Meike Grow, Ute Mareik, Gregor Runge
      Campus Verlag

      8 Minuten:

      podcast-mp3.dradio.de/podcast/…0150608_1925_5f692dd7.mp3
      Glaube mir, dass eine Stunde der Begeisterung mehr gilt, als ein Jahr einförmig dahin ziehenden Lebens. " ( Christian Morgenstern )
    • Guten Tag zusammen,
      es wird wieder Zeit für eine andere Meinung, sonst wird das hier entschieden zu langweilig. :-)

      Zunächst zum Allgemeinen.
      Sicherlich muss man sich bewusst sein, dass alle Informationen und Daten, die man auf einem Cloudspeicher verwaltet, ganz prinzipiell Fremdzugriffen ausgesetzt sind. Neben der Firma, die den Speicher verwaltet als solche, sind das nicht zuletzt auch sämtliche Support-Mitarbeiter/innen, welche entsprechende Rechte genießen.

      Das hat allerdings nur sehr wenig speziell mit Google zu tun, sondern ist systemimmanent. Auch die eigenen Informationen und Daten bei anderen Firmen und Diensten sind ganz ähnlich transparent. Ob ich dabei einen Mobilfunkvertrag abschließe und - gewollt und bewusst oder auch nicht - eine Fülle von Daten meinem Telefonprovider zu Verfügung stelle oder im Rahmen meines DSL/Festnetzanschlusses sogar meine Gesprächsinhalte aufzeichnungsfähig mache, ist dabei genauso einleuchtend und nachvollziehbar wie die freiwillige de facto öffentliche Preisgabe von persönlichen und in erheblichen Umfang vertraulichen Daten bei meiner Krankenkasse und vielen anderen öffentlichen und nicht-öffentlichen Stellen auch. Daten werden übertragen (auch in Brief-/Schriftform!) und gelangen einer Vielzahl mir völlig unbekannter Personen zur Kenntnis. Das hat weder etwas mit Datenverarbeitung im Allgemeinen noch mit der Firma Google im Besonderen zu tun. Das ist noch nicht einmal neu. Verträge mit sensiblen Daten schließt ihr alle schon seit Jahrzehnten ab und Daten verarbeiten die meisten von euch ebenfalls schon seit Jahren - lange vor dem Google-Boom.

      Nun noch mal zum Thema „Google is evil“.
      Ich arbeite nun bereits seit einigen Jahren sehr intensiv mit Google-Diensten und nutze sie sowohl beruflich wie auch privat ausgesprochen intensiv. Ich habe bereits seit langem erkannt, dass die Herrschaft über die eigenen und vertraulichen Daten längst nicht mehr in den eigenen Händen liegt. Beispiel gefällig? Bitteschön, wie bereits oben angeführt hier nochmal ganz konkret:

      Meine Schwiegermutter ist 75 Jahre alt und hat jetzt immerhin schon ein Telefon mit Tasten. Ansonsten hat sie mit technischen Dingen und Computern so viel zu tun wie die G7 Konferenz mit dem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger - nichts. Aber auch die Daten meiner Schwiegermutter – ihr Name, die Adresse, die Telefonnummer, ihr Geburtsdatum, ja sogar ihr Gesicht – sind schon allesamt bei Facebook. Warum? Ganz leicht – ihre Enkelinnen haben ihre Daten in ihrem Smartphone... und die Facebook App auch. Ich muss das sicher nicht weiter ausführen.

      Wenn ihr tatsächlich den vollständigen Schutz eurer Daten wünscht, dann müsst ihr euch schon ein wenig mehr Mühe geben, als nur eine einzige Firma zum Antichristen zu erklären. Obacht! Ich werte das nicht – ich stelle das nur nüchtern fest! Ich halte das ebenfalls für bedenklich, bin allerdings weniger blauäugig und vielleicht auch etwas weniger paranoid.

      Warum haben die meisten ein unangenehmes, diffuses und auch schlecht in Einzelheiten detailliert und konkret zu beschreibendes Gefühl beim Umgang mit Diensten, wie denen von Google, Facebook, Microsoft und vielen anderen? Ich will das mal an einem Bild deutlich machen. Viele Menschen - auch Erwachsene - haben selbst am helllichten Tag allein in einem dunklen Keller ein mulmiges Gefühl. Warum? Weil da was lauern könnte, das man nicht sieht. Ähnlich ist das mulmige Gefühl bei der Nutzung von Datenverarbeitungsdiensten. Weil die Komplexität viele bereits seit Jahren überfordert, bleibt dieses nicht exakt zu definierende Gefühl, bedroht zu sein.
      Anstatt nun aber zu versuchen, Hintergründe zu beleuchten, Informationen zu erlangen oder Möglichkeiten der Einflussnahme zu ergründen, werden laut und in einigen Fällen tatsächlich hysterisch Parolen gerufen, die nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun haben und vollkommen unangemessen an der Sache vorbei gehen – um in unserem Bild zu bleiben: Anstatt Licht im Keller zu machen, wird lieber aus voller Kehle laut gesungen.

      Hier mal einige konkrete Informationen, um Ängste zu nehmen. Machen wir Licht.

      Grundsätzlich kann man zwischen drei Datentypen unterscheiden:

      - Allgemeine Daten:
      Das sind bereits jetzt vollkommen öffentliche Daten, wie Name, Anschrift, Telefonnummer und dergleichen. Diese Daten sind komplett und vollständig transparent. Seit Jahren. Für und von jedem / jeder. Der Schutzfaktor dieser Daten ist damit de facto gleich Null. Noch einmal ganz deutlich – ich werte nicht, ich stelle fest!

      - Persönliche Daten:
      Das sind Daten, die ich selbst individuell erzeugt habe und die im Moment ihrer Erzeugung vollständig meiner Kontrolle unterliegen. Das ist das Foto vom letzten Grillabend aber auch eine Liste meiner Schallplatten oder finanziellen Verpflichtungen aber auch mein Aufenthaltsort. Meine Gesellschaft hingegen - also die Personen, die gerade bei mir sind - gehört nicht zu diesem Datentypus, da ich keine Kontrolle über die Datenweitergabe anderer habe. Genauso ist mein Aufenthaltsort nur zu meinen Daten zu rechnen, solange ich allein bin.

      Vertrauliche/Sensible Daten:
      Das sind Daten, deren Kenntnisnahme durch andere unerwünscht oder gar schädlich ist. Das sind beispielsweise mein Finanzstatus, sehr private Fotos oder Details über meinen Gesundheitszustand. Derartige Daten können durchaus online vorgehalten oder übermittelt werden, bedürfen aber eines besonderen Schutzes in Form von Verschlüsselung.

      Beim Umgang mit Onlinediensten muss ich also immer vor Augen haben, mit welchem Typ Daten ich es hier zu tun habe. Meine Kontakte halte ich beispielsweise als Nutzer eines Android-Smartphones auf meinem Google-Konto vor. Es handelt sich um allgemeine Daten ohne speziellen Schutzbedarf und die Lagerung auf meinem Google-Konto hat verschiedene gravierende Vorteile, hier nur die beiden wichtigsten:

      - Ich arbeite geräteunabhängig. Bei Verlust des Telefons samt SIM-Karte kaufe ich mir einfach ein neues Gerät, besorge mir eine neue Sim Karte und melde mich auf dem neuen Gerät mit meinem Google-Konto an. Alle Kontakte stehen mir sofort und vollständig wieder zur Verfügung.

      - Ich kann die Synchronisation plattformübergreifend automatisieren. Durch die Verknüpfung von Google-Account und Microsoft-Konto erfolgt eine automatische Synchronisierung meiner Kontakte zwischen meinen drei Outlook-Rechnern, meinem Smartphone und meinem Tablett.

      Verwende ich Daten mit erhöhtem Schutzbedarf, sorge ich für Verschlüsselung. So habe ich alle unterwegs benötigten Dokumente, die sensible Daten enthalten, im PDF-Format abgespeichert und verschlüssele mit einer 256bit AES Verschlüsselung absolut sicher. Das geht mit einigen Freeware-Programmen leicht und komfortabel einfach beim Speichern.

      Unter diesen Voraussetzungen kann also von „Datenkrake“ und ähnlichem keine Rede sein, das gehört schlicht zum Portfolio dieser Firmen und ist das Geschäftsmodell von Unternehmen, die Datendienste anbieten. Damit Geld zu verdienen und sicherlich auch Informationen über die Nutzer zu erlangen, Werbung zu schalten oder auch mit Informationen zu handeln ist doch keine Neuigkeit und auch nicht mal spannend. Jedes Einwohnermeldeamt verkauft Adresslisten an Werbetreibende. Seit Jahrzehnten. Was ist denn bitteschön daran neu oder bedrohlich? Einem Konzern zu unterstellen die Weltherrschaft übernehmen zu wollen, war schon in den Neunzigern bei Microsoft lächerlich und ist auch bei Google nach meiner Meinung schlicht haltlos. Die wollen Geschäfte machen. Geld verdienen halt. Wie jede andere Firma auch. Mehr nicht. Aber Google ist eben sehr groß, genau wie Amazon. Aber das ist der VW-Konzern auch. Und die Deutsche Bank. Und der Telekommunikationsriese Orange. Und zumindest im Falle von Banken halte ich die Ängste vor Manipulation und Übernahme der Weltherrschaft eher für angebracht. Vergesst bitte nicht, dass die hysterischen Warner mit dem Warnen und dem Schüren von Ängsten ebenfalls Geld verdienen. Nicht zu knapp.

      Hier jetzt einige handfeste Informationen, wie transparent Google wirklich ist und wie ihr auf eure Daten bei Google Einfluss nehmen könnt:

      - Meldet euch auf ->Google.de<- oben rechts mit eurem Google-Konto an

      - Klickt oben rechts auf euer Bild und dann auf „Mein Konto“



      Hier habt ihr nun die Steuerzentrale eures Kontos in aller Pracht vor euch:



      Ihr könnt hier detailliert auf eure Einstellungen Einfluss nehmen, die Daten kontrollieren und überwachen, die Google von euch verwaltet, Werbeeinblendungen ein- und ausschalten, die Speicherung eures Verlaufes oder die Geodaten aktivieren und deaktivieren und noch vieles mehr. Am Spannendsten ist der Link „Ihre persönlichen Daten“ im Bereich „Persönliche Daten und Privatsphäre“. Hier könnt ihr detailliert alles einsehen und manipulieren, was Google von euch weiß oder auch nicht wissen soll:



      Über den Link „Ihre Inhalte verwalten“ auf der linken Seite könnt ihr sogar ein Archiv anlegen lassen, mit allen Daten, Dokumenten und Informationen, die Google jemals von euch gespeichert hat. Dieses Archiv wird euch anschließend kostenlos von Google zum Download gestellt:



      Mehr Transparenz und Einflussmöglichkeit geht nicht. Echt.

      Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag etwas Licht im Keller machen und die Lieder werden wieder etwas leiser und melodiöser. :-)

      Herzlichen Gruß,
      Tunarus
    • Man sollte auch irgendwo erwähnen dass es Daten gibt die sollten nicht mal irgendwie den Weg ins Internet finden. Geschweige von den Weg auf einem Internet fähigen PC. Jennifer Lawrence, Kallen Cuoco, Kate Upton, und Co. können da mittlerweile aus Erfahrung sprechen. :thumbsup:

      Wobei ich mich echt Frage ... wie doof kann man sein, und Nacktbilder von sich in eine Cloud zu laden. :wacko:
    • Tunarus schrieb:Hier jetzt einige handfeste Informationen, wie transparent Google wirklich ist und wie ihr auf eure Daten bei Google Einfluss nehmen könnt:

      - Meldet euch auf ->Google.de<- oben rechts mit eurem Google-Konto an

      - Klickt oben rechts auf euer Bild und dann auf „Mein Konto“
      Auf den Tipp habe ich gewartet.
      Aber: meines Wissens habe ich nur ein Googlekonto durch das Smartphone. Da weiss ich noch die adresse aber nicht das Passwort. Es wird automatisch eingeloggt. Aber herausfinden möchte ich das schon. Tipps?


      IdefixWindhund schrieb:

      Wobei ich mich echt Frage ... wie doof kann man sein, und Nacktbilder von sich in eine Cloud zu laden. :wacko:
      Ich beabsichtige auch mir eine, möglichst große Cloud einzurichten. Für meine private Pornosammlung und all den Tricks zum Bombenbau. Ist das wirklich so ein unsicheres Ding? Da gibt es doch bestimmt auch Unterschiede beim Anbieter was die Sicherheit betrifft, oder?

      LG V40
      Glaube mir, dass eine Stunde der Begeisterung mehr gilt, als ein Jahr einförmig dahin ziehenden Lebens. " ( Christian Morgenstern )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tunarus () aus folgendem Grund: Korrektur des Zitates

    • V40 schrieb:

      Auf den Tipp habe ich gewartet.
      Aber: meines Wissens habe ich nur ein Googlekonto durch das Smartphone. Da weiss ich noch die adresse aber nicht das Passwort. Es wird automatisch eingeloggt. Aber herausfinden möchte ich das schon. Tipps? Ich beabsichtige auch mir eine, möglichst große Cloud einzurichten. Ist das wirklich so ein unsicheres Ding? Da gibt es doch bestimmt auch Unterschiede beim Anbieter was die Sicherheit betrifft, oder?


      Das ist einfach. Rufe dazu die ->Google-Kontowiederherstellung<- auf und führe die Kennwortrücksetzung durch.

      Ganz grundsätzlich sind alle Cloudspeicher unsicher. Das liegt auch nicht am Anbieter, sondern schlicht daran, dass alle Daten, die auf einen Internetserver geladen werden, schon während der Übertragung dorthin abzufangen sind. Deshalb ist es auch so witzig, wenn Anbieter mit dem Standort der Server in Deutschland werben. Wenn du in Köln wohnst und deine Daten auf einen Server in Karlsruhe lädst, können die Datenpakete beliebige Wege nehmen, das hast du nicht unter Kontrolle. Datenpakete ein und derselben Datei können dabei sogar tatsächlich unterschiedliche Wege nehmen. Wenn du also ein Bild auf den Server lädst, dann kann ein Teil des Bildes über Hongkong, ein anderer über die südlichen Antillen und ein dritter über Bonn übertragen werden. Alle drei Teile werden dann auf dem Server in Karlsruhe wieder zu deinem Bild zusammengesetzt. Genausogut kann das ganze Bild über Baltimore nach Karlsruhe gehen, mit ->"Liebesgrüßen aus Fort Meade"<-. Dass dein Bild dann hier in Deutschland liegt ist relativ schnuppe, wenn es auf dem Weg eine kleine Weltreise eingelegt hat. Daher ist es vollkommen irrelevant, wo der Internetserver steht, das ist alles Makkulatur, weil das "Routing" der Datenpakete (der Weg, den die Daten nehmen) beliebig ist. Nur wenn du mit deinem USB-Stick nach Karlsruhe fährst und deine Daten direkt lokal auf den Server kopierst, würden die Sicherheitsversprechen der Provider greifen. :-)

      Sensible Daten - sogar hochsensible Daten, wie Krankenakten oder Finanzinformationen - können durchaus auf Internet-Servern gespeichert werden, gar kein Problem. Du musst nur vorher (!) dafür sorgen, dass deine Daten verschlüsselt werden. Also bereits beim Speichern die Datei mit Kennwort verschlüsseln und erst danach übertragen - alles gut. Selbst wenn die Daten abgegriffen werden, können sie nicht eingesehen werden, da sie ohne dein Kennwort nur nicht lesbaren Datenschrott beinhalten. Um deine Daten zu verschlüsseln gibt es im Prinzip zwei Herangehensweisen:

      - Dateiverschlüsselung:
      Dabei wird auf Dokumentebene verschlüsselt. Dazu kannst du entweder das erstellende Programm verwenden (z.B. Word, Excel, etc.) aber auch eine bestehende Datei mit einem speziellen Werkzeug verschlüsseln. So kannst du beispielsweise mit der Freeware ->PDF24Creator<- bereits kostenlos mit 128bit verschlüsseln, was wirklich schon recht sicher ist. Mit der Adobe Acrobat Vollversion oder einem kommerziellen Programm wie ->PDF Crypter<- geht dann sogar einer der höchsten Standards, der 256bit AES Algorithmus und spätestens hier ist dann Schluss mit knackbar. :-)

      - Archivverschlüsselung:
      Alternativ dazu kannst du auch einfach ein Packprogramm verwenden und beim Komprimieren einen wirksamen Schutz auf deine Dokumente legen. So beherrscht beispielsweise die beliebte Freeware ->7ZIP<- bereits die sichere 256bit AES Verschlüsselung. Wie das geht, kannst du ->hier nachlesen<-.

      Herzlichen Gruß,
      Tunarus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tunarus ()

    • ...na ja, das kommt halt drauf an, wie du die Daten verwendest.

      Willst du die Dokumente unterwegs oder an verschiedenen Standorten einzeln aktiv verwenden - z.B. Preislisten, Rechnungsdokumente, Dokumentvorlagen oder ähnliches, dann musst du auf Dateiebene einzeln verschlüsseln. So kannst du die Dokumente sofort aus der Cloud heraus aufrufen und mit ihnen arbeiten.

      Willst du den Cloudspeicher nur zur Sicherung deiner Dokumente verwenden, dann bietet sich das Hochladen in einem Archiv an. Du könntest verschiedene Ordner/Unterordner-Hierarchien thematisch zusammenfassen und dann als ZIP-Archive ablegen. Willst du allerdings auf einzelne Dokumente zugreifen, müsstest du das betreffende Archiv erst herunterladen und entpacken. Erst dann kannst du einzelne Dokumente aufrufen.

      Datensicherung auf einem Online-Server ist naheliegend und sinnvoll. Viele sichern - wenn überhaupt - ihre Daten gerade mal auf einen externen Datenträger, der sich dann zumeist im selben Raum wie die Originaldaten befindet. Da reicht dann schon ein simpler Zimmerbrand aus, um sämtliche Daten zusammen mit Datensicherung/en über den Jordan zu schicken. Bei einer Sicherung wichtiger Daten auf einem Internetserver - Verschlüsselung vorausgesetzt - sind die Daten vor den Unbillen persönlicher und natürlicher Katastrophen gefeit.

      Herzlichen Gruß,
      Tunarus
    • Jetzt bin ich endlich in guter Gesellschaft !
      Wie oft wurde mir als CHROME-Nutzer hier im Forum schon gesagt, was für "böse Datenklauer" bei Google arbeiten und wie oft habe ich geantwortet, dass die "anderen" auch nicht besser sind.
      Bin seit Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts im Netz und denke, dass meine einfachen Daten weltweit in irgendwelchen Datenspeichern liegen.
      Habe noch niemals Onlinebanking gemacht, werde es auch nicht machen und zahle in den Geschäften bar.
      Bei Paypal denke ich, das hier die Sicherheit auf einem hohen Standard ist (Passwort alle 14 Tage wechseln) und bisher (klopf auf Holz) ging bei mir noch alles gut.
      Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Man lese nur die Meldungen der letzten Tage über Hacker-Angriffe.
      Aber danken möchte ich @Tunarus für seine ausführlichen Erklärungen. :top:
      Hoffentlich haben jetzt so einige begriffen, dass ihr "Lieblings-Browser" auch ein Datenkrake ist :-D