Ärzte gehen nicht ans Telefon

  • Vielleicht wollen sie Druck bei den Kassen erzeugen. Schließlich bekommt ein Arzt in 3 Monaten nur ca. 40 Euro für jeden Kunden, egal wie oft der dann kommt. So wäre es denkbar, das sie für das Geld keine Wohlfühlversorgung anbieten wollen, sondern eine Unzufriedenheit erzeugen, die dann bei den Kassen auflaufen. Das wäre zumindest ein Grund der für mich einen Sinn ergeben würde.

    Ich hab hier gesprochen, von Privatrechnung. Da schreibt keine Kasse den Ärzten etwas vor, bin ich der Meinung. Warum soll das Druck den Kassen machen, wenn man etwas selber zahlen muss? Aus so einer Versicherung kommt man auch nicht so einfach raus. Als Pflichtversicherter habe ich noch keinen Pfennig selber zahlen müssen.

    Einfach alles ausprobieren ist spannender als jedes PC-Spiel.

  • Ich kenne die Zusammenhänge nicht, aber wenn viele sich bei den Kassen beschweren, werden die Kassen nachfragen woran das liegt und so kommen sie mit der Ärztelobby ins Gespräch und wo ein Gespräch stattfindet, lässt sich auch eine Lösung finden. Doch zunächst muss erst ein Klima geschaffen werden, damit es überhaupt erst zu einem Gespräch kommt, schließlich nehmen die Kassen ansonsten das "Opfer" der Ärzte gerne an.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michi

  • Bei meinem Hausarzt läuft das alles eher online über eine Webseite:

    Wenn ich den Arzt selbst brauche, suche ich mir einen freien passenden Termin im Kalender aus. Das ist in Sekunden erledigt.

    Brauche ich meine Medikamente, gibt es auch dafür ein Formular auf der Webseite und am nächsten Werktag bekomme ich die Meldung, dass ich das Rezept abholen kann.

    Auch eine Formular für sonstige Anfragen ist vorhanden. Das habe ich allerdings noch nie benötigt. Eventuelle Überweisugen habe ich bislang immer im Kommentar zu den Medikamenten-Bestellungen erbeten. Klappt wunderbar.

    Ich muss also niemanden telefonisch belästigen, so dass alle ihrer Arbeit nachgehen können.


    Gruß

    Roland

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  • Als Pflichtversicherter habe ich noch keinen Pfennig selber zahlen müssen.

    Glücklicher... ich erinnere mich noch an die unsägliche Praxisgebühr, habe Krankentagegeld zahlen müssen und bezahle alle 10 Wochen meine Rezepte mit einer Zuzahlung. Medikamente kaufe ich mir: Ein Arzt sagte mir mal, Medikamente, die wirken, kann ich nicht verschreiben, die müssen Sie sich selbst aus der Apotheke holen, auf meine Nachfrage, was er denn verschreibe, meinte dieser Sinngemäss: Nunja, diese wirken wohl auch, aber man hat sich über gewisse Nebeneffekte noch nicht 100% abschliessend aufgeklärt, sodass ich murmelte, das wäre dann ja wohl eine Möglichkeit, besonders viele Testprobanden für eventuelle Nebenwirkungen zu finden, was dieser dann wiederum schweigend registrierte....

    Eigentlich habe ich als Pflichtversicherter kaum eine Dienstleistung, die nicht Gebührenbehaftet ist....

  • Da habe ich

    Glücklicher... .

    Da habe ich andere Erfahrungen. Gerade die Privaten haben Probleme, weil sie eine Extrawurst bekommen und dadurch häufig aus den Brot und Butter Abläufen herausfallen, die für die Kassenleute optimiert sind. In einem Krankenhaus war das besonders auffällig. Wer dort auf der Privatstation war, bekam einen Arzt nur mit Glück zu sehen, während auf der Normalstation eigentlich ständig ein Arzt vorzufinden war. Auch das Personal war auf der Normalstation wesentlich besser, da ihnen mehr Kompetenzen zugestanden wurden. Der Arzt der Privatstation wäre nicht einmal in einer Kurklinik zu gebrauchen gewesen, weil die Privaten zwar mehr bezahlen, aber ihre Zahl auch sehr viel geringer ist. So sind die Frontschweine nicht auf der Privatstation zu finden, aber gerade die sind mit allen Wassern gewaschen. Es ist schon vorgekommen, das Private sich auf die Normalstation verlegen ließen. Das ist natürlich von der Klink abhängig, in einer anderen Klinik hatte sich der Prof. nur um die Blinddarmnarbe der Privaten gekümmert und seine Assistenten durften sich dann mit den Kassenleuten herumschlagen. Natürlich ist die Privatstation Klasse, schön ruhig, mit Privatsphäre etc., auch das Essen ist i.d.R. besser, eigentlich sollten alle Stationen so gestaltet sein. Aber deshalb ist man eigentlich nicht im Krankenhaus. Eine private Versicherung hat natürlich auch seine Vorteile, aber auch sie hängen wie jeder andere in der Warteschleife vom Telefon, bekommen dann aber i.d.R. besser einen Termin. Dafür müssen sie die Leistungen vorfinanzieren und ihr privater Anteil ist dann immer noch sehr anständig. Außerdem richten sich die Beiträge nach dem Gesundheitszustand und dem Alter, sodass es gerade in den Jahren wo das Geld besonders knapp ist, besonders teuer wird. Sie bekommen schneller einen Termin, der Arzt verschreibt freudig Medikamente, die von der Kasse normalerweise nicht abgerechnet werden, aber offensichtlich auch nicht viel mehr bringen als die Kassen-Medikamente. Ob das den Preis wert ist?

    Mit freundlichen Grüßen
    Michi

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