Wie sich Betrüger unser Vertrauen erschleichen

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    • Wie sich Betrüger unser Vertrauen erschleichen

      Christina Lekati ist Sicherheitstrainerin und -beraterin bei der Schweizer Firma Cyber-Risk. In einem lesenswerten Artikel in der taz am wochenende beschreibt Sie, wie Betrüger im digitalen Zeitalter das Vertrauen ihrer Opfer erschleichen um an wichtige Daten und deren Geld zu gelangen. Sie zeigt auf, wie die Hilfsbereitschaft der Menschen ausgenutzt wird und wie schnell Menschen mit guten sozialen Fähigkeiten es schaffen, auch zu Fremden eine vertrauenerweckende Bindung aufzubauen. Die Masche nennt man heute neudeutsch Social Engineering. Vermutlich sind wir alle schon einmal mit dieser Form des Betruges in Kontakt gekommen. Ich z.B. erhalte fast täglich Anfragen junger, attraktiver Damen über Facebook, Instagram oder per Mail, die mich kennenlernen möchten. Auch hier wird versucht vertrauen aufzubauen und irgendwann kommt dann die Bitte der Dame, dass man ihr doch Geld schicken möge, damit sie z.B. für einen Besuch den Flieger nach Deutschland besteigen könne.

      Im Fokus der Kriminellen stehe aber nicht nur private Personen, sondern oftmals Menschen die in einer Firma in einer wichtigen Position arbeiten. So z.B. die Chefsekretärin, Entscheidungsträger, Systemadministratoren oder auch das Sicherheitspersonal. Welche Tricks die Betrüger anwenden und wie man sich davor schützen kann, erklärt Christina Lekati.

      Zum Artikel der taz am wochenende
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.
    • Ja, hatte gerade auch selber so einen Fall...:

      Sehr sympathischer, junger Mann (mit Fahrrad) am Bahnhof,
      hat angeblich seine Tasche mit Handy, Geld, Papieren, Laptop - und Fahrkarte - im Zug liegen lassen, (weil er sein Rad raus getragen hat, und der Zug (mit der Tasche) plötzlich abgefahren ist).

      Er sei Student, die Bahnbeamten konnten/woilten ihm nicht helfen, nun wüsste er nicht, wie er nach Hause kommen soll. Er bräuchte 22 € für eine Fahrkarte, dringend, denn er müsse ja schnellstens zur Bank, seine Bankkarte sperren lassen...
      Er würde das Geld sofort zurück überweisen, wenn er eine neue Bankkarte habe, möchte es also ausdrücklich nur geliehen!

      Ich war sofort skeptisch, aber er wirkte so nett und ehrlich, dass ich mich entschieden habe das "Experiment" zu wagen und hab ihm das Geld gegeben, und meine IBAN...
      Leider nie was zurück erhalten...

      (Dumm für ihn, denn ich hatte mir, (ich schwöre!) fest vorgenommen: Überweist er mir tatsächlich die 22 € zurück, bekommt er von mir 220,- € - für Anstand und Ehrlichkeit!).

      Tja, war folgt aber so nun daraus?
      Der nächste Mensch, in angeblicher Notlage, der Geld von mir erbittet, bekommt vmtl. nichts!
      Der junge Mann hat nicht nur einen miesen Betrug begangen, die Sozialgemeinschaft, die ihn trägt, mit Füßen getreten, die Hand gebissen, die ihn füttert, sondern auch noch die Hilfsbereitschaft der Welt um 0,0000x...% (nämlich meine) verringert!

      Meine bösartige Hoffnung: Dass ER TATSÄCHLICH mal in so eine Notlage gerät - und dann NIEMAND ihm hilft!

      Rabe
      Computer setzen logisches Denken fort!
      Unlogisches auch....

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ravenheart ()

    • Für solche Fälle gibt es einen Sperrnotruf 116116. Hier können Giro und Kreditkarten aller Banken gesperrt werden.

      Alternativ zur nächsten Polizeistation gehen, die sperrt dann über ein, Polizei eigenes System (Kuno), die Karte. Das geht aber nur persönlich und nicht per Telefon ;-)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brens ()

    • ...war bereits 18:20 Uhr...
      Geht also nur telefonisch über die Notfallnummer...

      Und wer hat die schon im Kopf?

      Egal..
      Mir war klar, dass die "Story" Schwächen hat. War bewusst von mir ein Experiment (Test meiner eigenen Menschenkenntnis)…

      Und es liegt im Wesen von Experimenten, dass sie auch negativ ausgehen können...
      (Ich sag nur: Warntag!) :thumbsup:

      Wie schon geschrieben: War mir den Zwanni wert, und Ehrlichkeit wäre mir 220 wert gewesen...
      (...und so hat er 200 verkackt - und ich quasi "gewonnen"!)
      :evil3:

      Rabe
      Computer setzen logisches Denken fort!
      Unlogisches auch....
    • Wenn man so direkt um Hilfe gebeten wird, kann man nicht alle Details und Plausibilitäten im Kopf haben. Wenn die Person in einer verzwickten Lage meine Hilfe benötigt und sie mir sympathisch ist, wäre auch ich vermutlich ein leichtes Opfer. Kommt halt entscheidend auf den Betrag an. Bei 22 Euro würde ich wohl nicht viel überlegen.
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.
    • Man(n) kann alt werden wie ne Kuh, man lernt immer noch was dazu.
      Wahrscheinlich bin ich ein total unhöflicher Mensch, kann sein.
      Aber einem Wldfremden würde ich nie was Wertvolles geben.

      vadder
      Ein Großteil der Probleme liegt zwischen den eigenen Ohren.
      Mein Stoßgebet : "Herr schmeiß Hirn vom Himmel"
    • Ich weiß nicht, vielleicht bin ich eine schreckliche Person, aber ich gebe niemals Geld an Fremde und ich halte nicht auf der Straße an, wenn jemand auf mich zukommt. Jetzt gibt es so viele Fälle, in denen sich Betrüger nicht von normalen Passanten unterscheiden, und es scheint mir, dass Betrüger überall sind. Ich weiß nicht, vielleicht ist das Übervorsicht ...
    • Hmmja…


      Brens schrieb:

      Schon klar, aber für die Zukunft kann man die ja mal ins Handy haken.
      Nützt auch nix, wenn, wie in diesem Fall das Handy (angeblich) mit weg ist, weils mit in der Tasche war...


      Garend schrieb:

      aber ich gebe niemals Geld an Fremde und ich halte nicht auf der Straße an, wenn jemand auf mich zukommt.
      ...da bin ich vmtl. vorbelastet, weil ich bereits schon mal selber in der Situation war, dass ich finanzielle Hilfe benötigt hätte - und sie NICHT bekommen habe.

      Rabe
      Computer setzen logisches Denken fort!
      Unlogisches auch....
    • Mir ist etwas ähnliches wie @ravenheart passiert. Die Person brauchte aber ein ICE Ticket, weil die Person ihr Geld verloren hat. Bin dann mit der Person damals zum Schalter gegangen, Ticket gekauft, waren knapp 100€. Der Person meine PayPal-Adresse mitgegeben und einige Tage später bekam ich das Geld wieder! Habe der Person dann 200€ geschickt, weil Ehrlichkeit hier großgeschrieben wird. Wir hatten dann ein bisschen Kontakt und heute ist die Person ein wichtiger Partner. :thumbsup:
      Welcome to the wild, no heroes and villains.
      Welcome to the war, we've only begun.
      Pick up your weapon and face it.
      There's blood on the crown, go and take it
      You get one shot to make it out alive.
    • In Tschechien hat mich ein Autofahrer eines Rumänischen Autos angehalten und gesagt das ihm der Sprit ausgegangen ist, er wollte aber nicht mitfahren zur Tankstelle die ca. 2km entfernt ist, sondern mir seinen Goldenen Ring für nur 500 Euro als Pfand geben, da er kein Geld hat, der Ring wäre 2500 Euro Wert.

      Fenster zu und Gas gegeben!

      edit: Nein es waren 50 Euro bei 500 Euro Ringwert. Jedenfalls zu 99% Wertlos.

      Sorry für die Verwirrung ist schon Jahre her. Es war jedenfalls kurz nach der Tschechisch-Österrreichischen Grenze und die Beteiligten 2 Ausländer (Ich und Er). Da sollte ich wohl Denken, was wäre wenn mir das passiert!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kater ()