Ein Stopp der Riester-Rente in Deutschland wird gefordert

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  • Hallo,


    ich habe gerade diesen Beitrag gelesen: Verbraucherschützer: Stoppt Riester-Rente


    Ich zahle schon fast seit es diese gibt monatlich in sie ein. Über meine Hausbank habe ich damals den Vertrag abgeschlossen und das Geld wird in einen Fond eingezahlt. Es verdienen also die Bank und die Fondsgesellschaft daran mit.


    Die Riester-Rente steht ja seit längerem in der Kritik, weil offenbar zu teuer und zu unrentabel für die Kunden/Einzahler. Bisher lasse ich aber alles weiterlaufen, weil ich nicht sicher bin, ob ich einen Verlust machen würde, wenn ich alles vorzeitig beenden würde.

    Wenn ich bis zum aktuellen Renteneintrittsalter von 67 Jahren weiter einzahle, müsste ich das noch viele Jahre tun.

    Auf der Seite des Beitrags ist unten ein Link, der zu einer Online-Petition führt, an der man teilnehmen kann.

    Ist so etwas sicher? Man muss seinen Namen, den Wohnort und eine E-Mailadresse angeben und bei sowas habe ich immer etwas bedenken, dass diese Angaben plötzlich auch woanders landen könnten.
    Was denkt ihr über die Riester-Rente und/oder über die Petition?

    Grüße

    Skippy

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    PC & Laptop: Windows 10 Pro (64 Bit) mit MS Office Standard 2019
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  • =Skippy=

    Hat den Titel des Themas von „Ein Stopp der Riester-Rente wird in Deutschland gefordert“ zu „Ein Stopp der Riester-Rente in Deutschland wird gefordert“ geändert.
  • Ich gebe für solche Angelegenheiten grundsätzlich keine solche detaillierten Angaben über mich Preis. Wenn will man da bei Missbrauch packen?

    Von Riester halte ich überhaupt nichts. Am Ende könnte da sogar ein dickes Minus herauskommen. Doppelbesteuerung, undurchsichtige Gebühren, Kontoführungskosten etc. nach meiner Berechnungen unrentabel.

    Derzeit wüsste ich keine sinnvolle Möglichkeit, mit irgendeinem Kapitalvertrag fürs Alter vorzusorgen. Eine Riesenbaustelle für unsere Volksvertreter.

  • Ich zahle schon seit Jahren in diesen Deka-Fond monatlich feste Beträge und wenn möglich mache ich auch die eine oder andere Sonderzahlung. Wenn notwendig, kann ich kurzfristig über mein Geld verfügen und ich habe ständig die Kontrolle darüber. Das Risiko ist überschaubar, was man an den Börsenwerten ablesen kann:


    https://www.deka.de/privatkunden/fondsprofil?id=LU0097712045


    Bis jetzt ging meine Rechnung auf :!:

    Gruß

    Bosco


    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen,
    dann würde es sehr still auf der Welt sein.

    Albert Einstein

  • Also Geld klauen und das aufs Sparbuch legen, das könnte noch lohnen. Da gibt es mit der Erstanlage direkt 100 % Zinsen. :)


    Riester hat sehr viele Sicherheiten eingebaut. Das hat in der Anfangszeit die Rendite niedrig gehalten. Und inzwischen sind alle Kapitalanlagen bald bei 0 Prozent und weniger.


    Der größte Skandal ist Riester bei Geringverdienern. Riester wird nämlich auf die Grundsicherung angerechnet. Also erspart ein armer Riester-Rentner dem Staat die Auszahlung der Grundsicherung. Und Pappnasen, die das ganze Leben nicht gearbeitet haben, bekommen am Ende mehr als fleißige Geringverdiener. Das ist die eigentlich Sauerei im System.


    Es gab teilweise schon Bundesanleihen, da bekam der Kapitalgeber am Ende weniger zurück als eingezahlt,


    Verrückte Welt. Wenn man im Augenblick was erbt, zahlt man am besten alle Schulden ab und investiert in die eigenen 4 Wände.

  • Ich zahle schon seit Jahren in diesen Deka-Fond monatlich feste Beträge und wenn möglich mache ich auch die eine oder andere Sonderzahlung. Wenn notwendig, kann ich kurzfristig über mein Geld verfügen und ich habe ständig die Kontrolle darüber.


    So etwas mache ich auch schon seit langem. Habe zwei Fonds, in die ich monatlich etwas einzahle und auch Aktien von einigen Firmen. Wobei das mit den Aktien allerdings etwas unsicherer sind und man da auch mal mehr oder weniger verlieren kann. So lange die Gewinne aber deutlich überwiegen, ist es eine feine Sache.

    Im Video wird ja davon abgeraten, den Riester-Vertrag zu kündigen, weil man sonst alle bis dahin erhaltenen Förderungen und Steuervorteile zurückzahlen muss. Und das wäre ja echt blöd. Also werde ich das weiter fortführen. Es ist auch kein so sehr hoher Betrag, den ich monatlich dort einzahle.

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  • Darf ich mal interessehalber fragen, wie das bei Euch in Deutschland ist: Habt Ihr auch über den Arbeitgeber eine Pensionskasse (heisst in der Schweiz so), in die monatlich obligatorisch ein gewisser Prozentsatz (aufgeteilt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber) des Lohns einbezahlt werden muss?

  • Es gibt noch die Möglichkeit, den Riestervertrag beitragsfrei zu stellen bzw. ruhen zu lassen. Die bis dato dann einzahlten Förderungen, müssen dann nicht zurückgezahlt werden.

  • In Deutschland gibt es verschiedene Modelle. Riester, Direktversicherungen, Unterstützungskassen. Grundsätzlich zumeist Lebensversicherungen


    Ich habe z. B. was über den Arbeitgeber bei einer Unterstützungskasse angelegt. Das ganze reduziert das Bruttogehalt, ergo weniger zu versteuern. Dafür muss man im Alter wiederum das Geld aus der Unterstützungskasse versteuern. Kann sich lohnen, wenn man dann geringere Steuersätze zahlt als im aktiven Part des Lebens.


    Lohnt sich vermutlich wieder nicht, wenn man bei den Sozialabgaben nicht oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Weil ja sonst die Rentenbeiträge sinken und damit die später zu erwartende Rente.


    Riester wiederum lohnt sich eher für kinderreiche Familien, weil man da ja Familienmitglied einen Monatsbeitrag vom Staat geschenkt bekommt (zumindest mein letztes Wissen).


    Für untere Einkommensgruppen, sofern die überhaupt was zurücklegen können, ist eher Bargeld im Kopfkissen die beste Wahl. Weil alles angelegte später digital nachweisbar ist und auf die Grundsicherung angerechnet wird.


    Grundsicherung ist im Prinzip Hartz4 (auch ALG2). Also der Mindestsatz, den du ohne Einkommen vom Staat bekommst. Liegt deine Rente darunter, zahlt der Staat die Differenz als Grundsicherung.

  • Darf ich mal interessehalber fragen, wie das bei Euch in Deutschland ist: Habt Ihr auch über den Arbeitgeber eine Pensionskasse (heisst in der Schweiz so), in die monatlich obligatorisch ein gewisser Prozentsatz (aufgeteilt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber) des Lohns einbezahlt werden muss?

    Ja, so was gibt es auch, aber nicht alle Arbeitgeber bieten so etwas an.
    Ich hatte so etwas bei einem früheren Arbeitgeber. Er zahlte einen größeren Betrag ein, ich einen kleineren.
    Nach ein paar Jahren wurde der Vertrag zwischen Arbeitgeber und der Pensionskasse aber aufgelöst. Diejenigen Arbeitnehmer, die gerne weiter einzahlen wollten, konnten das dann weiter fortführen. Es kommen dann halt keine größeren Beträge mehr von Arbeitgeber hinzu.
    Ich zahle seitdem auch dort monatlich einen kleinen Betrag ein. Sind allerdings nur 25 Euro...

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  • Ja, so was gibt es auch, aber nicht alle Arbeitgeber bieten so etwas an.

    Bei uns sind die Arbeitgeber von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, ab dem ersten Monatslohn, den ein Arbeitnehmer in seinem Leben überhaupt verdient. Bei einem Wechsel des Arbeitsgebers wird das bisher angesparte Geld von der Pensionskasse des alten an diejenige des neuen Arbeitgebers überwiesen. Man nimmt das Geld also immer mit. Mit den Jahren kommt da schon einiges zusammen. Ein paar Monate vor Rentenantritt (abhängig von der jeweiligen Pensionskasse zwischen drei bis sechs Monate) muss man sich entscheiden, ob man sich das ganze Kapital auf einmal ausbezahlen lassen oder eine monatliche Rente bis ans Lebensende beziehen will.

  • Die Auszahlungsmöglichkeit (also auf einmal oder je Monat) habe ich bei meiner Unterstützungskasse auch.


    In Schland ist das sicher alles nicht optimal. Aber allemal als rein privat organisierte Vorsorge über Aktien und "Wertpapiere". Siehe 2008 Lehman Brothers, das hat manchem Pensionär in den USA finanziell das Genick gebrochen.

  • Also, vom monatlichen Lohn/Gehalt zahlen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer normalerweise immer je einen gewissen Prozentsatz in die gesetzliche Rentenversicherung des Bundes ein.

    Dann gibt es noch diese zusätzlichen Betriebsrenten, das ist das, was ich in meinem letzten Beitrag beschrieben habe. Und das ist kein Muss für den Arbeitgeber, das ist dann eine freiwillige Sache von ihm, die er anbieten kann.

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  • Klingt sinnvoll wie das in der Schweiz gemacht wird :top: . Leider wird in Deutschland das Thema Rente eher stiefmütterlich behandelt. Beiträge zur Rentenversicherung gehören zu den sogenannten nicht zweckgebunden Abgaben. Aus diesen Töpfen werden auch andere Leistungen bezahlt. Viele zahlen da auch gar nichts ein, wie etwa Beamte und Selbstständige........

    Das ganze System ist marode und ungerecht! :(:(

    Wir sollen, weil es nicht mehr recht uns selbst um eine Altersvorsorge kümmern, die dann noch frecherweise nochmal besteuert wird.:cursing: :cursing:

  • Wir haben zwei obligatorische Renten: Altersrente und Pensionskasse. In beide werden die Beiträge sowohl vom Arbeitnehmer wie vom Arbeitgeber prozentual zum Lohn einbezahlt. Die Altersrente kann nicht als Kapital bezogen werden, sondern wird zwingend monatlich an die Rentner ausbezahlt. Sie ist schweizweit gleich geregelt.

    Zusätzliche freiwillige, nur vom Arbeitnehmer zu tragende Einzahlungen in die Pensionskasse auf ein separates Konto. Beiträge und wann/wieviel frei wählbar.

    Mir scheint, dass die Schweizer da doch besser abschneiden.