36C3: Unsichere Patientendaten - die Telematik-Infrastruktur des Gesundheitswesens hat ein Identitätsproblem

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    • 36C3: Unsichere Patientendaten - die Telematik-Infrastruktur des Gesundheitswesens hat ein Identitätsproblem

      heise security schrieb:

      Institutionenkarte, Arztausweis und elektronische Gesundheitskarte stellen das Gerüst der Gesundheits-IT. Alle sind viel zu einfach zu beschaffen.
      Quelle: heise.de/newsticker/meldung/36…rity.atom.beitrag.beitrag
    • Dazu erschien gestern ein Artikel in "Die Welt":

      welt.de/politik/deutschland/ar…ureichend-geschuetzt.html

      PS
      Einige der Kommentare zum Welt-Artikel sind ihrerseits informativ!
      Meine sehr kluge Signatur befindet sich noch in der Herstellungsphase. Falls keine gravierenden Inkompatibilitätsprobleme auftauchen werden, rechne ich mit ihrer Lieferung für das 1. Quartal 2034. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Abifiz ()

    • Abifiz schrieb:

      Dazu erschien gestern ein Artikel in "Die Welt":

      welt.de/politik/deutschland/ar…ureichend-geschuetzt.html

      PS
      Einige der Kommentare zum Welt-Artikel sind ihrerseits informativ!
      Besonders dieser Satz stößt bitter auf:

      welt.de schrieb:

      Die Befürworter der ePA werben damit, dass dadurch der Datenaustausch zwischen Ärzten erleichtert und Patienten besser behandelt werden könnten.
      Würden die meisten Ärzte richtig untersuchen und behandeln, dann würden Patienten allgemein besser behandelt werden.

      LG C
    • Kann ich genau so sagen - trotzdem ist es mir lieber, wenn ich keinen Arzt brauche, was aber leider ein Wunschtraum ist.
      Gruß
      Bosco

      Warum unglücklich sein über etwas, das man ändern kann? Und was hilft es, unglücklich zu sein, wenn es sich nicht ändern lässt?

      (Shantideva)
    • ItsOnlyC schrieb:

      Besonders dieser Satz stößt bitter auf:

      welt.de schrieb:

      Die Befürworter der ePA werben damit, dass dadurch der Datenaustausch zwischen Ärzten erleichtert und Patienten besser behandelt werden könnten.
      Würden die meisten Ärzte richtig untersuchen und behandeln, dann würden Patienten allgemein besser behandelt werden.
      LG C
      Ich vermute, dass mit "besser" schneller und effizienter gemeint ist.

      Aber natürlich kann man auch das gleich wieder negativ auslegen.
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)
    • Es kommt auch auf den Patienten an. Wenn der zum Doc geht mit der Einstellung: Der Doktor macht mich schon heil, dann brauchts keiner Sicherheitsstruktur!
      Bei lebensbedrohlichen Krankheiten kommt es entscheidend auf das Arzt-Patientenverhältnis an, auch Compliance kommt hinein.
      Extrem: Der Chirurg ist ganz hervorragend und sehr freundlich.! Er hat vorbildlich operiert, alles heilte sehr schnell ohne Komplikationen.
      Leider hat er das falsche Bein amputiert.
    • fori schrieb:

      Extrem: Der Chirurg ist ganz hervorragend und sehr freundlich.! Er hat vorbildlich operiert, alles heilte sehr schnell ohne Komplikationen.
      Leider hat er das falsche Bein amputiert.
      Ja, das ist tragisch und kommt leider auch vor. Aber Ärzte sind halt keine Menschen, sondern ihre Pflicht ist es, Götter in Weiss zu sein. :roll:
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)
    • Nach meiner Krankheitsgeschichte kann ich sagen, dass Ärzte sehr wohl Menschen sind, deshalb können auch leider Fehler passieren.
      Ich habe den Ärzten viel zu verdanken -ohne die wäre ich mit Sicherheit nicht mehr hier.
      Dies wollte ich an dieser Stelle anmerken, obwohl wir uns vom Ausgangsthema entfernt haben.
      Gruß
      Bosco

      Warum unglücklich sein über etwas, das man ändern kann? Und was hilft es, unglücklich zu sein, wenn es sich nicht ändern lässt?

      (Shantideva)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bosco ()

    • EstherCH schrieb:

      Ich vermute, dass mit "besser" schneller und effizienter gemeint ist.

      Aber natürlich kann man auch das gleich wieder negativ auslegen.
      Hallo Esther, natürlich sollte meine Aussage nicht so negativ gemeint sein, wie sie hier ausgelegt ist. Meine Aussage ist sehr unglücklich formuliert, tut mir leid. :oops:
      Es geht mir eher um den Punkt der Befürworter. Auch ich bin der Meinung, dass eine elektronische Patientenakte von Vorteil sein kann, aber die wirklichen Probleme werden von den Befürwortern nicht erwähnt, gekonnt ignoriert und noch mit schönen Worten beschmückt. Zu den Befürwortern gehört beispielsweise die Kassenärztliche Vereinigungen inkl. der Krankenkassen, sowie auch allgemein Organe des Gesundheitswesens. Es gibt immer weniger Ärzte und immer mehr Patienten. Viele Ärzte und Kliniken sind total überlastet, was ich selbst schon mehrfach erleben durfte in der Uniklinik Düsseldorf. Durch solch eine Überlastung kommt es zu immer mehr Problemen und Pannen. Ich kritisiere daher die Art und Weise, wie für die elektronische Patientenakte geworben wird, weil an der Problematik wird dies letztendlich nichts ändern. Weil:

      EstherCH schrieb:

      fori schrieb:

      Extrem: Der Chirurg ist ganz hervorragend und sehr freundlich.! Er hat vorbildlich operiert, alles heilte sehr schnell ohne Komplikationen.
      Leider hat er das falsche Bein amputiert.
      Ja, das ist tragisch und kommt leider auch vor. Aber Ärzte sind halt keine Menschen, sondern ihre Pflicht ist es, Götter in Weiss zu sein. :roll:
      Ärzte eben auch Menschen sind und ihre Grenzen haben. Es muss daher an vielen Baustellen gearbeitet werden. Ärzte und Kliniken müssen entlastet werden. Eine elektronische Patientenakte mag zwar einige Dinge einfacher machen, aber wenn die Identitätsprüfung schlampig ist, dann sorgt man am Ende für noch mehr Probleme und Chaos. Das sind noch sehr viele Baustellen, bis solch ein System für den Einsatz bereit ist.

      LG C
    • Nennen wir es doch ruhig mal beim Namen: Weil Ärzte dort noch Ärzte sein dürfen? In Deutschland sind es ja dank etlicher verflossener "Gesundheitsminister" vor Allem nur noch Krämer, deren Bilanz stimmen muß. Schon bei der Medikamentenverordnung muß in erster Linie das Budget passen. Und so steht beim jeder Tätigkeit der Bürokram an aller oberster Stelle. Für Sprechstunden ist kaum noch Zeit. Eigentlich eine Schande für ein hochentwickeltes Land.

      Gruß Volkmar
    • EstherCH schrieb:

      Woran mag das liegen? Keine zynische, sondern eine absolut ernst gemeinte Frage. In der Schweiz hat es sehr viele deutsche Ärzte. Weshalb arbeiten diese offenbar lieber in der Schweiz als in Deutschland?
      Volkmar hat hier ja schon die Antwort genannt, die mit meiner Einstellung sehr identisch ist. Nebenbei erwähne ich jedoch noch, dass auch der Einfluss der Pharmalobby eine erhebliche Rolle spielt.

      Lustiger Funfact: Mein Hausarzt ist ebenfalls Schweizer und nimmt sich sehr viel Zeit für mich und beantwortet mir gerne meine Fragen. Darüber hinaus bietet er auch nur eine begrenzte Anzahl an der Termine pro Tag an.

      LG C
    • Nun ja, auch bei uns werden die Schrauben immer mehr angezogen. Aber ich habe während der langen Krankheit meines Vaters trotzdem viele Ärzte kennengelernt, sowohl in der Uniklinik wie auch solche mit eigener Praxis, die sich während und ausserhalb der normalen Sprechzeiten eine Menge Zeit auch für die Angehörigen und deren Fragen genommen haben, was ja auch zum Arztsein gehört. Ist also durchaus möglich, dass genau das die Antwort ist:

      Volkmar schrieb:

      Weil Ärzte dort noch Ärzte sein dürfen?
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von EstherCH ()

    • Bei mir auch - es gibt halt überall solche und solche. Vielleicht hatte ich nur Glück, oder war es vor 7 Jahren noch anders.
      Gruß
      Bosco

      Warum unglücklich sein über etwas, das man ändern kann? Und was hilft es, unglücklich zu sein, wenn es sich nicht ändern lässt?

      (Shantideva)