rechtliche Frage zu Internetverträgen

  • Hallo liebe Leute,


    ich habe eine rechtliche Frage zu Internetverträgen. Da ich denke, dass es hier ein paar sehr kompetente Leute gibt, versuche ich es einfach mal, auch wenn die Frage vielleicht ein wenig deplaziert ist.


    Ein Internetbekannter meines Sohnes wollte vor 4 Jahren einen Server ( http://www.4netplayers.de ) anmieten, damit er und Freunde aus aller Welt darauf spielen können. Mein Sohn war damals 14 Jahre und wir als Eltern wussten davon nichts. Da der Bekannte zu der Zeit keine eigene e-mail-Adresse hatte, bat er meinen Sohn, den Server anzumelden. Dies tat er auch. Er gab nicht seinen richtigen Namen und Adresse an und verschwieg auch, dass er noch keine 18 ist. Alles ging jahrelang gut. Mein Sohn bekam die Rechnungen und der Bekannte überwies den monatlichen Rechnungsbetrag an den Server. Als der Server nicht mehr funktionierte, kündigte der Bekannte per e-mail den Vertrag. Daraufhin meldete sich die Firma per mail bei ihm, dass er per Fax kündigen solle, was er auch tat. Da die Rechungen aber weiter liefen, gab mein Sohn dem Bekannten Bescheid und der kündigte nochmals. Obwohl niemand mehr auf den Server kam und auch schon mehrere Kündigungen eingegangen waren, liefen die Rechungen weiter. Da mein Sohn aber vor langer Zeit diese alte e-mail Adresse gar nicht mehr verwendet, bekam er natürlich auch keine Rechnungen mehr und alles war vergessen.


    Heute nun bekamen wir ein Schreiben von einem Ikasso-Büro, welches 1.000,00 € bei uns eintreiben will.


    Welche Chancen haben wir, das Geld nicht zu bezahlen? Meine Gedanken dazu:


    :arrow: · Mein Sohn war zu der Zeit des Vertragseingangs nicht geschäftstüchtig – er hat dies zwar angegeben, aber ich denke, dass dies jedes Kind tun kann und wenn keine Kopie eines Personalausweißes verlangt wird, dann liegt doch wohl das Risiko beim Händler,oder?


    :arrow: · Wir haben nie ein Stück Papier schriftlich bekommen und mein Sohn hat nie eine Unterschrift gegeben, da der ganze Vertrag nur aus der online-Anmeldung bestand, in der bis auf die e-mail Adresse nichts stimmte


    :arrow: · Die ersten Jahre wurde ja monatlich bezahlt und aus den Überweisungen geht ja hervor, dass nicht mein Sohn, sondern der Bekannte bezahlt hat, da ja er den Server gemietet hat. Mein Sohn hat lediglich seine e-mail-Adresse zur Verfügung gestellt. Er hat eigentlich gar nichts damit zu tun.


    :arrow: · Es wurden mehrere Kündigungen an die Firma geschrieben, aber diese ignoriert – dagegen war der Server schon vor den Kündigungen gesperrt worden und obwohl monatlich die Rechnungen weiterliefen, gab es keinerlei Möglichkeiten, den Server zu benutzen. Dies müsste doch nachzuprüfen sein, oder?


    Wir haben für morgen einen Termin bei einem Anwalt diesbzgl. aber ich denke, dass der keine Ahnung von Server und Internetverträgen hat. Darum wäre ich sehr glücklich, wenn ihr mir ein paar Stichpunkte geben könntet.


    Ihr könnt euch vorstellen, dass ich ziemlich fertig bin. Es ist nicht nur viel Geld, es ist vor allem die Ohnmacht, gegen eine Firma anzugehen, ohne ein Stück Papier in der Hand zu haben.


    Ich hoffe, dass ihr ein paar Tipps habt. Vielen Dank im voraus.


    Viele liebe Grüße


    dette

  • Sorry, aber wir dürfen und können keine Rechtsberatung geben!
    Wende Dich bitte an einen Anwalt, der ist auf sowas spazialisiert!


    :verstaendnis:

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!