Pepino, Super-Katerlino...

  • Pepino wird an diesem 7. April acht Jahre alt. Er kam zu mir - von meiner damaligen Physiotherapeutin gebracht - im Alter von sechzehn Wochen. Furchtlos geschmeidig überprüfte er sofort und geradeaus die Wohnung: als ob es ihm "längst" klar gewesen wäre, "Das ist Pepinos Wohnung, sein Reich, sein Ruhepol, sein Forschungsbereich..." - "So!! Da bin ich richtig...!!"


    Er hatte in einem Pferdestall gelebt, in dem er geboren wurde: Pferde liebt er dementsprechend abgöttisch. Wenn Nadja, meine Hauptpflegerin, vom Reiten zu mir her kommt, beschnüffelt er sie ausgiebigst und mit Wonne. Er hatte zu seiner Mutter und seinen Geschwistern eine gute Beziehung; und es gab eine junge Stute, die er besonders schätzte.


    Wir beide leben ständig zusammen, haben uns unverrückbar angefreundet; ja, eigentlich, gegenseitig adoptiert. Wir mögen uns nicht nur: wir respektieren uns und nehmen - beide! - Rücksicht aufeinander. Und wir vertrauen uns...


    "Die Welt außerhalb der Wohnung" ist für Pepino in erster Linie - als begehbare Welt - das weiträumige Dach des Hauses. Im Sommer kann er von fast jedem Fenster aufs Dach. In der kalten Jahreszeit hat er dafür zu bestimmten Zeiten einen winzigen Spalt an einem Fensterchen des Vorratsraums zur Verfügung. Dort, auf dem Dach, verbringt er gerne Zeit, rennt und tobt fröhlich herum, beobachtet die Landschaft, das Treiben und Fliegen der Vögel, das gelegentliche Auftauchen von Eichhörnchen und Wühlmäusen im wilden Garten vor dem Haus. Und auch sonst verweilt er intensiv bedächtig gerne am geschlossenen jeweiligen Fenster, beobachtet und beobachtet... Manchmal vertieft er sich lange in die wie selbst-verloren kontemplativ anmutende Betrachtung des Sonnen-Aufgangs oder -Untergangs... Es kommt mir dann so vor, als würde er die Welt jeweils wie neu entdecken...


    In meinem Leben hatte ich schon vier andere Katzen, und ich habe auch drei fremde Katzen längere Zeit betreut. Pepino aber zeigt gänzlich Unerwartetes: Zum ersten Mal erlebe ich eine Katze mit einem zuweilen aufscheinenden verschmitzten tiefen Sinn für Humor und neckische Streiche. Auch gelesen habe ich bisher - in der wissenschaftlichen Literatur - über solch eine ungewöhnliche Erscheinung nichts. Nadja meint, daß wir beide wohl genetisch sehr nah beieinander sind...


    Und er kann sich ausgelassen stürmisch so freuen - auch hin und her mit kurzen Jubelschreien rennend - mit einer Intensität, wie ich das noch nie erlebt hatte.


    Noch viel überraschender: Seit ungefähr zweieinhalb Jahren hat er von sich aus gelernt, gelegentlich bestimmte Fragen von mir mit einem knapp angedeuteten Nicken und "überzeugten" Blickkontakt zu erwidern, falls er "mit der Chose" einverstanden ist. Daß verblüfft mich immer wieder aufs Neue...


    Pepino merkt, falls mich etwas sehr bedrückt oder Schmerzen mich plagen; er beschmust mich dann sehr aufmerksam und zärtlich, zugleich aber mit einer Art ernsthafter Hingabe; schläft dann auf meiner Brust, wenn ich mich hinlege. (Durch die verschiedenen Skelettschäden bedingt, die mir mein treues Myelömchen beigebracht hat, kann ich ja nur auf meinem Rücken im Bett liegen...)


    Wir haben eine Menge voneinander, wir beide, glaub' ich...





    Meine kurzerhand hochgradig kluge, smarte, gewandte, wendige, das kommende Zeitalter bescheiden eröffnende Signatur befindet sich noch in der Herstellungsphase. Falls keine gravierenden Inkompatibilitätsprobleme auftauchen werden, rechne ich sogar mit ihrer Lieferung schon für das 1. Quartal 2034. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.


  • Bei Katzen mit Humor muss ich immer hieran denken:


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    Ja Katzen können einem viel geben. Habe auch eine. Nach 2 kleinen Tigern diesmal eine aus dem Tierheim. Möchte das nicht missen.

  • Abifiz

    Möge Euer gemeinsames Leben und Zusammensein noch lange dauern!!!


    Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe, ich schwör's euch!

    Rainer Maria Rilke


    Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten.

    Daniel Defoe


    Was ist eigentlich die Katze?

    Eine Korrektur der Schöpfung!

    Victor Hugo


    Eine Katze ist Poesie für den Alltag.

    Roswitha Menzel


    Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen.

    Albert Schweitzer


    Die Menschheit läßt sich grob in zwei Gruppen einteilen: In Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte.

    Francesco Petrarca


    Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letztlich um ein weites größer.

    Hippolyte Taine


    Sie ist der Hausgeist hier; sie richtet, herrscht, begeistert alle Dinge in ihrem Reich; vielleicht ist sie eine Fee, ist sie ein Gott.

    Charles Baudelaire

  • Katzen sind eben Familienmitglieder.


    Die erste durfte ich im Alter von 3 Jahren von der Straße kratzen. Leider war ein Auto schneller als er.


    Die zweite wurde 17 Jahre alt. Leider an der Pest des Lebens (Krebs) gestorben. Bei der Einschläferung war ich neben ihr, quasi "Pfoten halten". Grausamer Moment, aber ich hätte sie da nicht alleine lassen können.


    Die aktuelle Katze im Alter von geschätzten 5 Jahren aus dem Tierheim geholt. Grund war einfach: War frech, kam auf einen zu und versteckte sich nicht. Eben halt einen eigenen Willen, so will man das ja auch.


    Daher Dir, Abifiz und Deinem Kater noch ein möglichst langes Leben!

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