Beiträge von areiland

    @p. specht
    Richtig, von der Leyen arbeitet schon mal Pläne aus, wie die Beteiligung der Bundeswehr an einem Vergeltungsschlag gegen Assad aussehen könnte, wenn der es wagen sollte Chemiewaffen einzusetzen. Und die Koalition denkt ernsthaft darüber nach.


    Aus meiner Sicht wird hier die Vorbereitung eines Angriffskrieges betrieben, nur um Trump in den Hintern zu kriechen. Die Bundeswehr hat sich daran einfach nicht zu beteiligen. Aber wie wir wissen, ist vor allem Frau Merkel auch zu sowas bereit, wenn sie damit die transatlantischen Beziehungen verbessern kann. Allerdings kann hier von NATO-konform keine Rede sein, denn meines Wissens werden diese Optionen alleine von der "Achse der Willigen" erwogen, nicht aber von den zuständigen Gremien der UN, EU oder NATO. Und genau deshalb wird ein solcher Einsatz auch vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages als völkerrechtlich und verfassungsrechtlich nicht zulässig eingestuft. Scheint unsere Koalitionäre aber wohl auch nicht sonderlich zu jucken.


    Vor allem frage ich mich ernsthaft, mit was sich die Bundeswehr denn an einem solchen Einsatz beteiligen sollte. Umstandsuniformen und Truppenkitas werden dabei wohl eher nicht notwendig sein und mehr hat die Bundeswehr ja wirklich nicht mehr zu bieten, das funktioniert.

    @AHT
    Von einer Fälschung des "Hase-Videos" war auch nie die Rede! Dieses "Fälschung" wurde in die Aussagen des Hr. Maaßen hineininterpretiert. Es war aber offensichtlich, dass dieses Video nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Geschehen zeigte und in dem war nicht mal was zu sehen, das einer "Hetzjagd" oder einem "Progrom" (wie NDR und Tageschau titelten und einen SPD Bürgermeister zitierten) glich.


    Wie gesagt, ich gebe nur wieder was ich persönlich aus den verschiedenen Quellen entnehmen konnte und in den einzelnen Videos sah. Und nur anhand dieses einen Videos, das auf allen Sendern wieder und wieder runtergenudelt wurde, wurden diese "Hetzjagden" und "Progrome" erkannt. Bei meiner Suche nach genaueren Informationen sind mir dann die anderen Quellen zugänglich geworden und die zeichnen für mich plötzlich ein Bild, das schon gar nicht mehr so klar ist und diese "Hetzjagden" und "Progrome" mehr als nur fraglich erscheinen lässt. Ist nur mein persönlicher Eindruck, der sich aber erst durch die zusätzlichen Quellen ergab.


    @V40
    Auch wenn Du es nicht glauben möchtest - Heute und Tagesschau sind Nachrichtenredaktionen, die genauso auf Quote schielen wie ntv, Welt, RTL, SAT1 und Co. Und speziell bei der Tagesschau ist bekannt, dass die ihre Berichte gerne mal mit besonders "eindrucksvollen" Bildern garnieren, Bildern von denen die Realität gar nicht oder geschönt abgebildet wird. Ich sag da nur "braune Kulleraugen", weil die sich in einem Bericht über Flüchtlinge eben besser machen als hundert junge Männer zwischen 18 und 28, die irgendwo über die Grenze kommen: https://www.focus.de/kultur/me…sbild-ein_id_5001222.html. Auch das ZDF hat da schon einige Patzer abgeliefert, indem aktuelle Berichte mit nicht gekennzeichnetem Archivmaterial unterlegt wurden, um Eindruck zu schinden.


    Beide Fälle sind belegt und wurden sogar von den beiden Redaktionen bestätigt. Sowohl die Tagesschau als auch Heute und ihre Ableger gegen 22:00 berichten sehr gerne tendenziell und ganz im Sinne der politischen Hygiene und Correctness. Wenn man, wie ich, immer quer liest und schaut (ich verfolge für mich interessante News immer bei mehreren Medien im In- und Ausland), dann fällt es einem zuweilen wie Schuppen von den Augen, wie tendenziell die Berichterstattung auf ARD und ZDF bisweilen ist. Genauso wie beide Nachrichtenredaktionen bei der Auswahl der zu sendenden News gerne mal politisch nicht opportune Meldungen übersehen.


    Wenn der Bildungsauftrag der ÖR darin besteht, den geneigten Zuseher und -hörer vor allzu schlimmen Nachrichten zu bewahren, dann erfüllen sie diesen durchaus. Besteht der Bildungsauftrag jedoch darin, ehrlich und ungeschminkt zu berichten, dann verfehlen die ÖR diesen Auftrag bei weitem. Denn eines ist sicher, man bekommt immer genau das serviert, was den Anforderungen des politischen Berlin gerade noch entspricht. Weiter als bis zu dieser unsichtbaren Grenze gehen die gar nicht, das ist aber nicht im Sinne ihres Bildungsauftrages - vor allem nicht gegenüber dem, der zwangsweise ihre Budgets zu zahlen hat.


    Wenn der Gebührenzahler nur kräftig vorgefilterte, an die Vorstellungen der Politik angepasste, Nachrichten vorgesetzt bekommt, dann darf man getrost von Staatsfunk und Propagandafernsehen reden.

    @ravenheart
    Dann lies mal den Artikel: https://www.welt.de/politik/de…-ueberrepraesentiert.html und setze das in Relation zum jeweiligen Bevölkerungsanteil.


    Das ist eine Realität, die keiner sehen will und jeder versucht zu relativieren - damit er ja nicht in den Verdacht gerät, er könnte aus der Political Correctness ausscheren und das Weltbild so manches Politikers hinterfragen.


    Genauso wurde die Realität auch im Zusammenhang mit Chemnitz und den sogenannten "Hetzjagden" beschönigt, wenn nicht sogar manipuliert. Auch jetzt noch wird manipuliert. Zeigte das "Hase-Video" schon nicht wirklich aussagekräftiges, gibt es auf Twitter ein Video, in dem Zeugen offenbar öffentlich die Vorgeschichte des "Hase-Videos" schildern: https://twitter.com/Sekina84/status/1038737269404983297?s=09. Und in der kommen die "Verfolgten" nicht so gut weg. Auch in anderen Quellen wird offenbar eine andere Geschichte geschildert, als sie für das "Hase-Video" angenommen wird. Das ZDF soll ein entsprechendes Video veröffentlicht haben, in dem Zeugen aus den Reihen der Zuwanderer die Aussagen aus dem Twitter Video bestätigt haben.


    Auch heute wieder veröffentlicht Fokus Online ein Video, das die Hexenjagd aus einem anderen Blickwinkel zeigen soll: https://www.focus.de/politik/d…ngsszenen_id_9579188.html, zu sehen ist darin bloss nichts was Aufschluss über die Geschehnisse geben könnte.


    Mit anderen Worten: Die Desinformationskampagne geht unvermittelt weiter und jedesmal, wenn angebliches Material auftaucht, kommt man wieder nicht umhin, dem BVS Präsidenten Maaßen recht geben zu müßen. Denn zusammen mit allen von mir eingesehen Quellen ergibt sich für die Szene aus dem "Hase-Video", dass hier die Reaktion auf gezielte Provokationen aufgenommen wurde und als Hexenjagd dargestellt wurde. Man kann also durchaus zum Schluss kommen, dass dieses Video bewusst verkürzt benutzt wurde, um eine Falschinformation zu transportieren.


    Und die PKS stellt ebenfalls nur ganz vorsichtig und mühsam verdeckt heraus, dass die Straftaten von Zuwanderern gegen Leib und Leben, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil, 140 mal so hoch ist, wie die Zahl der Straftaten gegen Leib und Leben von Deutschen im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil und das obwohl hier teilweise Sondereffekte wie der German Wings Absturz das Verhältnis zugunsten der Zuwanderer verfälschen, was irgendwo auch wieder verschämt erläutert wird.


    Und dieses krasse Missverhältnis fällt den Menschen irgendwann auch auf, obwohl sie allabendlich durch Heute, Tagesschau, HeuteJournal und Tagesthemen gehirngewaschen und weichgespült werden.


    Von daher würde ich mit den reinen Zahlen nicht operieren, um nachzuweisen dass die Deutschen ja so furchtbar böse und rechts sind. Denn die Masse ist verfassungs- und rechtstreu und nur wenige sind wirklich rechts und auf Krawall gebürstet.

    Das ist das schöne an Statistiken, man kann sie sich immer drehen so wie man es braucht. Nur ein Hinweis: 2014/15/16 war der Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Da kamen mal satte 1,5 Millionen Neubürger ins Land. Dass da natürlich auch automatisch ein Ansteigen von Straftaten gegen Flüchtlinge zu verzeichnen ist, das muss dann auch nicht verwundern. Prinzipiell reicht es da schon aus, wenn EIN einziger Tatverdächdiger auf eine Gruppe von Flüchtlingen losgeht, um hier eine regelrechte Lawine von Straftaten zu begehen. Und wenn mehr Gruppen in irgend einer Form (verbal?) angegriffen werden, umso schneller hat man auf dem Papier eine förmliche Explosion von Straftaten. Man sollte also bitte nicht jeder Zahl blind vertrauen.


    Und wenn man aus Deiner geposteten Quelle dann noch nur die Gewalttaten nennt:


    2014 - 18
    2015 - 177
    2016 - 169
    2017 - 46


    dann ergibt sich schon ein anderes Bild. Was die anderen Straftatbestände angeht, die passieren in riesiger Zahl jeden Tag hundert- und tausendfach und werden fast nie angezeigt. Würde man jedes einzelne dieser Delikte korrekt erfassen, dann könnte sich die Statistik sogar entscheident drehen. Denn inzwischen (und das ist zweifelsfrei nachgewiesen) gibt es alleine an Schulen mehr solche Vorfälle gegenüber deutschen Schülern, als gegenüber Schülern mit nichtdeutschen Wurzeln.

    @Oldi-40
    Also eine Info-Lawine kann ich mit Katwarn beim besten Willen nicht erkennen. Ich bekomme immer nur Warnungen, die sich auf aktuelle, in meinem PLZ Bereich vorhandene, Ereignisse beziehen. Und diese will ich ja auch wissen. Was sich ausserhalb abspielt, davon bekomme ich, Dank der zur Not bis auf Stadtteile herunterbrochenen Meldungen, nichts mit.


    Bis auf die Warnugen des DWD, der dann auch nur für die betroffene Region warnt, was beim Wetter ja Sinn macht, bekomme ich also kaum Warnungen, ausser es ist wirklich was bei uns.


    Von daher kann ich eine Info Lawine nicht erkennen. Katwarn verhält sich äusserst ruhig und warnt nur, wenn ein angeschlossenes Unternehmen, ein Stadtkreis, ein Landkreis oder eben das Land auslöst.

    Dann beende doch die ganzen laufenden Programme, es macht doch nur dann Sinn den Inhalt dieses Ordners löschen zu wollen, wenn auch sicher kein Programm mehr drauf zugreifen kann. Und in Deinem Screenshot kann man ja sehen, dass Du einige Programme gestartet hast. Übrigens kann auch der Office KlickToRun Task für die Verweigerung den Ordner löschen zu können verantwortlich sein. Die Meldungen beim Löschen sollten sogar genau sagen, welche Dateien dies verhindern. Du kannst das sehen - ich nicht, weil ich nämlich an einem völlig anderen Rechner bin.


    Office KlickToRun kann man auch über den Taskmanager abschiessen.

    Du musst im Defender auch die Unterpunkte absuchen, irgendwo wirst Du den entsprechenden Punkt finden, der diese Markierung hervorruft.


    Wegen Temp, im Startmenü nach Umgebungsvariablen suchen und den Punkt "Umgebungsvariablen für dieses Konto bearbeiten" öffnen. In diesem Dialog kannst Du dann im oberen Teil die Variablen Temp und TMP jeweils über einen Doppelklick zur Bearbeitung öffnen und wieder auf den Wert
    "%USERPROFILE%\AppData\Local\Temp" setzen.

    Sirene auch OK, doch an welchem Standort heult sie und wo ist dann der Gefahrenbereich

    Bei uns wurden gerade neue Sirenen angebracht! Bei einem Sirenentest in den einzelnen Stadtteilen stellte sich heraus, dass es grosse Lücken gab, in denen man die Sirenen nur sehr schwach oder gar nicht wahrnehmen konnte.


    Darunter war dann ausgerechnet eine Strasse, in der es ein Unternehmen und einen Supermarkt neben dem anderen, mit entsprechenden Verkehr von Morgens bis Abends gibt. Im Zweifel hätten also alle in diesem Bereich keine Sirenenwarnung hören können. Meine Frau und ich waren zufällig zu diesem Zeitpunkt auch dort und wussten deshalb vom Sirenentest in diesem Bereich, weil uns dieser Probealarm per Katwarn angekündigt wurde und wir deshalb die Ohren offen hielten - mit eben der ernüchternden Feststellung, dass der Probealarm nicht deutlich zu hören war.


    Von daher sollte man sich nicht zu sehr auf die Sirenen verlassen.

    Was wenn es keine Internet Erblindung gibt,? Dann scheinen die Apps auch nicht zu helfe.

    Naja, egal um welche Warnapp es letztlich geht, die sind vor allem als ein zusätzlicher Baustein zu sehen. Der Vorteil dabei ist halt der, dass man nicht einfach nur eine Sirenenwarnung hört damit man das Radio einschaltet. Man erhält direkt eine Beschreibung der Gefahrenlage, ihre räumliche Ausdehnung und gegebenenfalls Verhaltensmassregeln. Und, diese Apps können auch dann noch informieren, wenn der Strom ausgefallen ist und deshalb das Radio nicht funktioniert, weil man kein batteriebetriebenes besitzt.


    Für mich ist Katwarn deshalb inzwischen eine unverzichtbare App geworden.


    Wie oben schon angedeutet, wir hatten bei uns in den letzten Jahren drei wirkliche Grossschadenslagen (Explosion einer Gasleitung, Grossbrand einer Lagerhalle, Explosion und Grossbrand im Hafen der BASF) bei denen wir die nötigen Informationen zuerst über Katwarn bekamen, bevor wir über das Radio Einzelheiten hören konnten.


    Auch bei den immer wieder vorkommenden Bombenräumungen und -entschärfungen werden wir immer mit den wichtigsten Informationen versorgt, die dann auch das Evakuierungsgebiet benennen.


    @*Nobbi*
    Katwarn kann auch per SMS und per Mail warnen. Hier: https://www.katwarn.de/anmeldung-mail-sms.php steht, wie man vorgehen muss um das zu aktivieren.

    Da NINA für meine Lumias nicht verfügbar war, hab ich schon vor etlichen Jahren auf Katwarn zurückgegriffen. Daneben haben mein Schwager (Berufsfeuerwehrmann) und ich auch unser familiäres Umfeld auf Katwarn aufmerksam gemacht. Bisher sind wir damit immer gut gefahren und bei allen Grosschadenslagen (von denen es bei uns in LU in den letzten Jahren mehrere gab) wurden wir immer zuverlässig gewarnt. Da sich inzwischen alle Landkreise und Städte unserer Umgebung und natürlich auch der DWD an Katwarn beteiligen, ist NINA für uns inzwischen gar keine Option mehr.

    @AHT
    So mancher scheint zu glauben, dass seltene oder nie erfolgende Updates ein Gütesiegel für die Software sein müssen. Dabei ist eher das Gegenteil der Fall - hier irren sich sehr viele Anwender, oft zu ihrem eigenen Schaden (WannaCry). Zumindest bei wirklich komplexen Systemen, wie Betriebssystemen oder grossen Software Suites, sind regelmässige Updates deshalb das A und O.


    Denn kein Virenscanner wird jemals die Lücken abdecken können, die sich durch Programmierfehler auftun und über deren Ausnutzung der Angreifer völlig legal (aus Sicht des Betriebssystems) zu Systemrechten käme, mit deren Hilfe er im System schalten und walten kann.


    WannaCry war so ein Fall!
    Microsoft hatte fast genau zwei Monate vor seinem Ausbruch auf Windows Vista - 10 die Lücken in SMBv1.0 geschlossen, die WannaCry ausnutzte. Es wurden vorwiegend Rechner mit Windows 7 - 10 befallen, allesamt waren nicht mit den zwei Monaten zuvor veröffentlichten und automatisch verteilten Patches versehen worden.


    Hier ist der gern gebrachte Verweis auf ältere Windows Versionen und ihre Updatezyklen regelrechter Selbstbeschiss, denn diese waren sehr viel weniger komplex und oft auch sehr viel seltener im ebenfalls sehr viel komplexer gewordenen Internet unterwegs. Dadurch war die Ausnutzung der vorhandenen Lücken auch sehr viel schwieriger als heute.


    Übrigens hatte MS mit MSAV und MWAV schon bei MSDos 6.0 versucht einen eigenen Virenscanner zu impementieren, der damals auf Central Point Anti-Virus basierte.

    Traurig ist deshalb, dass viele unerwünschte Einblendungen und Angebote nicht klar als Werbung gekennzeichnet werden müssen. Klicken die Leute dann auf "Warnhinweise" oder Hinweise wie "räumen Sie Ihr System auf und machen es schneller", wird von den Profis schnell gesagt: "Selber Schuld" , was übersetzt ja soviel heißt wie - selten doof! Auch die großen, bekannten Unternehmen überschlagen sich mit neuen Folgeversionen, welche überwiegend nur auf Umsatz ausgerichtet sind.


    Die ständigen Updates heißen ja auf gut Deutsch, dass etwas verbessert werden muß. Das bedeutet auch im Umkehrschluß es war etwas nicht ganz O.K.
    Man eilt ständig hinterher, um dann festzustellen, dass man sich mit "dem Neuen" neue Probleme eingehandelt hat.

    Naja, man kann die "Computerei" - genauso wie die Werbung im Internet und durch die Software auf dem Computer - inzwischen nicht mehr als #Neuland ansehen oder abtun. Von daher wird es langsam wirklich Zeit dafür, dass die Leute lernen zwischen Werbung und Wirklichkeit zu unterscheiden.


    Auch in Sachen "Tuning", "Bereinigung" und "Optimierung" sollten die Leute langsam mal lernen der Realität ins Auge zu sehen und kapieren, dass auch das immer nur Werbegetöse ist und nicht mehr.


    Diese ganzen Tuningversprechen stellen sich in etwa so dar:


    "Ich baue bei meinem Auto den Tank aus und lege ihn auf den Rücksitz. Dadurch hab ich zwar kein PS mehr erreicht und schneller ist das Auto dadurch auch nicht geworden - dafür reisst mir bei der ersten unsanften Bremsung die Benzinleitung."


    Hier wird immer nur das Prinzip Hoffnung befriedigt, faktisch ist dadurch aber nicht mehr zu gewinnen, als ein instabiles System, das massiv zu Fehlern neigt.


    Die Hersteller der AIOSDISS(TM) wissen das, bauen solche Funktionen aber in ihre Produkte ein, um überhaupt noch irgendwelche schlagenden Argumente zu haben, damit die Anwender gerade zu diesem Produkt greifen. Eben nicht, weil dessen Schutzwirkung so unsagbar gut ist und sich weit von der Konkurrenz abhebt, sondern weil das drumherum interessant erscheint. Dass der Kunde nur mit Placebos geködert wird, das übersieht er geflissentlich - weil er glaubt, dass man Windows tatsächlich tunen müsste oder könnte.


    Was die Updates angeht, es wird in jeder Software immer Fehler oder Lücken geben, die behoben werden müssen. Viele Fehler treten nur unter eng eingrenzbaren Bedingungen auf und sind deshalb nicht vorhersehbar. Ich erinnere da z.B. an den schwarzen Bildschirm der bei der Installation des KB4103721 auftrat und unter anderem durch Advanced System Care 11 (Tuning/Optimierungs Software) ausgelöst wurde.


    Oder das Problem mit dem schwarzen Bildschirm auf HP Rechnern, der durch das Deaktivieren des Dienstes "App Readiness" gelöst werden musste. Speziell hier lag das Problem gar nicht bei MS, sondern den HP Programmierern, die einfach irgendwelche Registry Werte für sich in Beschlag nahmen, obwohl diese von App Readiness benötigt wurden. Dadurch lief dieser Dienst in einen Startfehler - der sich nur dadurch löste, dass Windows für solche Fälle einen Timeout besitzt, der ein solches Startproblem nach einer Wartezeit einfach übergeht.


    Das sind Dinge, die können die MS Entwickler unmöglich vorhersehen und es ist auch nicht ihre Aufgabe, das Verhalten jeder Fremdsoftware zu prüfen, um sicherzustellen dass Windows selbst dann noch funktioniert, wenn der Benutzer oder Fremdentwicker es massiv mit eigenen Eingriffen schädigen.


    Die Fremdentwickler und der Benutzer haben bitteschön nur dort ins System einzugreifen, wo sie das ohne Gefahr für das System können und wo es sinnvoll sein könnte. Und dafür haben sie sich an die von MS vorgesehenen Wege zu halten, die dafür vorgesehenen Schnittstellen zu nutzen und nicht willkürlich fremde Einstellungen in Beschlag zu nehmen.

    Reine Virenwächter sind ja dabei auch nie das Problem! Es sind die AllInOneSupaDupaInternetSecuritySuiten (AIOSDISS(TM)) mit ihren gefühlt tausend Modulen, Snapins, Addons und zusätzlichen Firewalls, "SpeedUp", "TuneUp" und "Bereinigern", die hier für den allermeisten Ärger sorgen.


    Letztlich versuchen Kaspersky und Co. damit das Sicherheitskonzept von Windows nachzuahmen, das ja bekanntlich neben dem Defender auch noch aus dem Smartscreenfilter, der Windows Firewall und anderen Vorkehrungen besteht. Bloss werden diese Funktionen von den AIOSDISS(TM) eben nur nachgeahmt und nicht die entsprechenden Schnittstellen genutzt. Dadurch blockieren diese zusätzlichen Funktionen oft wichtige Ports, die Windows Update benötigt, es werden Systemfunktionen (VolumeSchattenkopie) ausgehebelt oder wichtige Dienste gleich ganz deaktiviert. Dazu brechen diese AIOSDISS(TM) mittels Browserplugins auch die verschlüsselten Internetverbindungen auf und leiten damit den Internetverkehr über eine zusätzliche und angreifbare Instanz um, bevor die übermittelten Daten beim Nutzer ankommen. Im Zweifel sind davon äusserst sensible Daten betroffen!


    Durch diese oft zweifelhaften Funktionen ist der Rechner schon geschädigt, bevor ihn der erste Schädling überhaupt ins Visier nimmt.