Runterkopieren von ext. HDD nicht möglich

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  • Ich habe nicht viel Ahnung von PC-Technik. Einiges habe ich im Laufe vieler Jahre schon dazugelernt, habe aber trotzdem immer wieder Probleme. In anderen Foren habe ich nie wirklich Hilfe bekommen, teilweise bekam ich sogar Anfeindungen, wenn ich mit meinen "dummen" Fragen kam. Nun habe ich dieses Forum entdeckt, mich mal angemeldet, in der Hoffnung vielleicht hier hin und wieder etwas Hilfe zu bekommen.


    Seit einiger Zeit habe ich mit einer ext. HDD (WD Elements Desktop 4 TB), die per USB 3.0 an ein Notebook (Windows 8.1 64-bit) angeschlossen ist, das Problem, dass von der HDD nicht mehr runterkopiert werden kann, mit Windows Explorer und Ultacopier. Der Kopiervorgang startet und nach kurzer Zeit geht die Geschwindigkeit fast ganz runter. Nach einigen Minuten geht die Geschwindigkeit wieder auf Normalniveau, doch bei knapp 30 % ist dann Schluss, die Geschwindigkeit geht auf Null und auch nach einer Stunde bewegt sich nichts mehr. Raufkopieren und Starten/Abspielen von Dateien geht problemlos. Nur ohne Runterkopieren komme ich an die Daten nicht mehr wirklich ran und damit wäre das für mich quasi wertlos.


    In CrystalDiskInfo war immer alles blau, also ok. Bis ich dann feststellte, dass ich wohl eine ältere Version habe. Nach Neuinstallation sieht das in CrystalDiskInfo nun so aus:


    Dann ging ich auf die Suche, was das sein könnte. Ich las, dass bei schwebende Sektoren 1, 2 im Rohwert eigentlich nicht dramatisch wäre. Können davon diese Kopierprobleme kommen?


    Mit chkdsk g: /f scheint alles in Ordnung zu sein:


    Bei chkdsk g: /f /r wurde mir eine Zeit von über 140 Std. angezeigt und nach einer 1 Std. war das nicht weniger, also stoppte ich das.


    Dann versuchte ich Data Lifeguard Diagnostic für Windows, den Quick Test. Nach über 8,5 Std. brach ich den ab, da mir das ungewöhnlich lange erschien und an der HDD nichts zu hören war, als ob die sich im Standby befindet. Über Nacht lies ich den Extended Test laufen, das kam raus:

    Also ein richtiger Defekt an der HDD? Ich las dann, dass Data Lifeguard Diagnostic für Windows überaltert wäre, nun gibt es Dashboard. Also das installiert und so schaut es da aus:


    Nun weiß ich nicht mehr weiter.

    Die Daten auf der HDD sind auch woanders gespeichert, diese HDD war eine zusätzliche Sicherung.

    Ist die HDD völlig defekt, also entsorgen, neuer Elektroschrott? Oder kann die HDD irgendwie repariert werden? Eine vollkommene Formatierung bei 4 TB wird bestimmt 1-2 Tage dauern. Bringt das was? Gibt es vielleicht andere Lösungen/Empfehlungen bzw. Erfahrungen hierzu von anderen? Wäre für jede Unterstützung dankbar.

  • Starten/Abspielen von Dateien geht problemlos

    Hi,

    dann glaube ich nicht, dass es an der Platte liegt.

    Vielleicht hat das was mit Ultacopier zu tun.

    Man sollte das Kopieren mal an einem anderen Rechner probieren.

    Gruss Micha

    Tätig ist man immer mit einem gewissen Lärm. Wirken geht in der Stille vor sich.

  • Hi,

    dann glaube ich nicht, dass es an der Platte liegt.

    Vielleicht hat das was mit Ultacopier zu tun.

    Man sollte das Kopieren mal an einem anderen Rechner probieren.

    Gruss Micha

    Die Meldung "Too many bad sectors detected" von Data Lifeguard Diagnostic für Windows hat nichts zu bedeuten?

    Einen anderen Rechner habe ich leider nicht.


    Zumindest ist die Platte Schrott. "Vorsicht" bei CDI ist da ganz klar in der Aussage. Viel Erfolg trotzdem.


    Versuch es einfach mal per Explorer.

    Meinst du mit "Explorer" den Windows Explorer? Falls ja, damit habe ich es ja versucht.

    Aber wenn die HDD Deiner Meinung nach "Schrott" ist, dann würde das doch nichts bringen - oder verstehe ich da was falsch?

    Einmal editiert, zuletzt von Jo-Ma () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Jo-Ma mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Die Platte enthält eindeutig zu viele defekte Sektoren.

    Reparaturversuche verbessern diese Situation, wenn überhaupt, nur kurzzeitig und das dauert, weil die defekten Sektoren nach einer Formatierung nicht wieder belegt werden.

    Wenn die Anzahl der Reserversektoren bereits aufgebraucht ist, hat das sowieo keinen Sinn mehr.


    Du wirst keinen Spaß mit diesem Teil mehr haben.

    Entsorgen, auch wenn es weh tut.

  • Na ja, Schrott in spe. Bei "Vorsicht" kann die Platte noch gehen, aber der Nahtod droht.


    Also wenn es mit dem Explorer auch nicht mehr geht, dann sieht es eher schlecht aus.


    Ist jetzt die Frage, was dir die Daten wert sind. Es gibt professionelle Firmen, die auf Datenrettung spezialisiert sind. Aber das wird nicht billig sein.


    Alternativ gibt es kostenfreie Tools wie Recuva oder Photorec.


    https://www.heise.de/download/product/recuva-43395


    https://www.heise.de/download/product/photorec-45742


    Die freien Tools können evtl. noch was retten, aber erwarte nicht zu viel. Du bekommst nicht die Original-Verzeichnis/Dateinamenstruktur zurück, auch wird nicht die Platte repariert. Das Ergebnis ist stattdessen ein Riesen Haufen von Dateien mit kryptischem Namen in einem Verzeichnis auf einer anderen Platte.

  • Ist jetzt die Frage, was dir die Daten wert sind. Es gibt professionelle Firmen, die auf Datenrettung spezialisiert sind. Aber das wird nicht billig sein.


    Die Daten auf der HDD sind auch woanders gespeichert, diese HDD war eine zusätzliche Sicherung.

    Ich bin in allem nicht gut aber auch nicht schlecht. (Gruß Norbert)
    Notebook Lenovo - Celeron® Prozessor - 2,20 GHz - Intel UHD-Grafik 600 - 4 GB RAM - 1 TB HDD - Windows 10 Home 20H2 - [64 Bit]
    Firefox 88.0 - Thunderbird 78.10.1 - uBlock Origin [Tablet Lenovo A10]

  • Erst mal ein :willkommen:


    Also ich persönlich hätte spätestens bei Too many bad sectors detected aufgehört. Danach kommen nur noch mehr schlechte Sektoren und Totalausfall. Das Vorsicht bei CrystalDiscInfo weist ja schon drauf hin, daß da was nicht mehr ganz in Ordnung ist.


    Gruß Volkmar

  • Richtig *Nobbi*, retten muss ich die Daten zum Glück nicht.


    Ich wollte es vor allem verstehen, woran das liegt, dass diese HDD nun anscheinend defekt ist. Da wurden immer mal wieder Dateien raufkopiert, manchmal was gelöscht, eher selten was runterkopiert. Also groß strapaziert wurde die HDD eigentlich nicht. Und es ist nun schon die zweite WD Elements Desktop 4 TB die dann nach einigen Jahren defekt ist.


    Meine wichtigen Daten habe ich auf drei unterschiedliche HDDs gesichert, letztes Jahr gekauft. Allerdings auch alles WD Elements Desktop ... da mache ich mir langsam schon etwas Sorgen. Besser Seagate kaufen? Noch eine vierte Sicherung machen?


    Ich habe hier deutlich keinere 2,5" HDDs die sehr sehr viel benutzt werden, teilweise über 10 Jahre - null Probleme. Da würde ich es verstehen, wenn die irgendwann nicht mehr funktionieren.

    Also besser 2,5" HDDs kaufen, sind die 3,5" HDDs so empfindlich?


    Erst mal ein :willkommen:

    Vielen Dank. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Jo-Ma () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Jo-Ma mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Die 3,5" sind nicht empfindlicher, die 2,5" sind robuster :) weil für tragbare Geräte entworfen. Aber das Problem schlechter Sektoren kann jede Platte treffen unabhängig von der Bauform. Die Magnetschicht unterliegt einer Alterung und ist dann irgendwann schlecht lesbar. Und das ist dann auch der Grund, warum ich da aufhören würde. Zeigt die Platte da Probleme, wird der Problem immer mehr zunehmen.


    Gruß Volkmar

  • Auf einen Zeitraum würde ich mich da nicht festlegen wollen. Aber hin und wieder mal zum Beispiel CrystalDiscInfo laufen lassen. Und wenn da Vorsicht angezeigt wird, dann kann man über einen Austausch nachdenken.


    Gruß Volkmar

  • Nein, auf der sicheren Seite bist du damit auch nicht, nur ist es beruhigender.

    Merke dir, dass wichtige Daten nicht nur auf einem Datenträger gesichert werden sollten.

    Je mehr, je sicherer. Aufbewahrt auch mit optimalen Ortsverhältnissen, von elektro-magnetischen Einflüssen abgeschirmt.

    CD`s, DVD`s, USB-Sticks haben auch nur eine begrenzte Halbwertszeit und sind zur Sicherung schon fast ungeeignet.

    Es gibt Tabellen im Netz, die dir aufzeigen, wie lange eine Datensicherung fehlerfrei bleibt.


    Musst mal etwas suchen.

  • CrystalDiscInfo lasse ich immer laufen, wenn ich eine ext. HDD anschließe und schau mir die Werte vor und nach der Sicherung an.


    Wie ich schon schrieb, habe ich meine wichtigen Daten auf drei verschiede ext. HDDs (allerdings alles WD Elements Desktop, vielleicht ist das zu riskant?) gesichert und denke nun noch über eine vierte Sicherung nach (also eine vierte 3,5" ext. HDD, vielleicht Seagate?). Was auf irgendeinem Stick, DVD, CD etc. liegt, ist nur zusätzlich, nicht entscheidend.



    Ich habe jetzt mal FreeCommander XE installiert. Dann von besagter (defekter) HDD eine kleine Datei runterkopiert, hat sofort geklappt, die Geschwindigkeit war allerdings recht schwankend. Dann eine größere Datei (mehrere GBs) versucht, funktionierte auch sofort und zwar bei fast genau gleicher Geschwindigkeit von über 90 MB/s (hatte ich bei so einer HDD noch nie).


    Nun verstehe ich überhaupt nichts mehr: Mit Windows Explorer und Ultracopier klappt das Runterkopieren überhaupt nicht (wie in #1 beschrieben). Data Lifeguard Diagnostic für Windows meldet "Too many bad sectors detected", was für mich defekt bedeutet. Aus den Anzeigen/Ergebnissen von Dashboard werde ich nicht richtig schlau. Bei der ersten Anzeige scheint alles im grünen Bereich zu sein, bei der nächsten Anzeige werden Fehler gemeldet. CrystalDiscInfo ist gelb (nicht rot), allerdings nur in einer Zeile bei schwebende Sektoren, nur ein Rohwert, was angeblich nicht tragisch sein soll.


    Natürlich würde ich dieser HDD keine wichtigen Daten allein anvertrauen. Aber muss ich sie nun wirklich entsorgen, also Elektroschrott?

    Wenn ich an die Daten ran müsste, könnte ich es mit FreeCommander XE versuchen. Und das habe ich jetzt auf die Schnelle als Alternative zum Windows Explorer gefunden. Gibt bestimmt noch anderes, vielleicht besser als FreeCommander XE?

  • Also sollten die Festplatten alle paar Jahre (welcher Zeitraum?) komplett ausgetauscht werden, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein?

    Hier wird so ungefähr die Haltbarkeit angegeben. Aber ich hatte schon Festplatten, die nach einem Jahr auch wenig genutzt ausgestiegen sind.

    Lieber kleinere Festlatten 500-1000GB verwenden und so die Gefahr eines Ausstiegs auf mehrere Speicher verteilen, Festplatten richtig lagern und alle paar Monate oder jährlich mit CrystalDiscInfo prüfen. Mehr kann man nicht machen.

    Eine sinnvolle Verwendung mit Festplatten, die schon mit "Vorsicht" gekennzeichnet sind, fällt mir nicht ein.

    Du benutzt noch Windows 8.1, vielleicht würde dein PC mit einem wechsel zu Windows 10 besser laufen. Viele Zusatzprogramme sind da schon bestens drauf zugeschnitten.

  • Hallo Jo-Ma,


    auch von mir ein herzliches :willkommen:


    Natürlich würde ich dieser HDD keine wichtigen Daten allein anvertrauen. Aber muss ich sie nun wirklich entsorgen, also Elektroschrott?

    Es dauert wirklich lange, bis ich eine Hardware aufgebe, aber in diesem Fall würde ich die Festplatte nicht weiter nutzen. Garantie hast Du darauf vermutlich nicht mehr? Wenn Du sie weiter nutzt, kommt der Tag, an dem Du nicht mehr auf die Daten zugreifen kannst. Dann lieber jetzt eine neue kaufen, vielleicht reicht ja auch eine kleinere Festplatte, die dann auch weniger kostet als die 4 GB.

  • Hallo und willkommen auch von mir...


    Auch ich würde diese "angeschlagene" externe Festplatte jedenfalls nicht mehr für "wichtige" Daten nutzen. Ich verstehe auch nie, was da normale User immer noch ewig rumdoktern wollen.


    Mit WD (Western Digital) hat erst mal nichts zu tun. Den gleichen Schiffbruch kannst Du auch mit Festplatten anderer Hersteller erleiden.

    Erst wenn in Deutschland und der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

  • Garantie hast Du darauf vermutlich nicht mehr?

    Nein, Garantie ist keine mehr. Die andere von WD war kurz nach Ablauf der Garantie defekt. Diese hier hat wenigstens etwas länger gehalten. Halt Pech gehabt.


    Ich werde mir eine neue, also zusätziche Festplatte kaufen. Aber nicht wieder von WD, werde mal nach Seagate schauen.


    Bzgl. neuer Festplatte hätte ich noch die Frage, wie die am besten testen?

    Bisher habe ich das so gemacht: CrystalDiskInfo u. CrystalDiskMark (wegen Lese-/Schreibgeschwindigkeit). War das ok und weil die Festplatten von HD waren, dann noch mit Data Lifeguard Diagnostic für Windows den Extended Test. War das auch ok, dann nahm ich die Festplatte in Betrieb und kopierte meine Dateien rauf.


    Im Internet fand ich dazu unterschiedliche Meinungen: Einige machen noch weitere Tests, z. B. mit HDDScan (hatte ich versucht, gab mit dem Tool aber irgendwelche Probleme) oder mit H2testw (da war bei mir auch was, weiß nicht mehr was). Bei großen Festplatten mit mehreren TBs dauern dann solche Tests auch recht lange.

    Andere dagegen meinen so viele Tests würden nichts bringen. Hat eine Festplatte schon von der Fertigung einen Defekt, dann wird sich das sowieso recht schnell zeigen. Ansonsten können Festplatten jahrelang problemlos laufen, andere dagegen werden recht schnell defekt. Das kann mit vielen anfänglichen Tests nicht geprüft bzw. vorhergesagt werden.


    Wie sind denn hier die Meinungen/Erfahrungen dazu mit neuen Festplatten? Wie testet Ihr die?