Wie leicht wird man in einer Informationswelt Marionette von "Meinungsbildung" und Sklave seiner eigenen Informationsblase?

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    • Wie leicht wird man in einer Informationswelt Marionette von "Meinungsbildung" und Sklave seiner eigenen Informationsblase?

      Neu

      Ich komme noch (wie wohl viele von euch) noch aus einer Zeit, in der es kein Internet gab. Sich mit Informationen zu versorgen - um vielleicht etwas zu lernen oder seine Umwelt einschätzen zu können (im Rahmen der Politik zum Beispiel) - war eigentlich immer mit Anstrengung und Kosten verbunden.
      Heute sucht man was, klickt irgendwo und hat scheinbar alles, was man braucht, kostenlos in der Hand. Genial!
      Es kann jeder zu jedem Thema irgendwo seinen Senf dazu abgeben - ohne erst mal irgendeinen Verlag finden und bezahlen zu müssen, der irgendein Schriftstück druckt.

      Doch sind wir noch Herren unserer eigenen Meinung? Bilden wir unsere Meinung wirklich selbst oder sind wir bereits Marionetten von Meinungsbildern Populisten geworden? In wie weit wird unsere Meinung von anderen gebildet?
      Wie groß ist die Gefahr, dass man nur noch Daten erhält, die dem eigenen Profil der eigenen Person entsprechen, man quasi immer die eigene Meinung bestätigt bekommt und in einer Art "Informationsblase" lebt, ohne das selbst zu merken?
      Wie groß ist die Gefahr, Nachrichten alleine deshalb für wahr zu halten, weil sie tausendfach im Netz verlinkt sind?
      Wie leicht kann die eigene Meinung nur damit beeinflusst werden, dass jemand reale Nachrichten tausendfach in einen anderen Kontext stellt?
      Wie groß ist die Gefahr, die eigene Informationsblase zu versteifen, nur indem man denkt, man könne und würde gar nicht in einer Leben?
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      Mfg AHT
    • Neu

      Hallo AHT,

      das ist ein sehr schwieriges Thema. Ich bin mir sicher, dass es diese Informationsblase gibt und das wir dadurch auch beeinflusst werden. Auch wenn jetzt sicher viele wieder sagen werden, dass sie sich von nichts beeinflussen lassen würden. Daher finde ich es auch sehr wichtig, so viele Nachrichtenquellen wie möglich zu lesen. Also nicht nur den Maistream-Medien zu folgen, sondern so viele Quellen wie möglich zu beachten. Dennoch wird auch das keine 100%ige Sicherheit geben. Wir leben in einer sehr manipulierbaren Zeit.
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.
    • Neu

      Der Mensch an sich hat die Fähigkeit, in einer Informationsblase zu leben, eigentlich bereits in Form der selektiven Wahrnehmung als Überlebenskonzept fest eingebaut. Überlebensfähiger ist eigentlich eher der, der tiefer in einer solchen Blase lebt, als der, der das nicht tut und andere Sachen umfassender wahrnimmt.

      Ich habe zur Zeit den Eindruck, dass Leute in anderen Staaten (Amerika) scheinbar sehr viel mehr in eigenen Informationsblasen leben, als das hier in Deutschland der Fall ist. Ist das so? Wie kommt das?
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      Mfg AHT
    • Neu

      Ich denke das wir ganz massiv mit Nachrichten und Meinungen manipuliert werden.
      Ob es um politische Themen allgemein geht oder ganz heiß Themen zu Flüchtlingspolitik, um Software, Internet usw.
      Selbst die Fernsehmedien nehmen Einfluss auf uns Bürger und da ganz vorne die ARD und das ZDF.
      Wir selbst können mittlerweile garnicht mehr einschätzen was richtig oder falsch ist, was vernünftig oder sinnfrei ist.
      Wir leben in einer Zeit wo das Volk regelrecht verdummt wird.
      Wem sollen wir denn überhaupt noch Glauben, also ich bin mittlerweile total verunsichert...
      Nehmen wir als Beispiel das so beliebte Facebook, naja, ich glaube dazu muß ich nicht mehr sagen/schreiben.
      Grüße
      G.J
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      AHT schrieb:

      Ich habe zur Zeit den Eindruck, dass Leute in anderen Staaten (Amerika) scheinbar sehr viel mehr in eigenen Informationsblasen leben, als das hier in Deutschland der Fall ist.
      Ist das so? Oder sollte man da eher fremdbestimmte Informationsblasen schreiben?

      G.J schrieb:

      Wir leben in einer Zeit wo das Volk regelrecht verdummt wird.
      Man muss wohl sehr darauf aufpassen, dass das, was man genau als Verdummung wahrnimmt, nicht auch Produkt der eigenen Blase ist...
      Ein Mensch, der nicht in "Informationsblasen" lebt, ist eigentlich nicht alleine überlebensfähig.
      Nur wenn man weiß, dass das generell und immer so ist, kann man die Informationsblase aus eigenem Antrieb vielleicht auch wechseln:
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      Mfg AHT
    • Neu

      Warum ich darüber nachdenke:

      Das kommt eigentlich unter anderem durch die Sache mit Facebook und die Wahl von Trump. Mir fällt seit längerem auf, das ich andere Informationen zu haben scheine und Sachen anders Werte, als manche andere Leute. Grund dafür scheint zu sein, dass ich in keinem sozialen Netzwerk aktiv (und angemeldet) bin und mir Nachrichten nur sehr wenig aus dem Netz hole.
      Ich sage nicht, dass das besser ist - mir fällt das nur sehr stark in letzter Zeit auf...
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      Mfg AHT
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      AHT schrieb:

      Ich habe zur Zeit den Eindruck, dass Leute in anderen Staaten (Amerika) scheinbar sehr viel mehr in eigenen Informationsblasen leben, als das hier in Deutschland der Fall ist. Ist das so? Wie kommt das?
      Glaube die nehmen sich da nicht wirklich viel, zumindest was den Einfluss mächtiger Leute betrifft. In den Staaten dürften vermutlich aber mehr Dinge hinter verschlossenen Türen passieren.

      Schwabenpfeil! schrieb:

      Wir leben in einer sehr manipulierbaren Zeit.
      Geld ist Macht. Mit Geld kann man sich fast alles kaufen. Mit den richtigen "Mitteln" kann man überall seinen Einfluss wirken lassen. (leider) Die ganz hohen mächtigen, ich nenne sie einfach mal "Elite", haben genügend Einfluss auf viele Dinge in unserem Alltag. Ich glaube auch nicht, dass wir da jemals wieder raus kommen.
      Account wieder in normaler Benutzung. Account wird weiterhin von einer zweiten Person mitverwendet.

      Wer eine Maske trägt, kann nicht erwarten, dass man seine Tränen sieht.






    • Neu

      Adell Vállieré schrieb:

      Glaube die nehmen sich da nicht wirklich viel,

      Nach einem Fernsehbeitrag gestern gibt es Leute, die da das Gegenteil denken...
      Ein Bewohner hatte das gerade an, als ich da gearbeitet habe. Habe das leider nur halb mitbekommen.

      Ach ja - einen Account bei Google habe ich übrigens auch nicht.
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      Mfg AHT
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      AHT schrieb:

      Doch sind wir noch Herren unserer eigenen Meinung?
      Das liegt an jedem selbst.

      Jeder von uns ist manipulierbar. Das war aber schon immer so. Auch in der Vorinternet-Zeit liessen sich die Menschen beinflussen, auf eine andere Art und in weniger rasantem Tempo. Wie stark sich jemand manipulieren lässt, hängt von seiner Persönlichkeit ab. Die ist bis zu einem gewissen Grad "angeboren", wird aber auch durch seine Umwelt und Erziehung geprägt. Jeder einigermassen intelligente Mensch hat Wertvorstellungen, die sein Tun, Handeln und Denken steuern.

      AHT schrieb:

      Bilden wir unsere Meinung wirklich selbst oder sind wir bereits Marionetten von Meinungsbildern Populisten geworden? In wie weit wird unsere Meinung von anderen gebildet?
      Wenn man Informationen zu einem Thema bekommt, die den eigenen Vorstellungen nicht entsprechen, muss man sich darüber schon ernsthaft Gedanken machen, um daraus ggf. etwas zu lernen. Wenn man dann zum Schluss kommt, dass die eine oder andere der bisherigen eigenen Vorstellungen und Ideen auch sinnvoll aus einer anderen Perspektive betrachtet werden kann, hat man sich dann manipulieren lassen oder ist man lernfähig?
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)