Windows 10 warnt künftig vor SSD-Ausfällen

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  • Microsoft bastelt stetig an Windows 10 herum, um neue Funktionen zu integrieren oder vorhandene zu optimieren. Windows Insider konnten am Mittwoch im Developer Kanal die Testversion Build 20226 beziehen und diese bringt eine neue Funktion mit. So die Hardwareüberwachung im System eine SSD erkennt, warnt diese bei auftretenden Fehler, die einen Ausfall des Speichermediums andeuten. Der Anwender sollte nun genügen Zeit haben das Speichermedium zu tauschen. Zusätzlich kann in den Einstellungen in der Kategorie Speicher der aktuelle Status eingesehen werden. Hier wird nun sogar ein rechnerisch ermittelter Wert zur erwartenden Restlebenszeit der SSD aufgeführt.

  • Neuere SSDs sind eigentlich mindestens genau so haltbar wie die klassische HD. Aber bei der SSD ist es nun mal einfach möglich, solche Aussagen zu treffen. Die schreiben nicht immer wieder auf die gleiche Stelle, sondern es geht reihum. Erst, wenn die letzte Speicherzelle beschrieben ist, wird wieder vorn auf freien Stellen angefangen. Da die garantierte Anzahl von Schreibzyklen einer Speicherzelle bekannt ist, kann man aus einem geschlossenen Umlauf auf die verbleibende Restlaufzeit schließen.
    Bei einer Magnetplatte wird grundsätzlich freier Platz beschrieben. Da kann es vorne schon Ausfälle geben, wenn hinten noch nie geschrieben wurde. Da kann zwar auf einen schlechten Zustand geschlossen werden, wenn die Platte Reservesektoren nutzt. Weiterhin kommen die bei mechanischen Bauteilen immer auftretenden Verschleißerscheinungen hinzu. Letztendlich ist es ja eine schnell rotierende Scheibe, auf der die einzelnen Punkte durch motorisch hin und her bewegte Magnetköpfe angefahren werden. Da ist dann keine definierte Restlaufzeit vorausberechenbar. Wenn da eine Warnung des Systems kommt, die es durchaus schon in Windows gibt, ist es Zeit, sofort eine neue Platte zu kaufen.


    Gruß Volkmar

  • Backups sollte man unabhängig vom Typ der Platte immer haben.

    Funktionsfähig und aktuell sollten sie auch sein.


    Edit:
    Den Gesundheitszustand meiner verbauten SSD`s überwache ich seit längerer Zeit zuverlässig mit
    Hard Disk Sentinel 5.61



    Da kann das Windows Teil nicht mithalten, muss es aber auch nicht. (nützliche Beigabe)

    ~~~
    Wer immer erreichbar ist, gehört zum Personal.

    Einmal editiert, zuletzt von iltis () aus folgendem Grund: Edit

  • Ich sichere nur meine Daten. Es bringt ein älteres komplettes Backup nicht viel. Bis man das wieder aktuell hat.


    Sehe ich auch so. Externe Platte (NAS), alles schön verteilt auf sinnvolle Verzeichnisse (Musik, Daten, Dokumente, ...). Dafür keine Abhängigkeiten von irgendeiner Software zur Wiederherstellung.


    Ist aber unsere Vorgehensweise. Andere brauchen eben andere Lösungen wie eine TimeMachine bei Apple etc.


    Ich dagegen verlasse mich ungern auf Automatismen.

  • Ich sichere auch nur Benutzerdaten.

    Noch was wichtiges: Bei SSD's sollte regelmäßig kontrolliert werden ob eine neue Firmware verfügbar ist, da so Fehler in der Software des Controllers ausgemerzt werden.


    Die Software, das Programm mit dem das Firmwareupdate eingespielt werden kann und der Zustand der SSD beurteilt werden kann findet man auf der Herstellerseite. Gewisse "Billigprodukte" bieten so eine Software gar nicht an. Dann würde ich die Finger weglassen.

  • Ein freundliches guten Abend in die Runde!


    Die Software, das Programm mit dem das Firmwareupdate eingespielt werden kann und der Zustand der SSD beurteilt werden kann findet man auf der Herstellerseite. Gewisse "Billigprodukte" bieten so eine Software gar nicht an. Dann würde ich die Finger weglassen.


    Wir haben uns erst vor kurzen von unserer "alten" HDD getrennt und sind auf anraten eines Fachmannes bei Conrad-Elektronik auf eine M2 SSD 512MB von Intenso und eine 1TB SSD umgestiegen. Uns wurde zwar auch Samsung als alternative angeboten, doch haben wir uns bewusst für einen heimischen Anbieter entschieden, zumal die Unterschiede wohl nicht so Gravierend sein sollen. Aber davon haben wir dann keine Ahnung, sondern nur die Erfahrung, das unsere beiden USB-HDD's von Intenso seit Jahren zuverlässig ihre Aufgabe erfüllen.
    Das für diese Geräte nun auch Updates und Programme zum Management benötigt werden, wurde ich nicht gesagt. Nun hab ich einmal auf der Herstellerseite nachgeschaut, ob es in dieser Hinsicht Software von Intenso gibt? Leider hab ich außer Bedienungsanleitungen; Datenblättern oder EU-Konformitätserklärung nichts passendes gefunden. Ist Intenso eine "Billigproduktmarke"; wurden wir eventuell falsch Beraten und welche Auswirkungen könnte dies auf die Lebensdauer der Komponenten haben?


    Was mich auch noch interessiert: warum macht Windows 10 das nicht auch gleich mit? Aller paar Tage wird irgend ein Treiber von "NVidia" installiert, der den Systemstart verlangsamt aber so wichtige Dinge gehen nicht? Und ist das wirklich so Wichtig?


    Entschuldigt bitte, wenn dies nicht ganz in diese Diskussion passen sollte :saint:
    Geniest das restliche Wochenende und bleibt Gesund!
    Simone

  • Während Samsung überwiegend Chips aus eigener Produktion verwendet, kauft Intenso diese lediglich am Weltmarkt ein. Im Endeffekt weiß man nie was man bekommt. So viele Hersteller von Chips, Festplatten usw. gibt es ja auch gar nicht, wie es "Marken" gibt.

    wurden wir eventuell falsch Beraten

    Das würde ich so sehen, aber was erwartet man von Fachmännern in einer "Computer-Apotheke".

    Gruß Thomas

    "Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, du darfst sie kostenlos nutzen – Aber sie ist nicht Open Source, d. h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."
    ComputerInfo für PPF

  • Intenso seit Jahren zuverlässig ihre Aufgabe erfüllen.
    Das für diese Geräte nun auch Updates und Programme zum Management benötigt werden, wurde ich nicht gesagt

    Ich würde mir da keine allzu große Sorgen machen. Auch hochpreisige SSD's geben manchmal vorzeitig den Geist auf. Ich habe auch in einem meiner Rechner eine 240er Intenso SSD im Einsatz, alles gut bis jetzt.
    Update für die Festplatte. Solange die keine Probleme macht, würde ich da nichts machen. Never change a running System ;-)

  • @Simke


    Sieh meine Meinung zum Firmwareupdate als Hinweis für die Zukunft.


    Ich habe eine Samsung 750 EVO für die nie ein Firmwareupdate angeboten wurde. Für meine Crucial BX500 bisher auch nicht.


    Die Sandisk von meinem Vater hatte bisher 2 oder 3 Updates bekommen.

  • Für meine SSD von Western Digital (WD) gab es dieser Tage auch mal wieder ein Firmware-Update. So sieht das "WD-Dashboard" aus:



    Der aktuelle Staus der SSD:



    Ich hatte schon immer nur Festplatten und jetzt SSD von Western Digital (WD) in meinen "Kisten" ... :-)

    Erst wenn in Deutschland und der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

  • Hallo,


    ich dachte Windows 10 warnt schon immer beim Unterschreiten der Grenzwerte.


    Es sollte dabei doch egal sein, ob sich eine HDD oder SSD per S.M.A.R.T.-Wert meldet:
    "Hallo ich gehe gerade kaputt".


    Vermisst habe ich eine "Frühwarnung", Windows hat Plattenfehler immer gemeldet wenn das Kind im Brunnen lag.


    Ist das jetzt anders?


    Tschau

  • Also mir ist keine Windows-Meldung bekannt, die mich über schlechte S.M.A.R.T.-Werte der Festplatte informiert. Zumindest mal nicht Proaktiv.

  • Hallo,


    Windows zeigt mit einem traurigen Smiley an, dass es ein Problem mit der Festplatte gibt.


    Nach einem Neustart will Windows dann die Platte mit ChkDsk reparieren.


    Normal verhindert ein vernüftiges BIOS/UEFI den Reparaturversuch, das kann man leider mit F1 überspringen.


    Wenn Windows dann eine defekte Festplatte reparieren will, geht das in die Hose.
    - Kaputt -> Datenverlust -> Elektromüll :pfeifend:


    Es gibt Tools wie CrystalDiskInfo die schicken dir eine Meldung aufs "Schmartföhn" wenn die Festplatte (HDD/SSD) schwächelt.


    Dieses finde ich besser als den Krempel von MicroSoft, der warnt wenn etwas kaputt ist.


    Tschau