Microsoft bestätigt Kaufabsicht von TikTok

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  • Microsoft hat offiziell das Interesse am Kauf der Plattform TikTolk bestätigt. Der US-Präsident Donald Trump könnte sich am Ende jedoch noch als Spielverderber herausstellen, denn Trump hat bereits angekündigt, die Videoplattform TikTok in den USA verbieten zu lassen. Microsoft schreibt daher in einem Blogbeitrag:


    Nach einem Gespräch zwischen Microsoft-CEO Satya Nadella und Präsident Donald J. Trump ist Microsoft bereit, die Gespräche fortzusetzen, um einen Kauf von TikTok in den Vereinigten Staaten zu prüfen.


    Microsoft ist sich voll und ganz bewusst, wie wichtig es ist, auf die Bedenken des Präsidenten einzugehen. Es hat sich verpflichtet, TikTok vorbehaltlich einer vollständigen Sicherheitsüberprüfung zu erwerben und den Vereinigten Staaten, einschließlich des US-Finanzministeriums, angemessene wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen.


    Microsoft und der aktuelle Betreiber ByteDance möchten ihre Gespräche fortsetzen und bis zum 15. September zu einem Ergebnis kommen. Das Ziel von Microsoft ist der Kauf des TikTok-Dienstes für die Märkte Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Neuseeland. Microsoft wäre dann in diesen Ländern Besitzer und Betreiber. Microsoft möchte zudem sicherstellen, dass alle privaten Daten der amerikanischen TikTok-Benutzer in die Vereinigten Staaten übertragen werden und dort verbleiben.Bei Daten die derzeit noch außerhalb der USA gespeichert werden möchte Microsoft diese in die USA transferieren und anschließend auf den ausländischen Servern löschen.


    Zum Ende des Blogbeitrags lobt Microsoft noch das persönliche Engagement der US-Regierung und des Präsidenten bei der weiteren Entwicklung starker Sicherheitsvorkehrungen für das Land und weist darauf hin, dass die Gespräche noch nicht abgeschlossen sind und es fortan keine weiteren Aktualisierungen zu den Verhandlungen geben wird. Der komplette Artikel in englischer Sprache kann hier nachgelesen werden: https://blogs.microsoft.com/bl…ase-in-the-united-states/


    Sollten sich Microsoft und ByteDance über einen Kauf einigen und die US-Regierung ebenfalls zustimmen, wird TikTok in den genannten Ländern offenbar in Microsoft Teens umbenannt.

  • Die Aktion halte ich eh für ein totgeborenes Kind. Microsoft hat wichtige Trends einfach verschlafen.
    Sich so breit aufzustellen, wie Google es etwa getan hat, dafür ist es nach meiner Meinung zu spät.
    Gutes Beispiel war der Ausflug, in die Smartphones-Sparte.

  • Das kann man so nicht vergleichen, glaube ich. In diesem Falle will man ja einen funktionierenden Dienst als neuer Betreiber übernehmen. Im Smartphone-Fall ging es nicht um einen funktionierenden Dienst, sondern die User hätten neue Geräte kaufen müssen.


    Gruß Volkmar

  • Ich halte die Übernahme von TikTok für die angesprochenen Märkte tatsächlich für eine große Chance. Wichtig wäre aber, dass sie den bestehenden und ja gut funktionierenden Dienst nicht zu sehr umstricken und was völlig neues daraus machen wollen. Das könnte dann nach hinten losgehen. Wir erinnern uns an Wunderlist, die Aufgabenplanung aus deutschem Hause. Microsoft hat Wunderlist aufgekauft, am langen Arm verhungern lassen und währenddessen die eigene Aufgabenplanung Microsoft To Do weiter entwickelt, bzw. viele der Wunderlist-Funktionen implementiert. Das alles hat aber so lange gedauert und Microsoft hat sein Vorhaben derart schlecht kommuniziert, dass am Ende viele Wunderlist-Anwender zu anderen Lösungen wechselten und nicht wie erhofft das bis dato halbfertige To Do nutzten. Auf diese Weise hatte man sehr viele Nutzer verloren und fast beide Dienste gleichzeitig vernichtet.


    Da ich aber keine Details kennen, also weder weiß was Microsoft im Schilde führt und natürlich auch den Kaufpreis nicht kennen, kann ich das auch nicht wirklich bewerten. Potenzial hat das aber durchaus. Ein bisschen habe ich aber auch die Befürchtung, Microsoft könnte den Dienst am Ende kaputt optimieren. ;-)

  • Aus Erfahrung weiss ich leider, dass es Softwareriesen mit Leichtigkeit gelingt, gute Software zu kaufen, daran rumzuwursteln, um sie mit den eigenen Produkten kompatibel zu machen, und nach relativ kurzer Zeit funktionieren weder die gekauften noch die eigenen Produkte mehr. Es wird viel Geld in den Sand gesetzt, und am Ende sind die geprellten immer die Kunden.

  • Und genau aus diesem Grund schrieb ich, dass man wichtige Trends verschlafen hat und es versäumt wurde, was Eigenes zu entwickeln.

  • Trends entwickeln sich, man kann nicht jeden Trend vorausahnen und immer vorne dabei sein. Als TikTok auf den Markt kam, hat kein Mensch gewusst, dass das was werden könnte. Dass die großen Firmen die aufstrebenden Dienste irgendwann aufkaufen, ist heute der normale Weg. Mixer ist ein gutes Beispiel, da hat Microsoft was Eigenes entwickelt und viele Millionen ausgegeben, um bekannte Streamer hin zu Mixer abzuwerben. Am Ende haben sie damit eine Menge Geld in den Sand gesetzt. Andere Firmen wie Facebook kopieren einfach dreist das Erfolgsmodell anderer (SnapChat) und stürmen damit an die Spitze (Instagram). Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wer die nächste geniale Idee hat und damit den digitalen Olymp erklettert. Irgendwie hat man aber auch das Gefühl, es gäbe schon alles. Bis einer um die Ecke kommt und wieder beweist, dass es eben doch wieder was Neues gibt. :-D

  • Vielleicht könnte man jetzt argumentieren, dass TikTok der Nachfolger des bereits recht erfolgreichen Dienstes musical.ly wurde und diese Fusion zumindest vielversprechend war, aber niemand konnte ahnen, dass es sich nach 2 Jahren zu solch einem Boom mit diesen Nutzerzahlen entwickeln würde. Alleine schon wegen der Sperrung der App in verschiedenen Ländern war der Erfolg keinesfalls klar einzuschätzen. Wäre das schon lange klar gewesen, wären viele andere Firmen längst auf den Zug aufgesprungen.

  • Eigentlich ist es doch völlig egal, ob TikTok den Chinesen oder den Amerikanern gehört. Datenkrake bleibt Datenkrake. Aber bei solchen Plattformen kümmert das ja keinen. Wichtig ist nur, dass es "in" ist.

  • Für europäische Nutzer ist das aktuell ohnehin egal, da Microsoft zunächst ja nur die Märkte USA, Kanada, Australien und Neuseeland bedienen will.