Adblocker sind rechtens, Springer Verlag scheitert mit seiner Klage

  • Hey Leute,
    das hier schon gelesen? Adblocker sind jetzt also doch rechtens und keiner kann etwas dagegen tun, nicht mal der Springer Verlag der mit seiner Klage großteils gescheitert ist. Ich finds gut, was ist eure Meinung?

  • Sehr interessant. Auch der zweite Teil des Urteils. Man muss sich nur darüber im klaren sein, dass überhaupt gar nichts, was eine Firma produziert (auch wenn es Informationen für andere sind), kostenlos ist, denn Mitarbeiter müssen ebenfalls bezahlt werden. Auch Adblocker sind Protukte, die natürlich nicht kostenlos sind. Es fragt sich also, was man im Endeffekt dafür bezahlt - sowohl für die Informationen, als auch für den Adblocker.

  • Finde ich gut.


    Die großen Verläge begründen ihr Verhalten immer mit "Damit wir unseren Service weiterhin kostenlos anbieten können.."


    Allerdings ist das großer Unfug, die verdienen genug durch ihre Zeitungen, die wollen sich nur noch mehr in die eigenen Taschen stecken. Die AdBlocker bekamen genau deswegen Aufmerksamkeit. Würden die Seiten nicht alles mit Werbung voll ballern, dann würden auch weniger Leute einen Blocker nutzen.




    Zitat

    Werbung und redaktionelle Inhalte dieser Seiten würden mit getrennten Datenströmen geliefert. Der Werbeblocker sorge lediglich dafür, dass Datenpakete mit Werbung auf dem Computer des Nutzers gar nicht erst angezeigt werden. Springer habe aber keinen Anspruch darauf, dass die Nutzer die Seiten genau so zu sehen bekommt, wie der Verlag sich dies wünscht. Auch die Pressefreiheit gebe Springer „nicht die Befugnis, dem Nutzer unerwünschte Werbung aufzudrängen“.

  • Allerdings ist das großer Unfug, die verdienen genug durch ihre Zeitungen

    Es fragt sich dann, warum man etwas kostenlos anbieten soll, wenn man bereits genug durch Zeitungen verdient und der Rest nichts einbringt.

  • So riesig kann der Gewinn durch Zeitungsverkäufe nun auch wieder nicht sein, sonst würden Zeitungen nicht "sterben". Onlineangebote der Zeitungsverlage waren eigentlich "Eigenwerbung", damit wollte man sich vorstellen und neue Abonenten gewinnen. Und natürlich auch durch Werbeklicks was einnehmen. Schließlich kostet das Onlineangebote auch Geld.


    Gruß Volkmar

  • Würden die Seiten nicht alles mit Werbung voll ballern, dann würden auch weniger Leute einen Blocker nutzen.

    So ist es und solange das so bleibt setze ich auch ABP ein, Basta!

  • Es tut mit leid - aber zu denken, das Firmen irgendetwas für lau anbieten, ist "etwas" naiv und weltfremd. Alles finanziert sich irgendwie und muss sich irgendwie finanzieren. Zeitungen finanzieren sich über Werbung - und auch Adblocker finanzieren sich. Die Finanzierung von Adblock... findet sich im Urteil der Richter - die wird eventuell wegbrechen. Wenn die wegbricht, womit finnanzieren sich Adblocker dann? Man sollte viel mehr darüber nachdenken, womit sich etwas finanziert - das ist wesentlich wichtiger, als sich zu überlegen, ob man es komplett kostenlos bekommt.

  • Wenn die wegbricht, womit finnanzieren sich Adblocker dann?

    Möglickeit: Donate (Spenden), bei ABP möchten die Devs. z.B. 5 $.
    Wie im Übrigen auch andere Firefox- Erweiterungen oder Open Sorce Projekte, z.B. OpenOffice, VLC usw. auf Spenden setzen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Oldviking ()

  • Wer bezahlt diese Spenden und wie viele Spender sind nötig, um kostendecken (und mit Gewinn) eine Firma zu betreiben, von der Menschen leben können?
    Womit Adblock... sein Geld verdient, steht im Urteil.
    Hast du eine leise Ahnung davon, wie viel Wissen nötig ist und wie viel Arbeit es ist, eine Anwendung zu erstellen? Das ist auch nicht Wissen, was man irgendwann hat und was auf einer Ecke stehen bleiben darf - täglich muss was dazugepackt werden. Wärst du bereit, laufend zu lernen und pausenlos zu arbeiten, ohne irgendetwas dafür zu bekommen? Wer wäre dazu bereit - vor allen Dingen, wer wäre dazu bereit, wenn er woanders für seine Arbeit auch ausreichend Geld bekommen würde?
    Grundidee von jedem, der professionell programmiert, ist es erst mal, möglichst viel Geld zu verdienen - nicht anderen etwas zu schenken. Programmierer sind keine Vollidioten. Die sind geübt im sammeln von Informationen, im Auswerten dieser Informationen und im Planen von Sachen - und das im Planen von Sachen auf mehreren Ebenen und über lange Zeit. Das ist die Hauptarbeit beim Programmieren - nicht das Schreiben von Code. Auch im rechtlichen Bereich kommt man da auf Dauer nicht ohne Kenntnisse aus. Fachidioten sind das meist also auch nicht.
    Glaubst du wirklich, dass solche Leute für ihr Leben planen, von Almosen zu leben???

  • Man sollte viel mehr darüber nachdenken, womit sich etwas finanziert - das ist wesentlich wichtiger, als sich zu überlegen, ob man es komplett kostenlos bekommt.

    Man finanziert sich mit Werbung, ist auch nichts verkehrtes dran, doch wenn irgendein Verlag seine halbe Seite nur mit aufdringlicher Werbung zu knallt soll das auch nicht mein Problem sein. Dann sollen die Leute sich nicht wundern wenn jeder zweite einen Adblocker besitzt. So einfach ist die Sache! Weniger Werbung => Weniger Adblocker.

  • wenn jeder zweite einen Adblocker besitzt.

    Was auch (wenn ich das Urteil richtig verstehe) rechtlich OK ist. Doch nicht nur die Internetseite der Zeitung wird programmiert, sondern auch der Adblocker.

  • Was auch (wenn ich das Urteil richtig verstehe) rechtlich OK ist. Doch nicht nur die Internetseite der Zeitung wird programmiert, sondern auch der Adblocker.

    Widerspricht auch niemand. Hätte man damals den Trend ignoriert überall Werbung voll ballern zu müssen, dann wäre es niemals in solch einem Ausmaß dazu gekommen.

  • ...wie gesagt, Programmierer planen, und das über längere Zeit. So ein Adblocker ist zum Geldverdienen gar nicht so schlecht - zum einen kann man, sobald man gut im Geschäft ist, die Firmen ausnehmen, die trotzdem Werbung durch den Blocker schleusen wollen (siehe Urteil), zum anderen sitzt man im Browser (wenn das erste nicht geht).
    Aber was ist am Browser so interessant? Der Browser kann jederzeit ins Internet, ohne dass man das verhindern kann. Auch die dort enthaltenen Daten sind wirklich sehr interessant, das wird mir jeder bestätigen, der sie mal angesehen hat (aber an die könnte man auch anders ran).
    Wie gesagt, Programmierer planen, und das über längere Zeit. Über sehr lange Zeit.

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