Mutter trifft verstorbene Tochter in VR

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    • Mutter trifft verstorbene Tochter in VR

      So richtig weiß ich gar nicht, wie ich den Artikel beginnen soll. Auf der einen Seite ist es schön, und gruselig zugleich. In einer südkoreanischen Fernsehshow trifft eine Mutter in einer virtuellen Umgebung ihre verstorbene Tochter. Die Mutter trägt dabei besondere Handschuhe, die auch Berührungen simulieren können. Mutter und Kind treffen sich in einem virtuellen Garten und feiern den Geburtstag der Kleinen. Dabei reagiert das virtuelle Kind auch auf die Mutter. Das Video zeigt auch immer wieder Einblendungen des Ehemannes und der anderen Kinder der Familie, die das Geschehen von Außen mitverfolgen. Am Ende bringt die Mutter das Kind ins Bett, dieses schläft ein, verwandelt sich in einen Schmetterling und fliegt gen Himmel.

      Puh, ich weiß nicht, ob ich das wollte, ob ich das durchstehen könnte mein verstorbenes Kind in einer virtuellen Welt zu treffen. Haltet Euch schon mal ein paar Taschentücher bereit. :cry:



      Quelle: pcwelt.de/news/Youtube-geruehr…ene-Tochter-10753585.html
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von EstherCH ()

    • Sehr ergreifend.
      Am Anfang musste ich ein wenig mit den Tränen kämpfen um sie zurück zu halten.
      Das klappte dann auch weil ich mich auf das Video konzentrieren musste.
      Schade das ich die Sprache nicht verstehe.
      Hätte zu gerne gewusst was da gesprochen wird.
      Ich bin in allem nicht gut aber auch nicht schlecht. (Gruß Norbert)
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    • Ich finde das ehrlich gesagt total krank :flopp: . Ein Mensch sollte in aller Würde behandelt werden, dazu gehört auch der Schmerz und Verlust eines geliebten Menschen.

      Diese Vermischung von Realität und Virtuellen Welt, gefällt mir gar nicht. Ich frage mich immer öfter, wo das noch alles hinführen wird. :roll: :roll:
    • Sagen wir mal so, ich würde das nicht wollen. Eine verstorbene Person virtuell wiederzutreffen, würde bei mir nur alte Wunden aufreißen. Mal davon abgesehen, dass ich ja weiß, dass die Person nicht wirklich da ist, sondern eben nur vom Computer generiert. Sicher kennt Ihr alle Raumschiff Enterprise und das Holodeck. So etwas wird es eines Tages geben, ganz sicher sogar. Das hier ist nur der Anfang. Aber das Gute ist ja, wer das nicht will, muss es auch nicht tun.
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    • So ein Holodeck soll es ruhig geben. Da kann ich dann ganz entspannt mal Urlaub machen ohne weit reisen zu müssen, oder auchmal was erleben, was ich mir gar nicht leisten kann (Flug zum Mond oder so) :-D Aber mit dem verstorbenen Kind, das gefällt mir nicht. So führt sich die Mutter immer wieder selbst zu dem Punkt zurück und muß dann gewissermaßen den Tod des Kindes nochmal durchmachen, um wieder in die Realität zu gelangen.
      Klar, hat man Erinnerungen an Verstorbene, aber das wäre mir zu intensiv, das möchte ich für mich nicht haben. Da soll lieber die Natur ihren Lauf gehen.

      Gruß Volkmar
    • Jeder Mensch trauert anders. Manche rennen jeden Tag ans Grab, andere so gut wie nie. Ich denke da gibt es kein richtig und falsch.
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    • Zugegeben ist das mit der Virtuellen Realität etwas sehr Spezielles.

      Es gibt ja aber auch Fotos von den verstorbenen die an der Wand hängen oder auf dem Schreibtisch stehen.
      Oder Videos die man selber oder andere gedreht hat, wo der Verstorbene zu sehen und zuhören ist.
      Schaut man sich ja auch hin und wieder mal an.

      Aber wie Jörg schon schrieb, trauert jeder anders.
      Ich bin in allem nicht gut aber auch nicht schlecht. (Gruß Norbert)
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    • Ist ja wohl ein Unterschied, ob man sich Fotos oder Videos ansieht und in Erinnerungen schwelgt, oder ob einem suggeriert wird, man könnte den verstorbenen Menschen auch berühren, spüren und ihm durch die Haare streichen.

      Die Erinnerungen von Fotos oder Videos tun eines Tages nicht mehr so sehr weh, im Gegenteil, man gewinnt sie lieb. Die Variante VR ist Flucht.

      Aber, wie Jörg auch schrieb:

      Schwabenpfeil! schrieb:

      wer das nicht will, muss es auch nicht tun.
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)
    • Ich gucke das Video nicht, weil ich von virtuellen Welten und Realitäten nichts halte - punkt um!
      Erst wenn in Deutschland und der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.
    • EstherCH schrieb:

      Eher im Gegenteil. Man läuft vor der Trauer und deren Verarbeitung weg, was in eine Endlosschlaufe führt.
      Ich finde, das kann man so verallgemeinert einfach nicht sagen. Manche Menschen brauchen das als Abschluss oder zur Bewältigung ihrer Trauer. Manche fotografieren das Begräbnis, um sich immer mal wieder die Bilder anzusehen, andere finden das befremdlich. Das muss einfach jeder für sich selbst entscheiden und ich werde das nicht nach meinen Vorstellungen bewerten.


      EstherCH schrieb:

      Die Erinnerungen von Fotos oder Videos tun eines Tages nicht mehr so sehr weh, im Gegenteil, man gewinnt sie lieb. Die Variante VR ist Flucht.
      Für Dich trifft das zu, für andere Menschen eben nicht.
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
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    • Es gibt Menschen, die sich nie richtig verabschieden konnten. Ich habe den Artikel bereits vor ein paar Tagen wo gelesen (mein-mmo.de) und war sehr fasziniert. Klar, es war nicht die richtige Tochter, aber die Mutter hatte noch einmal das Gefühl wichtige Dinge sagen zu können. Trauer funktioniert bei jedem anders.

      Mich persönlich quält es seit Jahren, dass ich meinem Großvater zum Abschied nicht noch ein paar Worte sagen konnte. Er wurde damals vom Krankenwagen abgeholt, bekam Insulin gespritzt und wurde mitgenommen. Meine Tante hat mir verboten mit ihm zu fahren, weil sie mitfahren wollte. Nebenfakt: Sie hat sich Jahre nicht um ihn gekümmert. Im Krankenhaus sagte der Arzt, mein Großvater wolle mit seinem Enkel sprechen (ich), meine Tante verneinte dies aber und ich wartete draußen, ich könne später zu ihm. Es kam wie es kommen musste und er verstarb am selben Abend. Meine Worte liegen heute immer noch schwer im Herzen wie damals.

      Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, kocht die Wut gegenüber meiner Tante wieder in mir hoch und der Wunsch mit meinem Großvater nochmal zu sprechen und eben diese Worte aussprechen zu können. Vor seinem Grab hat es nichts gebracht, vor Bildern ebenfalls nicht. Ich würde mich ebenfalls auf das VR Experiment einlassen. Ich habe nur die Gewissheit meiner Familie mit dem Erbe eins ausgewischt zu haben. Man wird mich dafür zwar für immer hassen, aber damit kann ich leben.

      Ich finde daher diese VR Begegnung vollkommen in Ordnung. Die Frau sagt ja selbst, dass es ihr dadurch besser ging, was sich in weiteren Interviews bisher bestätigt hat. Sie konnte sich verabschieden und kann vielleicht jetzt friedlicher schlafen, es sei ihr gegönnt. Wichtig ist nur, dass die Menschen nicht auf den Gedanken kommen, dass man Verstorbene Personen ersetzen kann, dann würden wir einen gefährlichen Weg gehen. So wäre jeder Mensch problemlos ersetzbar.

      Für die Mutter des Kindes war dies auf alle Fällte etwas ganz besonderes.
      Welcome to the wild, no heroes and villains.
      Welcome to the war, we've only begun.
      Pick up your weapon and face it.
      There's blood on the crown, go and take it
      You get one shot to make it out alive.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Adell Vállieré ()

    • Schwabenpfeil! schrieb:

      Jeder Mensch trauert anders. Manche rennen jeden Tag ans Grab, andere so gut wie nie. Ich denke da gibt es kein richtig und falsch.
      Dass jeder Mensch anders trauert sehe ich auch so.
      Hier wird der trauende Mensch aber nicht im Prozess des Abschiedes unterstützt.
      Keiner, wirklich niemand, wird nachvollziehen können was der Verlust des eigenen Kindes bedeutet. (Betroffene ausgenommen)
      Den Trauernden ist mit solch einer virtuellen Spielerei nicht geholfen.
      Glaube mir, dass eine Stunde der Begeisterung mehr gilt, als ein Jahr einförmig dahin ziehenden Lebens. " ( Christian Morgenstern )

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von V40 ()

    • V40 schrieb:

      Keiner, wirklich niemand, wird nachvollziehen können was der Verlust des eigenen Kindes bedeutet.
      Den Trauendernden ist mit solch einer virtuellen Spielerei nicht geholfen.
      Widersprichst Du Dir hier nicht selbst? Wenn niemand dies nachvollziehen kann, woher willst Du dann wissen, ob es der Mutter nicht geholfen hat? Hier wurde ja schon geschrieben, dass es der Mutter bisher dadurch besser ging. Solche wichtigen Informationen sollte man nicht ignorieren, weil dies eventuell nicht mit der eigenen Ansicht oder den eigenen Werten übereinstimmt. Der Mutter im Video hat dieses Treffen geholfen und sie konnte loslassen, diese Spielerei hat ja also doch etwas bewirkt.

      Ich selbst finde die Technik sehr faszinierend, weil uns Möglichkeiten eröffnet werden, die vor ein paar Jahren noch sehr weit entfernt waren. In Japan gibt es mittlerweile Therapien, die auf der virtuellen Realität aufgebaut werden, um Depressionen und andere psychische Erkrankungen zu behandeln. Auch gibt es bereits weitere Anwendungsgebiete der virtuellen Realität. So lebt in Bosnien eine ältere Frau, die nicht mehr richtig gehen kann und aufgrund der Umstände sehr verbittert wurde. Ihre Söhne kauften ihrer Mutter daraufhin ein komplettes System inkl. VR-Brille. Natürlich hat sich die Dame zu Beginn dagegen gewehrt, heute ist sie aber ein sehr glücklicher Mensch.

      Es ist schön zu wissen, dass es für viele Menschen Alternativen gibt. Mit den heutigen Therapeuten kann man nur noch bedingt etwas anfangen, weil viele einfach überlastet sind. Solange es also den Menschen hilft, und Beispiele gibt es genug, solange kann man sich einfach mitfreuen. Für die einen mag es krank sein, wenn eine Mutter Ihr verstorbenes Kind in der virtuellen Realität wiedersieht, aber es hat Ihr geholfen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Menschen dazu bringen nicht loszulassen.

      Oldviking schrieb:

      Ich lehne sowas ab, für mich ist es krank.
      Auch wenn krank nicht der beste Begriff in meinen Augen ist, so machst Du es dennoch richtig. Du legst Deine Meinung nicht direkt als Tatsache fest, sondern lässt es einfach nur Deine Meinung sein. Es ist nicht krank, sondern Du findest es krank. Gute Einstellung. (keine Ironie) :top:

      Oldviking schrieb:

      Krank ist für mich auch, dass es Leute gibt die ein Hologramm heiraten.
      Wie ich las hat das ein Japaner gemacht.
      Solche Hochzeiten sind lustig. Ich habe solch eine im Livestream vor einem Jahr verfolgt. Es gibt eine Figur namens Miku Hatsune, die eigentlich nur das Maskottchen einer Marke sein sollte, sie wurde aber weltweit bekannt und gibt sogar virtuelle Konzerte, die nochmal eine ganze Spur aufwendiger sind als nur die virtuelle Realität. Dieses Maskottchen ist mittlerweile mehrere Male verheiratet. Ziemlich lustig, wenn Du mich fragst.

      LG C