Zieht sich Facebook aus der EU zurück?

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    • Zieht sich Facebook aus der EU zurück?

      Es geht mal wieder um das Thema Datenschutz und mal wieder schmollt Facebook und droht nun, mit einem kompletten Rückzug aus der EU. Im Detail geht es dabei um das Privacy Shield, also die Datenschutzvereinbarung zwischen den USA und der EU. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das Abkommen für unwirksam erklärt, da es für europäische Nutzer keine Möglichkeit gebe die Datenverarbeitung in den USA anzufechten, bzw. dieser zu Wiedersprechen. Die irische Datenschutzbehörde hat daraufhin Facebook den Datentransfer in die USA verboten. In diesem Blog-Artikel droht Facebook nun damit, seine Aktivitäten in der EU einzustellen. Gemeint sind damit nicht nur Facebook selbst, sondern auch Instagram. Betroffen wäre davon rund 400 Millionen europäische Nutzer.

      Facebook hat den Entscheid der irischen Datenschutzbehörde angefechtet und offenbar auch schon einen Erfolg damit erzielt. Das Verbot der Datenübertragung ist ausgesetzt. Der Rechtsstreit ist nun ins Laufen gekommen und man wird sehen, was am Ende entschieden wird. Die nächsten Wochen werden es zeigen. Leider ist Facebook zu groß und am Ende wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen (faulen) Kompromiss hinauslaufen. Schaun mer mal...

      [Quelle: vice.com/en_us/article/889pk3/…-if-it-doesnt-get-its-way]
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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.
    • Nun, Mister Zuckerberg wird wohl wie bei der Anhörung im amerikanischen Kongress wie ein kleiner Junge da sitzen und einen auf Unschuldslamm machen. Wenn "Fratzenbuch" aus Europa verschwinden würde, wäre das mir keine Träne wert.... ;-)
      Erst wenn in Deutschland und der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.
    • Da stimme ich dir voll zu, es wird immer schwieriger dieses Spyware Facebook zu vermeiden, auch wenn man da nicht registriert ist, abgesehen von den Zuckerberganwendungen, wie WhattsApp oder Instagramm, der hat Tracker in fast allen Seiten (auch hier). Aber das Problem ist im Grunde viel ernster, die meisten Internet Infrastruckturen sind amerikanische (und auch asiatische) Multis.
      In Europa hat man viel zu lange darauf aufgebaut und es gibt keine ernstzunehmenden Alternativen, um ernsthaft gegen Google, Fakebook & CO vorzugehen. Europa ist Drittweltler im Internet, wo die Multis über das europäische Privatschutzgesetz nur müde lächeln.
    • MichiW schrieb:

      Was heißt Privatschutz? Jeder gibt doch im Internet seine Daten freiwillig her und beschwert sich dann über Datenschutz. Wer kann da noch was schützen?
      Ist nat¨rlich klar, das aller Privatschutz nichts nutzt, wenn der Benutzer in Facebook an seine 1500 Freunde sogar postet wann er Pinkeln geht. Aber auch wenn er es nicht tut, braucht man nur mal bei Browserleaks einen test zu machen, um festzustellen, wie viele Daten von uns im Netz von jeder Webseite gespeichert werden, die wer weiss wo als Metadaten enden.
      Echte Privatsphäre gibt es nicht, sobald wir den Router einschalten, als Benutzer haben wir im Grunde nur die Möglichkeit uns mit der Hand unsere Edelsten zu bedecken. 1984 ist schon lange veraltet und beschönend.
      Bei den Handy ist es noch schlimmer, da ist der Privatschutz so gut wie unmöglich
    • JochenPankow schrieb:

      Wenn "Fratzenbuch" aus Europa verschwinden würde, wäre das mir keine Träne wert....
      Nun Dir vielleicht nicht.

      Btw
      Mir auch nicht, weil ich da nicht bin. Ich kann dem auch nichts abgewinnen.



      Zuerst aber mal die Frage was das für Folgen hätte.
      1. Für die Privatnutzer die sich damit bzw. darin untereinander austauschen.


      2. Die Wirtschaft.
      Zum Beispiel sind einige Fernsehsender da vertreten.
      (Folgen sie uns auf Facebook, Instagram ...)
      Ich bin in allem nicht gut aber auch nicht schlecht. (Gruß Norbert)
      Notebook Lenovo - Celeron® Prozessor - 2,20 GHz - Intel UHD-Grafik 600 - 4 GB RAM - 1 TB HDD - Windows 10 Home - [64 Bit]
      Firefox 82.0 - Thunderbird 78.4.0 - uBlock Origin [Tablet Lenovo A10]

    • Ich bin auch da. Hauptsächlich wegen meinem IT-Gewerbe. Heißt aber nicht, dass ich FB zwingend toll finde. :saint:

      Wenn Facebook, Instagram und WhatsApp verschwinden, haben andere Portale endlich gerechte Chancen genutzt zu werden. :top:

      Für Facebook gäbe es --> "human-connection" (.social) (deutsches Portal)
      Für Instagram könnte man "Pinterest" nehmen, wobei ich derzeit nicht weiß wo da die Daten hingehen.
      Für WhatsApp haben wir eine Top-Alternative aus Europa. -> "Threema" - Warum die von den Behörden und auch unserer Politik nicht schon längst unterstützt werden, weiß der liebe Himmel.
      :pfeifend:
      LG Mac :super:

      Ich nutze nach Möglichkeit "Portable" Programme. So kann ich vieles von A nach B mitnehmen ;-)

      "Mein Dorf" ist älter als die Zeitrechnung :super:
    • Ja leider haben auch die Deutschen hier viel Trends und Entwickelungen verschlafen. Mir graut es vor der Pleitewelle, die ich auf uns zukommen sehe. :-(

      Wenn wir dann noch unser IT -Know-how, wie z.B. im Maschinen und Fahrzeugbau nicht lieber durch den Hochofen jagen, sondern in ein Billiglohnland verkaufen. Dann dürfte es mit dem hohen Lebensstandard bald vorbei sein.
    • Genau. ;-)
      3 Euro sind bzw. können für jemanden der nicht so gut betucht ist, viel sein.
      Hier 1 Euro, da 5 Euro dort x Euro.

      Da Threema aber aus Europa, zudem dafür wirbt Keine Werbung und keine Datensammelei, sind 3 Euro einmalig gering.
      Und dem Erscheinungsbild von WhatsApp kommt es doch sehr nahe. Also keine große Umstellung.
      (Lieber in die Vertragswerkstatt und einmal mehr zahlen für guten Service als in eine Hinterhofwerkstatt und dann möglicherweise Folgekosten)


      Wo eher das Problem zu suchen ist, ist der Umstieg.
      Aber sollte Facebook bzw. WhatsApp verschwinden wird wohl nichts anderes übrig bleiben.
      Ich bin in allem nicht gut aber auch nicht schlecht. (Gruß Norbert)
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    • EstherCH schrieb:

      Das kostet so um die wahnsinnige 3 Euro. Und das geht doch gar nicht. ;-) :-D
      Jo, WAHNSINNIGE !!! :-D


      *Nobbi* schrieb:

      Genau. ;-)
      3 Euro sind bzw. können für jemanden der nicht so gut betucht ist, viel sein.
      Hier 1 Euro, da 5 Euro dort x Euro.
      Handys kosten mehr und werden alle 1-2 Jahre gekauft. Und dann sind 3 Euro viel? Is ein Bier :pfeifend:


      *Nobbi* schrieb:

      Da Threema aber aus Europa, zudem dafür wirbt Keine Werbung und keine Datensammelei, sind 3 Euro einmalig gering.
      Definitiv :saint:


      *Nobbi* schrieb:

      Und dem Erscheinungsbild von WhatsApp kommt es doch sehr nahe. Also keine große Umstellung.
      Wo eher das Problem zu suchen ist, ist der Umstieg. Aber sollte Facebook bzw. WhatsApp verschwinden wird wohl nichts anderes übrig bleiben.
      Das Problem ist, das keiner den Anfang macht. Ich war 1 Jahr WhatsAppfrei. :top:
      In der Zeit hatte ich viel Freizeit, weil ich nicht mehr mit Nachrichten, Katzenbabys, etc. zugeschüttet wurde (wobei sich das inzwischen auch sehr ausgedünnt hat). Aber ich habe auch Aufträge dadurch verloren, weil Leute am liebsten über WA kommunizieren wollten :pfeifend:


      Zerg Rush schrieb:

      Telegram tut's auch und kostet nix, ist FOSS ausserdem besser und privater als WhatsApp
      "Telefoniert" nicht nach Amiland, dafür nach Russland. Demnach ist Threema die einzigst wahre Alternative. ;-)
      LG Mac :super:

      Ich nutze nach Möglichkeit "Portable" Programme. So kann ich vieles von A nach B mitnehmen ;-)

      "Mein Dorf" ist älter als die Zeitrechnung :super:
    • Telegram ist OpenSource und telefoniert nirgendwo hin (API in GitHub ausser in der eigenen Web). Darum ist es auch bei den meisten Politikern in Gebrauch (zumindest bei uns), eben weil es der geschützteste Messenger ist. Da ist kein Big Brother der ihn verwaltet und wird von eigenen, unabh¨ngigen Benutzerkolektiven weiterentwickelt, so wie üblich bei Open Source Anwendungen. Wenn du Ahnung hast, kannst du selber den Sourcecode runterladen und bearbeiten
    • Die Schweizer... :-D


      @Zerg Rush:
      Telegram wird von 2 Russen entwickelt, die auch das Socialmedia-Netzwerk vk.com betreiben. Daher russiche Herkunft. Die Betreiber können an die Daten dran, wenn sie wollten und wer sich Zugriff zum Server verschafft, wo die Chats gespeichert werden, kann auch mitlesen...

      Quelle: Ich glaube t-online hatte dazu berichtet, vor einigen Wochen ;-)
      LG Mac :super:

      Ich nutze nach Möglichkeit "Portable" Programme. So kann ich vieles von A nach B mitnehmen ;-)

      "Mein Dorf" ist älter als die Zeitrechnung :super:
    • Und, was hat das damit zu tun? Das Onion Netzwerk und TOR ist eine Enwicklung der amerikanischen Verteidigung und der NSA. Schau mal nach was OpenSource bedeutet, egal wer das einst entwickelt hat, weil alle Vorgänge mit einem offenen Code nachvollziehbar sind und irgenwelche Hintertürchen sofort auffallen, was bei komerziellen Anwendungen mit geschlossenem Code nicht der Fall ist, da kann der Hersteller alles an Spyware und Telemetrien reinpacken was er will. Das geht bei Open Source nicht durch.
      Threema ist eine komerzielle Anwendung mit geschlossenem Code, da muss man, genau wie bei WhatsApp, der auch GDPR Norm verspricht, dem Wort des Herstellers glauben, nachprüfen kann man es nicht.