Vorsicht vor gefälschten Zoll-Paketbenachrichtigungen

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  • Aktuell machen mal wieder gefälschte E-Mails die Runde. Dieses Mal sind es Paketbenachrichtigungen die angeblich vom Zoll kommen. In der Mail wird dem Empfänger mitgeteilt, dass ein Paket aus dem Ausland zu ihm auf dem Weg sei, dieses aber erst zugestellt werden könne, wenn eine Zollgebühr beglichen wird. Der Empfänger wird aufgefordert eine 50 Euro Paysafecard zu erwerben und den Code dieser Karte anschließend an eine in der Nachricht angegebenen Mail-Adresse zu schicken. Klar, wer das macht, setzt 50 Euro in den Sand und wird natürlich auch kein Paket erhalten.


    In der Nachricht wird eine Sendungsnummer für ein DPD-Paket angegeben, die sich nach einer kurzen Prüfung natürlich als ungültig erweist. Es gibt keine namentliche Anrede und auch keine Kontaktinfos zum angeblichen Absender, dem deutschen Zoll. Obwohl die Mail nicht wirklich gut gemacht ist und offensichtliche Fehler und Ungereimtheiten aufweist, bin auch ich kurz ins Stocken geraden. Tatsächlich habe ich für diesen Tag eine Sendung aus dem Ausland erwartet und eine zollrechtliche Behandlung hätte durchaus passen können. Anbei der vollständige Wortlaut der Mail, der sich natürlich im Laufe der Zeit ändern kann. So ist z.B. anzunehmen, dass sich die Paketnummer gelegentlich ändern wird.


    Der Betreff der E-Mail lautet: "✈ Paketbenachrichtigung: REGIONAL CUSTOMS DIRECTORATE".
    Absender: noreply@post.com



    Falls Ihr also eine ähnliche Nachricht erhalten solltet, ab damit in den Papierkorb. Bitte leitet diese Info an Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen weiter, damit niemand darauf hereinfällt.

  • Ich habe schon Päckchen aus dem Ausland bekommen, bei denen ich Zoll errichten musste aber natürlich auf dem Zollamt persönlich. Erst als ich einen Kasseneinzahlungsbeleg vorweisen konnte wurde mir das Päckchen ausgeliefert.

  • Ja, genau so muss es ablaufen. Man erhält einen Brief und muss sich dann auf dem Zollamt einfinden. Wer damit keine Erfahrung hat, wird aber vielleicht denken, dass man die Gebühren auch online zahlen könnte.

  • Alles was recht ist, aber wer auf so eine Mail reinfällt, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Das Ding ist dermassen plump und voller Fehler, schon nur das Datum: "... versendet am 08.10.2020 ...".

    Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
    Antoine de Saint-Exupéry

  • Den Spruch "Wer auf so eine Mail reinfällt, ist selbst schuld", können wir wohl pauschal unter alle Mails dieser Art schreiben. Leider ist damit halt niemandem geholfen. Das Datum ist nach dem Schema Monat/Tag/Jahr geschrieben, da die Mail am 10. August ankam. Ein weiteres Indiz dafür, dass sie nicht von einer deutschen Behörde kommen kann.

  • Ich habe hier keine Aufgaben im Forum!
    Das ist schlicht meine Meinung und die darf ich haben. Du hast ja auch deine. :-)


    Wer sich mit Kettenbriefen beschäftigen muss, weiß um die Gefahr,. die von diesen ausgeht.

  • Kettenbriefe lese ich nicht, selbst wenn mir der Absender dem Namen nach bekannt ist. Auch damit kann sehr viel Unfug getrieben werden.

    Aber deine Aufgabe hier im Forum scheint sowieso nur daraus zu bestehen die Beiträge anderer unnötig zu kritisieren.

    Was unnötig ist oder nicht, ist halt Geschmackssache. Und man muss nicht zu allem immer nur Ja und Amen sagen.

    Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
    Antoine de Saint-Exupéry

  • Der Hinweis andere zu informieren ist keine Aufforderung nun massenhaft Kettenbriefe zu verschicken. Aber selbst das ist noch besser als andere bewusst im Unklaren zu lassen. Aber heute ist sich halt auch jeder selbst am Näachsten.

  • Nun beruhigt euch mal wieder.


    Die Emailadresse Zollgebuhren(at)post.com gehört nun wirklich nicht in einen Kettenbrief, auch wenn er keiner sein soll.

  • Kein Problem.



  • Hallo und danke,


    wenn ich mir den Header so anschaue, frage ich mich, warum es in Mailprogrammen und Webmailern keinen vernünftigen Header-Check gibt, welcher vor solchem Müll schützen oder zumindest warnen könnte. Es gibt eine Spam-Logik, wo ist die Phishing-Logik? Oder warum wird nicht der vollständige Header über der Mail eingeblendet? Ein Blick reicht um den Betrug riechen zu können. Ist aber wohl zu technisch resp. unbequem für die Allgemeinheit.


    CU

  • Wenn ich lamar.sk aus dem Header direkt im Browser aufrufe, lande ich auf der Homepage eines schwedischen Ausrüstungs- und Werkzeugverleihs. Schon interessant, wo und wie sich die "digitalen Ganoven" für ihre Verschleierungstaktiken bedienen.

    Erst wenn in Deutschland und der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

    Einmal editiert, zuletzt von JochenPankow ()

  • Oder warum wird nicht der vollständige Header über der Mail eingeblendet?

    Weil damit der normale Anwender nichts anzufangen weiß. Ich weiß auch nicht, ob da wirklich ein Blick ausreicht.

  • Just in diesem Moment kam wieder eine Mail. Dieses Mal mit geänderten Mail-Adressen.




  • Hallo,


    danke für ein weiteres gutes Beispiel. Auch hier sieht man, wie wichtig der Header ist.


    Mag sein, dass das für manche zu technisch ist, aber der Mensch ist per se lernfähig. Wir alle (oder zumindest viele) haben gelernt ein Auto zu fahren, wir haben gelernt wie man Windows bedient (mehr oder weniger), wir können (teilweise) mit Word, Excel, ... umgehen. Wir lernen ständig Neues, daher finde ich diese "Hürde" jetzt nicht wirklich schlimm.


    Aber vielleicht nimmt sich ja ein Entwickler dieses Problems an und bastelt ein Add-On dazu.


    CU