EaseUS Data Recovery Wizard Free

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Unsere Datenschutzerklärung wurde aktualisiert. Mit der Nutzung unseres Forums akzeptierst Du unsere Datenschutzerklärung. Du bestätigst zudem, dass Du mindestens 16 Jahre alt bist.

    • EaseUS Data Recovery Wizard Free

      Autor: Schwabenpfeil!
      EaseUS Data Recovery Wizard Free

      Werbung / Laut eigenen Angaben von EaseUS ist die Software Data Recovery Wizard Free die branchenweit führende Freeware zur Datenrettung mit einer überragenden Wiederherstellungsrate von 97,3 % (Wiederherstellungsrate = Datenmenge, die bereits vom EaseUS Data Recovery Wizard wiederhergestellt wurde / Gesamtmenge der verlorenen Daten). Wer versehentlich Daten von der Festplatte, einem USB-Stick oder der Speicherkarte der Fotokamera löscht, findet mit dem Data Recovery Wizard Free einen starken Verbündeten beim Versuch die Daten wiederherzustellen. Gleiches gilt für Datenträger die beim Versuch diese auszulesen, Lesefehler ausgeben. Gerade bei preiswerten USB-Sticks oder Speicherkarten tritt dieses Problem leider öfter mal auf. Es gilt aber ein paar Dinge zu beachten und Fehler zu vermeiden, um die Chancen auf eine Wiederherstellung der Daten zu wahren.

      ::: Oh Schreck, die Daten sind weg!

      Nach dem Urlaub oder der Familienfeier möchte man die Fotos von der Speicherkarte der Kamera auf den PC übertragen. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit reicht mitunter schon aus und schon hat man die Fotos nicht kopiert, sondern gelöscht. Auch Defekte an den Speichermedien sind häufig für Probleme verantwortlich. Spätestens beim Übertragen der Bilder merkt man dann, dass viele nicht mehr gelesen werden können. Auch bei USB-Sticks kommt es immer wieder zu unerwünschten Datenverlusten. Eben hat der Stick noch wunderbar funktioniert und im nächsten Moment verweigert Windows den Zugriff. Oder, ganz klassisch, man lösche die Daten versehentlich selbst und bemerkt das Problem vielleicht erst nach einigen Tagen.

      ::: Was nun?

      Ein physikalisch beschädigter Datenträger ist für jede Software ein Härtefall und hier gelangen diese schnell an die Grenze des Machbaren. Sehr häufig liegen aber Probleme vor die durch fehlerhafte Sektoren, Dateisystemfehler oder durch Schadsoftware verursacht wurden. Wurden die Daten versehentlich durch den Anwender gelöscht, stehen die Chancen auf eine umfangreiche Wiederherstellung am besten. Hierzu muss man wissen, dass Windows Daten die vom Anwender zur Löschung freigegeben wurden, nicht wirklich löscht, sondern diese lediglich aus dem Dateisystem streicht. Die Bereiche werden daraufhin zur Speicherung neuer Daten freigeben. Solange die Daten noch im Papierkorb liegen ist eine Wiederherstellung natürlich am einfachen. In diesem Fall öffnen man lediglich den Papierkorb und stellt die Daten mit einem Mausklick wieder her.

      Sind die Daten nicht mehr im Papierkorb zu finden, kann eine gute Datenrettungssoftware helfen, wie der Data Recovery Wizard von EsaeUS. Das Programm gibt es in den drei kostenpflichtigen Versionen Data Recovery Wizard Pro, Data Recovery Wizard Pro+ mit WinPE und Data Recovery Wizard Technician, sowie der kostenlosen Variante Data Recovery Wizard Free.

      ::: Data Recovery Wizard Free

      Bei der kostenlosen Variante ist das wiederherstellbare Datenvolumen auf zunächst 500 MB begrenzt. Das reicht sicherlich für einige Dokumente aus, wenn es um die Herstellung von Fotos oder Urlaubsvideos geht, ist das Volumen hingegen schnell aufgebraucht. Innerhalb des Programms gibt es jedoch die Möglichkeit das Datenvolumen um weitere 1,5 GB auf insgesamt dann 2 GB zu erhöhen. Dazu muss man lediglich im Menü Teilen :co1: das Programm auf Facebook oder Twitter teilen, wobei die tatsächliche Teilung aber nicht geprüft wird. Es reicht also aus die entsprechende Schaltfläche anzuklicken. EaseUS ist dieser Umstand natürlich bekannt und so weisen sie auf der Produktseite auch darauf hin, dass zum Schutz der Persönlichkeitsrechte keine Überprüfung des Vorgangs stattfindet.



      Im Vergleich zu einigen anderen Anbietern die in ihren kostenlosen Versionen lediglich 300 MB - 500 MB anbieten, sind 2 GB natürlich ein guter Wert. Ob es im Fall der Fälle ausreicht um die Daten von einer Speicherkarte oder einem USB-Stick zu retten, wird sich zeigen. Wichtig ist hierbei noch zu wissen, dass das freie Datenvolumen kumulativ ist. Das heißt also, dass die Software den Umfang jede Datenrettung addiert und beim Erreichen des Limits eine entsprechende Meldung ausgibt.

      ::: Vorbereitung

      Sobald der Datenverlust bemerkt wurde, gilt es, das entsprechende Speichermedium nicht mehr zu nutzen! Gibt Windows z.B. die Meldung aus, dass der Datenträger formatiert werden müsste um ihn verwenden zu können, muss dieser Vorgang unbedingt abgebrochen werden. Der Datenträger darf zudem nicht mehr zur Speicherung neuer Daten verwendet werden, bis der Vorgang der Datenrettung abgeschlossen ist. Mit jeder Datei, die auf den Datenträger gespeichert wird, steigt die Gefahr, dass diese über die eigentlich zu rettenden Daten geschrieben wird. Sollte das passieren, kann die überschriebene Datei nicht mehr wiederhergestellt werden. Aus diesem Grund darf die Software zur Datenrettung auch keinesfalls auf diesen Datenträger gespeichert werden.

      ::: Die Datenrettung

      In meinem Beispiel habe ich auf einen USB-Stick einen Ordner mit 15 Fotos abgelegt und diesen anschließend gelöscht. Eine ältere Speicherkarte meines Fotoapparates habe ich zum Test ebenfalls über einen Kartenleser per USB angeschlossen und möchte mal sehen, welche Daten dort noch gefunden werden.

      Im ersten Schritt weise ich das Programm an, den USB-Stick zu scannen und nach den verlorenen Dateien zu suchen :coo2: . Die Bedienung ist einfach und innovativ. Entweder wählt man einen kompletten Datenträger aus oder einen Speicherplatz wie Desktop, Papierkorb oder einen Ordner :co3: .



      In der Statusleiste unten zeigt die Anwendung an, wie viele Daten bereits gefunden wurden, welches Dateivolumen sich daraus gibt und wie lange der Vorgang noch dauern wird :co4: . Die Angabe der verbleibenden Zeit ist allerdings sehr ungenau. Wird z.B. angezeigt der Scan würde 4 Minuten dauern, läuft die Zeitangabe mehrfach bis auf 1 Minute an um dann wieder auf 1 Minute zu springen. So ist die Angabe leider völlig nutzlos. Sollt es nicht möglich sein die Zeit zu berechnen würde ich es an dieser Stelle besser finden, wenn einfach keine Zeit angeben wird, satt einen sich ständig ändernden Fantasie-Wert auszugeben. Der Scan des 32-GB großen USB-Sticks dauerte am Ende rund 25 Minuten.



      ::: Die Datenwiederherstellung

      Ist der Vorgang der Überprüfung schließlich abgeschlossen, präsentiert das Programm die Ergebnisse und listet alle gefundenen Dateien in de zwei Kategorien Schnell-Scann und Erweiterter Scan auf :co5: . Es wurden alle 15 Bilder aus dem Ordner Bilder gefunden und alle können wiederhergestellt werden :co6: . Lediglich die Dateinamen konnte das Programm nicht vollständig rekonstruieren. Das empfinde ich allerdings als nicht sonderlich tragisch. Wichtiger ist mir, dass meine Bilder alle gerettet werden konnten.

      Zur Wiederherstellung markiert man nun die gewünschten Dateien und klick schließlich rechts unten auf die Schaltfläche Wiederherstellen :co7: .



      Da man anhand der Dateinamen nicht immer zweifelsfrei feststellen kann, ob man genau dieses Foto wiederherstellen möchte, kann man dieses auch per Doppelklick öffnen und innerhalb der Anwendung betrachten. Auch aus dieser Ansicht heraus kann man die wiederherzustellenden Dateien auswählen, in dem man das entsprechende Kontrollkästchen aktiviert.



      In meinem Beispiel wurden nicht nur die 15 Fotos gefunden, die ich für diesen Test zuvor entfernt hatte, sondern noch 32 weitere Dateien. Darunter einige die ich schon viele Monate zuvor auf den Stick gepackt und die ich schon vor längerer Zeit auch wieder gelöscht hatte.

      ::: Datenrettung Teil 2

      Im zweiten Teil möchte ich eine alte SD-Karte nach verschollenen Bildern absuchen. Die Karte hat lediglich eine Kapazität vom 128 MB und sollte entsprechend schnell überprüft sein. Um den Vorgang zu starten klicke ich also wieder auf das zu scannende Speichermedium :co9: .



      Das ging wirklich schnell, kaum 15 Sekunden später wird das Ergebnis angezeigt. 18 nicht gelöschte Bilder waren noch auf der Karte, zusätzlich wurden aber weitere 225 Fotos gefunden. Die Karte hatte ich zuletzt 2016 im Einsatz, die ältesten wiederherstellbaren Fotos sind aus dem Jahr 2008 datiert. Beeindruckend. Damit habe ich nicht gerechnet.

      :admin: Download der kostenlosen Version

      Die Datenrettungssoftware Data Recovery Wizard Free über den nachfolgenden Link heruntergeladen werden: https://www.easeus.de/datenrettung-software/data-recovery-wizard-free.html
      Auf der Seite sind auch weitere Informationen und Anleitungen zum Programm zu finden.

      ::: Endergebnis

      In der kostenlosen Version können 500 MB / 2 GB Daten wiederhergestellt werden. Da das Datenvolumen kumuliert wird, ist das Limit bei dem einen früher, beim anderen später erreicht. Darauf hoffend, dass nicht ständig Daten verloren gehen, die auf dies Weise gerettet werden müssen, kommt man mit der kostenlosen aber eben eingeschränkten Version recht weit. Zumindest aber sieht man, ob der Data Recovery Wizard die gesuchten Dateien überhaupt findet und wiederherstellen könnte. Sollte das Datenvolumen also nicht mehr ausreichen kann man guten Gewissens den Kauf einer der kostenpflichtigen Versionen ins Auge fassen. Stand Januar 2020 kostet die Pro-Version knapp 67 Euro. Ein Betrag den man für die Rettung wichtiger Daten sicherlich gerne ausgibt. Diese Preisangabe ist selbstverständlich ohne Gewähr! Wer sich für den Kauf der Software interessiert beachte bitte die jeweils tagesaktuellen Preise, die man im letzten Drittel dieser Produktseite bei EaseUS einsehen kann.

      Der Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, da er von EaseUS unterstützt wird und ich für eine ehrliche Rezension einen kostenlosen Lizenzschlüssel für die Pro-Version erhalten habe. Der Artikel spiegelt meine persönliche Meinung wider und wurde von keiner Seite in irgendeiner Weise beeinflusst.