Sicherung fliegt zeitweise raus

  • Die Einschaltspannung des Netzteiles ist zeitweise zu hoch, dann spricht die Sicherung an.


    Sicherungen mit dem Symbol "H" sind heute nicht mehr zulässig.
    Alte Einrichtungen, die noch mit "H" abgesichert sind, haben evtl. Bestandsschutz,
    wenn ansonsten alles andere in Ordnung ist.

  • Wenn sie laufend rausfliegt, würde ich eher vernuten, dass das nicht an der Sicherung liegt.
    Die H Dinger fliegen recht früh raus - auch mal öfters bei Einschaltspitzen von Motoren zum Beispiel.
    Der Rechner dürfte im Einschaltmoment einiges an Leistung ziehen.


    Muß vielleicht doch mal einen Fachmann kommen lassen, der die ganzen Leitungen mal durchmißt.

    Soll eine neue Sicherung rein, muss der sowieso kommen. Der wird dir genaueres sagen können.

  • Hallo Hannes.


    Dieser Automatentyp ist mindestens 40 Jahre alt und gibt es nicht mehr. Heute sind "B" und "C" der Sicherungsautomaten Typ. Last dir einen 16 Ampere Typ "B" einbauen. Das der alte Automat schon mal raus fliegt, sollte man im verzeihen und ist normal. Wir in unserem alter haben ja auch schon mal "Kondition - Mängel" :)


    MfG, Tobbi

    Die Welt hat Rätsel, aber ebenso viele Lösungen.

  • ...ja, und ich werde schon auf dem Weg zur Disco abgefangen... :wacko:
    Danke Euch!


    Gruß Hannes

  • Hi,
    alte Type H Sicherungen trennen beim 3,5 fachen Nennstrom.
    Also eine Stromspitze von 35A führt augenblicklich zum Trennen.
    Da jeder E-Motor und Trafo ohne elektronische Begrenzung kurzzeitig einen hohen
    Einschaltstrom benötigt, ist es also normal das deine Sicherung manchmal auslöst.
    Man könnte das Netzteil des Rechners durch eines ersetzen, dass den Einschaltsrom
    begrenzt. Aber besser ist, du lässt den Automaten durch einen neueren ersetzen.
    Sonst hast du bei einem neuen Staubsauger das gleiche Problem wieder. ;)
    Gruss Micha

    Tätig ist man immer mit einem gewissen Lärm. Wirken geht in der Stille vor sich.

  • Danke auch Dir, Michael. Werde, wie oben erwähnt, mal einen Elektriker kommen lassen. Soll er sich die Sache mal anschauen und wechseln, was zu wechseln geht bzw. nötig ist.


    Gruß Hannes

  • Mich würde echt mal interessieren was denn alles im PC steckt.


    Wenn es mit Windows 7 läuft wird es ja wohl kein altes AT Gehäuse sein. :D Hat man da als Beispiel 5 Festplatten, 3 optische Laufwerke, 4 RAM Riegel, Intel Pentium 4 Prescott, ... am besten noch ein Röhrenmonitor, ... könnte es beim Einschalten schon "hart" zur Sache gehen. Hat man dann dazu noch so ein Netzteil wie Tschernobyl, oder Fokushima, ... würde mich nichts mehr wundern.


    Auch interessant, in einigen Wohnungen hängen mehrere Steckdosen, in mehreren Räumen an einer Sicherung. Erwischt man nun den einen Steckdosenring an die schon große Verbraucher angeschlossen sind, wird es auch eng.


    Was mir spontan gerade einfällt, hat man eigentlich schon probiert sich mal eine andere Steckdose, eventuell in einem anderen Raum, zu suchen? So könnte man doch schnell Gegentesten ob es am System liegt, oder an der Steckdose. Sollte es am System liegen, haut es dann eine andere Sicherung raus. Läuft das Gespann dagegen einwandfrei, liegt es an der Steckdose, bzw. Absicherung.

  • Hallo Idefix,
    hier mal die "Innereien" vom Rechner. Ein Röhrenmonitor hängt nicht dran und das Netzteil (Typ kann ich im Moment nicht nachschauen, müßte dazu den Rechner öffnen) habe ich vor ca. 4 Jahren neu gekauft und eingebaut, hat aber keinen extra Schalter. Also Runterfahren und mit Steckdosenleistenschalter stromlos machen.
    Es sollte also nicht mehr als nötig von Stromfressern verbaut sein. Aber Du sagst es, einen anderen Stromkreis noch probieren.....(und warum bin ich nicht drauf gekommen....?) Ich schiebe es mal auf's Alter :pfeifend:


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    Gruß Hannes

  • Sieht eigentlich vollkommen human aus, was im PC steckt. Die Intel Core 2 Duo E - Serie geht eigentlich auch schonend mit dem Verbrauch um.


    Bin gespannt was an einem anderen Steckdosenring passiert.

  • Wie schon geschrieben, sollte der H Automat gegen einen B Automaten ersetzt werden.
    Das muss aber ein Elektriker machen.
    H Automaten reagieren bei Überlast recht flink, dafür bei Dauerlast recht träge, weshalb sie auch "Hausbrand" Automaten geschimpft werden.
    Die jetzigen B Automaten haben eine andere Charakteristik und sind etwas unempfindlicher bei hohen Einschaltstromspitzen.
    Auch kann es sein, dass der H Automat einfach ermüdet ist und bei weniger wie dem Nennstrom Abschaltet.
    Den Fall hatte ich Zuhause in Verbindung mit einem 19" Röhrenmonitor.
    Damals kam einfach ein Fabrikneuer H Automat rein und alles war gut.

  • Danke Hackertomm, wieder dazu gelernt. Im Moment ist aber alles im grünen Bereich. Ich weiß nicht, wie oft ich den Rechner seit meinem letzten Kommentar hier hoch - und runter gefahren habe, aber bisher immer ohne Probleme, die Sicherung blieb immer drin. Deshalb auch ( @IdefixWindhund ) habe ich noch keine andere Steckdose genutzt. Bei Interesse werde ich Dir im Ernstfall "Meldung" machen.


    Gruß Hannes

  • Zitat

    Trotzdem bleibt die Frage, warum fliegt die Sicherung nicht bei jedem Anschalten raus, und warum nur bei diesem Rechner.

    Es hängt davon ab, WANN du die Steckdosenleiste einschaltest.


    Technische Begründung:


    1. Fakt: Im Einschaltmoment stellt ein Schaltnetzteil (z.B. ein Computer Netzteil) einen Kurzschluss dar. Die primären Glättungskondensatoren sind entladen. Hat es keine weitere Strombegrenzung fließt ein (theoretisch) unendlich hoher Strom.


    2. Fakt: Der Praktische Strom wird bestimmt durch


    a. Den Leitungswiderstand (der ist immer gleich)
    b. evtl. vorhandene Strombegrenzung (im Netzteil, ist auch immer gleich)
    c. die Höhe der Spannung (ändert sich permanent zwischen -325V und +325V innerhalb 20ms)



    Unsere Spannung beträgt RMS ("Quasi im Mittelwert") 230V.
    Unsere Spannung ist aber eine Sinusspannung. Das bedeutet, das sie zu einem Zeitpunkt gesehen bis zu 325V beträgt.


    Schaltest du zufälligerweise genau zu diesem Zeitpunkt ein, fliegt die Sicherung.
    Hat wurde die Halbwelle das erste mal durchschritten, sind die Kondensatoren geladen und es passiert nichts mehr.


    Der Wert für den Einschaltstrom wird bei guten Netzteilen im Datenblatt angegegeben und beträgt oft das bis zu 10-Fache des Nennstroms.



    Warum nur bei diesem Rechner?
    Das Netzteil verfügt nicht über eine Einschaltstrombegrenzung.


    Lass das Netzteil permanent am Netz und das Problem ist weg.
    Hast du Geld? Tausch es aus. ;)

    ~ Die Frage ist, ob wir nicht aus Angst einen Fehler zu machen, einen viel größeren Fehler machen ~

  • Hast du Geld? Tausch es aus.

    ...hast Du kein Geld, wirf es weg ;) .
    Nein, ernsthaft, danke für Deine Ausführungen. Was meinst Du, sollte ich vielleicht ein Netzteil mit Schalter einbauen, wäre das eine Alternative? Das Netzteil von dem anderen Rechner (wo das mit der Sicherung nicht passiert) hat nämlich einen extra Schalter. Mit dem "permanent am Netz lassen" habe ich gestern und heute gemacht, aber eher aus Faulheit, die Schalter an den Steckdosenleisten zu betätigen. Logisch, dann brauch ich nur den Rechner einschalten, das Netzteil ist ja schon versorgt, zieht aber auch dabei immer Strom, quasi wie standby, - oder?


    Gruß Hannes

  • Hallo Hannes.


    Ich kann dir noch mal empfehlen. Wechsel sämtliche H-Automaten gegen B-Automaten aus und du hast deine ganze Technik vernünftig abgesichert.


    Gruß, Tobbi

    Die Welt hat Rätsel, aber ebenso viele Lösungen.

  • Hallo Hannes.


    Ich kann dir noch mal empfehlen. Wechsel sämtliche H-Automaten gegen B-Automaten aus und du hast deine ganze Technik vernünftig abgesichert.


    Gruß, Tobbi

    Das geht nicht (zumindest nach VDE).
    Eine Änderung der Leitungsschutzschalter führt dazu, das die gesamte Elektrische Anlage auf den Stand der Technik gebracht werden muss.
    Also muss geprüft werden, ob alle Leitungen mit geprüftem Schutzleiter versehen sind, alle Steckdosen müssen Schleifenmessung gemacht werden, außerdem müssen relevante Stromkreise mit RCDs abgesichert werden.
    Möglicherweise müssen auch nicht mehr zugelassene Leitungen in den Wänden getauscht werden.


    Technisch kannst du die Sicherungen mit gleichem Nennwert ersetzen (das wird der Elektriker vermutlich auch tun - Aber ohne Prüfprotokoll ;) ), i.O. ist es aber nicht ganz.




    Der Schalter am Netzteil ist nutzlos. Einziger Vorteil wäre wenn an der Steckdosenleiste noch weitere Schaltnetzteile hängen, das diese dann nicht gleichzeitig eingeschaltet werden. Aber wer möchte schon immer ans Netzteil kriechen?


    Wenn das Netzteil immer eingesteckt ist, benötigt es einen Standby Strom, ja.

    ~ Die Frage ist, ob wir nicht aus Angst einen Fehler zu machen, einen viel größeren Fehler machen ~

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