Der (T)Euro

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    • ts-soft schrieb:

      Wenn ich die Preise so sehe, umrechne, normale Inflation hinzu rechne, stimmt doch alles, also nichts mit T-Euro, mal abgesehen von Zigaretten, Kaffee und Benzin. Viele Dinge sind sogar Billiger geworden.







      Ich sehe da keine Diskrepanzen.
      Hallo Thomas, ich habe mal die aktuellen Aldipreise aufgerufen:
      discounter-preisvergleich.de/ALDI-Sued-Preise/
      Der Umrechnungskurs von Euro auf DM ist 1,95583:
      zinsen-berechnen.de/wechselkurs/dem-eur.php

      Ich habe mir mal zwei Artikel ausgesucht:
      Toliettenpapier kostet heute in DM 4,20, früher 2,99
      Kaffee, mild kostet heute in DM 6,82, früher 5,59 (ist also auch nicht billiger geworden).

      So kann der Eindruck auch umgekehrt täuschen.

      ts-soft schrieb:

      Zur Kleidung kann ich nichts sagen, da ich meist nur Klamotten bei Lidl usw. kaufe, keine Diesel oder Levis Embleme bezahle, am liebsten ohne irgendwelche Aufnäher :-D . Aber das wird die heutige Jugend sowieso nicht verstehen ;-)
      Wenn ich richtig erinnere, sagtest du neulich in einem Beitrag, dass du lieber teurere Jeans kaufst, damit sie nicht nach zweimal waschen schon ausgeleiert sind?

      Gruß
      Sylvia

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sylvia2004 ()

    • Sylvia2004 schrieb:

      dass du lieber teurere Jeans kaufst, damit sie nicht nach zweimal waschen schon ausgeleiert sind?
      Statt die für 10€ nehme ich lieber die für 20€, aber niemals die für 60€ weil die Riechen wie Puma oder Diesel ;-)
      Qualität kann man erfühlen, jedenfalls meist und mache ich nicht am "Markennamen" fest. Außerdem fehlt mir jedes Modebewusst sein, Hauptsache sitzt und hält und das Klamotten-Shopping ist schnell wieder vorbei :-D
      Gruß Thomas
      Meine Hardware
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      ComputerInfo für PPF
    • Kaffee ist ein ganz schlechtes Produkt, um Inflation zu errechnen. Zu große Abhängigkeit von Weltmarktpreisen. Es gab mal Zeiten, da kostete das Pfund 12 Deutsche Ocken (ca. 6,20 EUR).

      Im Angebot kriegt man heute immer mal einen guten Dallmayr für 3,70, die regulären Preise zahlt doch eh nur, wer keine Vorräte vorhält. Ich meine jetzt keinen Jahresverbrauch. Mit 2-3 Paketen kann man die Zeit zum nächsten Angebot gut überbrücken.

      Solange man nicht gerade im Niedriglohnsektor arbeitet (Schande, dass es so was überhaupt gibt in der Form), sind Lebensmittel billiger als je zuvor. Entscheidend ist doch immer die Zeit, die ich für ein bestimmtes Produkt arbeiten muss.

      Außerdem lohnt mal ein Blick über den Grenzzaun. Insgesamt sind in Europa die Preise für Lebensmittel hoch im Vergleich zu Deutschland. Liegt wohl an der Vielzahl der Discounter bei uns, die für ein halbwegs erträgliches Preisniveau sorgen.

      Vor ein paar Jahren waren wir in Irland im Urlaub. Teilweise heftige Preise. Da kamen gerade die deutschen Discounter hoch. Im Fernsehen hatte ich mal eine Aldi oder Lidl Werbung gesehen, wo mit Eis (3*Magnum ähnlich) für ein EUR statt 3 in anderen Geschäften geworben wurde.
    • JochenPankow schrieb:

      Sylvia, beim EURO verstehe ich Dich nun wirklich nicht. Die damals schon neo-liberal herrschenden Sozialdemokraten und Grünen haben es versäumt, Preiskontrollen während der Umstellungsphase gesetzlich durchzuführen. So konnte der Handel teilweise Wucherpreise durchsetzen - vor allem in der Gastronomie. Andere Länder - z. B. Frankreich und die BENELUX-Staaten - hatten entsprechende Gesetze unter Androhung von hohen Bußgeldern, so dass der Wucher zwar nicht ganz verhindert wurde; sich jedoch in Grenzen hielt.
      Einen großen Vorteil im EURO sehe ich auch darin, dass Waren und Dienstleistungen im EWR vergleichbar sind.
      Jochen, wie ich in Beitrag 12 schon erwähnte, sind viele Widrigkeiten, die der Euro mit sich bringt oder brachte, nicht allein die Schuld des Euros an sich, sondern Begleitschäden. Trotzdem müssten wir sie nicht ertragen, wenn wir damals bei der DM geblieben wären.
      Das Schlimme ist, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Leider gewöhnt er sich auch das Schlechte.
    • Achilles schrieb:

      Sylvia2004 schrieb:

      @Achillis - Kaffee wird von Euro-Befürwortern natürlich gerne als Beispiel gebracht, weil der heute etwas günstiger ist. ;-)
      Nun ja, speziell auf Kaffee bin ich eingegangen, weil du die Verteuerung der "Tasse Kaffee" als besonders drastisch geschildert hast.
      Auch das Thema Preissteigerungen ist ein weites Feld.
      Ich bin aus verschiedenen Gründen kein großer Freund des Euro. Man sollte sich aber vor der Annahme hüten, dass die Einführung dieser Währung im Zusammenhang mit Verteuerungen der Anfang allen Übels war. Mit großer Wahrscheinlichkeit hätten sich die Preise langfristig auch auf DM-Basis ähnlich entwickelt.

      Schlaf gut
      Hallo Achilles, hätte, vielleicht....Reine Spekulation. Gruß Sylvia
    • Sylvia2004 schrieb:

      Trotzdem müssten wir sie nicht ertragen, wenn wir damals bei der DM geblieben wären.
      Das sind nun reine Spekulationen, die nichts bringen. Ebenso könnte ich spekulieren, was wäre, wenn Kohl niemals Bundeskanzler geworden wäre, Schröder noch heute Kanzler wäre, die Mauer noch stehen würde. Was dann wäre, kann niemand sagen.
      Die DM hätte auch bei der Bankenkriese einen riesigen Knacks kriegen können oder wir würden, weil die DM daraus als strahlender Gewinner hervorgegangen wäre, heute im Schlaraffenland leben.

      Gruß Volkmar
    • @Volkmar - naja, Billionensummen an Haftungen, Bürgschaften und Krediten zwecks Eurorettung , die alle zurückgezahlt werden müssen, wären uns sicher erspart geblieben. Die kann man nicht mit "Spekulationen" wegwischen.

      Außerdem möchte ich auch noch mal auf die mindestens 300 Milliarden an entgangenen Zinsgewinnen der deutschen Sparer hinweisen. Viele Rentner hatten damit gerechnet und sehen jetzt bei der Null-Zins-Politik im wahrsten Sinne des Wortes "alt" aus.

      Gruß
      Sylvia
    • Sylvia2004 schrieb:

      an entgangenen Zinsgewinnen der deutschen Sparer hinweisen. Viele Rentner hatten damit gerechnet und sehen jetzt bei der Null-Zins-Politik im wahrsten Sinne des Wortes "alt" aus.
      Das kannst Du aber nicht allein dem Euro in die Schuhe schieben. Das ist auch mit unserem Franken leider nicht anders. Minuszinse sind was ganz Tolles. :-(
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)
    • Sylvia2004 schrieb:

      @Volkmar - naja, Billionensummen an Haftungen, Bürgschaften und Krediten zwecks Eurorettung , die alle zurückgezahlt werden müssen, wären uns sicher erspart geblieben. Die kann man nicht mit "Spekulationen" wegwischen.

      Außerdem möchte ich auch noch mal auf die mindestens 300 Milliarden an entgangenen Zinsgewinnen der deutschen Sparer hinweisen. Viele Rentner hatten damit gerechnet und sehen jetzt bei der Null-Zins-Politik im wahrsten Sinne des Wortes "alt" aus.

      Gruß
      Sylvia

      Auch das liegt nicht alles am EUR. Wir haben genug eigene Probleme. Staatsschulden im Billionen Bereich. Dazu jede Menge ungedeckter Schecks bzgl. Rente/Pflege/Krankenversicherung wegen der nicht vorhandenen Bevölkerungspyramide.

      Bzgl. der Garantien für den EWS: Damit wurde z. B. der griechischen Bevölkerung null komma nichts geholfen. Das ganze ist ein Rettungspaket für deutsche, französische und italienische Banken, die MRD an faulen Krediten in Südeuropa hatten und über das "Rettungspaket" los wurden. Ich denke mal, da haben in Europas Finanzmetropolen die Sektkorken geknallt.

      Ich denke mal, ob EUR oder DM ist egal, mit der DM würde es uns nicht besser gehen. Hätten wir z. B. die Garantien nicht gegeben, wären uns im Gegenzug Exportmärkte weggebrochen.

      Wie ich zuvor schon mal sagte: Es ist halt alles nicht einfach, niemand hat den Stein der Weisen.
    • @Volkmar - die Rettungsgelder wurden gezahlt, weil sich Länder wie Griechenland zu unrecht in den Euro gedrängt hatten und dann außerdem noch die No-Bailout-Klausel im EG-Vertrag gebrochen wurde.

      Bitte nicht alles schönreden! ;-)

      goldseiten.de/artikel/407708--…sollen-unsere-werden.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sylvia2004 ()

    • Wobei es ganz egal ist, ob in Griechenland der Euro oder die Drachme krachen geht, wir hängen mit drin.
      Mal so ein kleines Beispiel aus der Finanzgeschichte: Die Herren Strauss und Honecker, naja neben den beiden wären Hund und Katze beste Freunde gewesen. Und doch hat Strauss durchgesetzt, dem Honecker schnell mal ein paar Milliarden zu überlassen. Nicht etwa, weil Honecker ein neues Auto brauchte, der brauchte nur etwas Kleingeld, um zur Bank zu gehen, sich Geld zu leihen. Ist nun mal so, wenn Du nichts hast, kriegst Du bei der Bank nicht mal gebrauchtes Klopapier geliehen. Der Strauss wußte einfach, Honecker wird nicht klein beigeben und sich der Bundesrepublik anschließen, lieber hätte der die DDR zur 16. Unionsrepublik gemacht. Und wer wollte das schon? Und auch sonst hat die BRD ja ganz gut und preiswert im Osten eingekauft. So gut, daß wir keine Kaffeemaschine im Laden kriegten, die standen in den Westregalen. Also mußte der Laden weiter laufen.

      Gruß Volkmar
    • Milchmädchenrechnungen.

      Griechenland hat sich eher durch den Euro und einfacher Verschuldung per EZB noch ein paar Jahre am Laufen gehalten, das Kartenhaus wäre sonst eher zusammengefallen.

      Oder fällt dir aus außer Olivenöl, Schäfskäse und Nana Muskuri irgendwas anderes ein, was Griechenland exportiert? :-)

      Und das andere: Woher willst du das wissen? War zwar nicht vorgesehen. Aber wenn jeder seine eigene Währung hätte und Europa sonst implodiert wäre, was hätten wir dann gemacht?

      Ansonsten frage mal die Export-Industrie, was sie vom Euro hält. Geht in Richtung "Sehr viel". Das ganze Geschäft ist einfacher zu kalkulieren, keine Währungsrisiken etc.
    • Den Griechen ging es in den Anfängen des Euro immer weiter gut, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt hatten. Sieht man ja eben auch daran, daß sie nur in den Euroraum gekommen sind, weil sie nichtzutreffende Angaben zu ihrer Finanzsituation gemacht haben. Und wenn die Blase mit der Drachme geplatzt wäre, hätte es eben nicht den Eurorettungsschirm gegeben, sondern so einen "kleinen" Hilfskredit in DM, wie ihn Honecker bekommen hat. Wäre eben ein anderer Name für das gleiche Ding gewesen. Man kann jemanden klein halten, wenn man ihn in irgend einer Form braucht, aber nicht verhungern lassen.

      Gruß Volkmar
    • Hallo,

      eine schöne Diskussion ums Geld.

      Schon mal überlegt, jeder will reicher werden.

      Da muss im bestehenden System jemand ärmer werden (Schulden aufnehmen).

      Eigentlich sind solche Schneeballsysteme verboten.

      "Schneeballsysteme sind Spezialfälle von Konstrukten, welche auf ständiges Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen angewiesen sind.
      In den meisten Ländern sind diese inzwischen – zumindest teilweise – illegal." :pfeifend:

      Der Staat verschuldet sich nicht mehr, die Firmen auch nicht, wer bleibt den da noch übrig?

      Die Bürge(n)r des Staates. :top:

      Und wohin fließt das Geld?

      Tschau
    • Oldi-40 schrieb:

      Schon mal überlegt, jeder will reicher werden.

      Da muss im bestehenden System jemand ärmer werden
      Veto!

      Wodurch "entsteht" Geld? Mal drüber nachgedacht?
      Was IST eigentlich "Geld"?

      Geld ist eine Art "Gutschein", also ein Platzhalter für etwas Anderes.

      Früher musste der Bauer, der Schweine hatte aber Mehl brauchte, ein halbes Schwein zum Müller schleppen. Das war mühsam. UND der Müller hatte das Problem: Was mache ich jetzt mit dem halben Schwein? Wie verbrauche ich das, ehe es schlecht wird?

      Da kam das Geld in's Spiel.
      Der Bauer gibt nun dem Müller Geld statt Schwein, und der Müller holt sich vom Schlachter für das Geld nur so viel Schwein, wie er aktuell braucht. Und der Schlachter kauf das Schwein für Geld beim Bauern...

      Also noch mal: Was IST Geld?
      Ganz einfach: Ein Platzhalter für eines von 3 Dingen:
      (selbst produzierte) Ware, Arbeit oder Dienstleistung.

      ,Wenn das Tischlern einer Holzkarre (Arbeit) z.B. 1 Sack Getreide (Ware) wert ist, und im Wert 1/4 Stunde Mehl mahlen oder Brot backen (Dienstleistung) entspricht, sind alle versorgt.
      Der Bauer produziert Getreide, fährt es mit der Karre zur Mühle, lässt es vom Müller mahlen, vom Bäcker backen und "bezahlt" die Karre mit Mehl und das Mahlen mit Brot. Der Bäcker behält als Bezahlung auch etwas Brot ein.
      Alle haben Arbeit und Nahrung.
      (REICHER kann man gar nicht werden, my2ct...)

      Das ganze funktioniert einwandfrei, und zwar GENAU SO, wenn als Zwischenschritt immer Geld benutzt wird.
      Man nennt das "Kreislaufwirtschaft". Genau das macht die Natur, und zwar seit Jahrmillionen erfolgreich!

      Und dann kam Oldi-40 ... :-D (sorry, meine ich nicht so, is nur ein Beispiel!!)
      Oldi-40 genügte das nicht, ER wollte REICHER werden. Also verlangte er (als Müller) plötzlich statt 1 Brot 2 Brote für's Mahlen. Einfach so.

      Und dieses 1 Brot musste der Bauer ja nun irgendwo einsparen und gab dem Tischler nur noch 1/2 Sack Mehl für eine neue Karre.
      Und siehe: Oldi-40 hatte Recht: Damit er reicher werden konnte, musste der Tischler ärmer werden.

      Aber NUR, weil der Oldi-Müller gierig war! Hätte er weiterhin für 1 Brot gemahlen, wäre aller gut geblieben...

      Und das verrückte war: Für eine neue Mehlschaufel, die sonst 1/2 Sack Mehl gekostet hatte, wollte der Tischler plötzlich einen ganzen Sack.
      Und Oldi-40 SCHIMPFTE über dessen Gier und die schei?? Inflation...

      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

      Denkt mal drüber nach - und lebt bescheiden! :zorro:

      Rabe

      PS: HANDEL, also das Kaufen und (teurer) verkaufen von Ware ist noch KEINE Preissteigerung, denn Handel ist auch Dienstleistung! Schließlich muss die Ware in A abgeholt und nach B gebracht werden, dabei gibt es Transportverluste, etc... Dass der Kaufmann also teurer verkauft als er einkauft, ist o.k., so lange er nur so viel drauf schlägt wie er selber BRAUCHT.
      (Nur wenn er, wie der Müller oben, gierig wird, gerät das System aus den Fugen.)

      Die ECHTE WERTLOSE Gewinnabschöpfung findet aber an der Börse statt. Durch Spekulation. Da wird dem Kreislauf Geld entzogen, OHNE dass einer der realen Gegenwerte:
      - (selbst produzierte) Ware, Arbeit oder Dienstleistung - dafür "gegeben" wird.

      DA (und durch Gier) gerät der Kreislauf aus den Fugen und NUR dadurch gibt es Armut (und vereinzelt) Reichtum.

      Bleibt die Frage: Können wir auch reicher werden, OHNE das System zu beschädigen?
      Aber klar! Ganz einfach, indem wir MEHR (selbst produzierte) Ware, Arbeit oder Dienstleistung erzeugen. Durch Fleiß - oder Intelligenz (verbesserte Methoden).

      Nur immer dann, wenn einem Gewinn KEIN realer Gegenwert an Ware, Arbeit oder Dienstleistung zugrunde liegt, wird das System geschädigt und irgend jemand dafür ärmer.
      Computer setzen logisches Denken fort!
      Unlogisches auch....

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von ravenheart ()