Übermensch

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  • Gibt es bereits den Übermenschen? Das Genom ist seit Jahrzehnten entschlüsselt, es wäre untypisch für den Menschen, wenn er dann nicht versuchen würde ein perfektes Genom zu erstellen und es einzusetzen. Diese Menschen könnten schon seit einigen Jahren unbemerkt unter uns sein.

    Natürlich sind die Funktionsweise und das Zusammenspiel der Gene noch nicht bekannt. Aber wenn man die Gene von Menschen mit den gewünschten Eigenschaften vergleicht, könnte man sich einem Ideal annähern.

    Zu sehr Spinnerthema? Das ist Gentechnik, Gene lassen sich programmieren, es wird immer versucht ein Programm optimal, also ohne Fehler zu machen. Warum sollte es in der Biologie anders sein?

  • So viel weiß man über die einzelnen Gene, bzw. deren Klein-klein-Bedeutungen, über deren Wechselwirkungen und über deren Expression noch gar nicht... Und es ist sogar sehr zweifelhaft, ob es je irgendwann dazu kommen könnte: Mit "überkomplex" wäre dieser Bereich nicht einmal annähernd bezeichnet...


    Dazu kommt der gänzlich unüberschaubare, entscheidende Bereich der Epigenetik!

    Meine kurzerhand hochgradig kluge, smarte, gewandte, wendige, das kommende Zeitalter bescheiden eröffnende Signatur befindet sich noch in der Herstellungsphase. Falls keine gravierenden Inkompatibilitätsprobleme auftauchen werden, rechne ich sogar mit ihrer Lieferung schon für das 1. Quartal 2034. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.


  • Mit Verlaub, aber zu solchen Übermensch-Phantastereien vermögen nur mangelnde Kenntnisse über die Sachverhalte verführen:


    So schwankt der prozentuale Unterschied zwischen dem menschlichen Genom und demjenigen der Bonobos mit den besseren und aller-modernsten Analysemethoden zwischen 0,6 und 0,5 Prozent! Und doch gibt es zwischen uns und jenen sympathischen Bonobo-Schimpansen den einen oder anderen winzigen Unterschied...^^


    So sind bei eineiigen Zwillingen die zunächst bei der Teilung entstehenden Genome identisch. Erst deren Expression und Epigenetik führen allmählich zu immer größeren Unterschieden von Ein- und Ab-Schaltungen der jeweiligen Gene. Von den Unterschieden im Charakter, Neigungen und Verhalten wollen wir gar nicht erst reden...


    Ein Genom komplett künstlich zu erschaffen ist biologisch völlig undenkbar, einfach unmöglich. Künstlich intentional auf ein biologisch entstehendes/entstandenes Genom auf konkrete Zielen hin Einfluß zu nehmen, dürfte deswegen ganz und gar unrealisierbar sein, weil es sich um beinah zum Unendlichen tendierenden Überkomplexitäten handeln würde.

    Meine kurzerhand hochgradig kluge, smarte, gewandte, wendige, das kommende Zeitalter bescheiden eröffnende Signatur befindet sich noch in der Herstellungsphase. Falls keine gravierenden Inkompatibilitätsprobleme auftauchen werden, rechne ich sogar mit ihrer Lieferung schon für das 1. Quartal 2034. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.


  • Natürlich gibt es Übermenschen. Letztens noch eine Doku bei Disney+ zu dem Thema gesehen. Sehr interessante Sendung, wurde von den Marvel Studios produziert. U. a. wurde da ein amerikanischer Kapitän vorgestellt. Und einer aus Asgards Haarstudio war dabei. Thor für Deutschland.

  • Zu sehr Spinnerthema?

    Das Fragezeichen ist überflüssig.

    So schwankt der prozentuale Unterschied zwischen dem menschlichen Genom und demjenigen der Bonobos mit den besseren und aller-modernsten Analysemethoden zwischen 0,6 und 0,5 Prozent! Und doch gibt es zwischen uns und jenen sympathischen Bonobo-Schimpansen den einen oder anderen winzigen Unterschied...

    Ich frage mich, ob es nicht eine Beleidigung für die Bonobos ist, wenn man den Unterschied - unabhängig vom Prozentwert - als winzig bezeichnet.

  • Ich sehe da keine Beleidigung. Eben gerade die winzigkleine Zahl und der daraus zur Ehrenrettung der Bonobos resultierende sehr große Unterschied soll ja gerade darauf hinweisen, wie irrsinnig der Glaube an Übermenschen, resultierend aus der bisherigen Kenntnis der Gene ist.


    Gruß Volkmar

  • So schwankt der prozentuale Unterschied zwischen dem menschlichen Genom und demjenigen der Bonobos mit den besseren und aller-modernsten Analysemethoden zwischen 0,6 und 0,5 Prozent! Und doch gibt es zwischen uns und jenen sympathischen Bonobo-Schimpansen den einen oder anderen winzigen Unterschied...^^

    Genau das ist doch der Punkt. Es muss dafür nicht das ganze Genom großflächig analysiert und neu geschrieben werden. Hat man nun also von Menschen mit den gewünschten Eigenschaften genug Material, dann ist es doch sicherlich möglich, in den 0,5 Prozent die optimale Kombination zu ermitteln. Schließlich dürften es noch weniger als 0,5 % sein, da der Teil, der einen zum Menschen macht auch noch abgezogen werden kann. Man muss nur wissen, wo und wonach man suchen muss, ähnlich wie nach der Nadel im Heuhaufen. Um diesen Heuhaufen zu reduzieren kann man die Gene Markern, die zwingend erforderlich sind oder keine erkennbare Funktion haben, die aber wichtig erscheinen, daher bleiben sie unverändert. Das lässt sich, wie gesagt, mit einem Vergleich der unterschiedlichen Genome sehr gut erreichen. Schließlich muss man nur nach den Unterschieden suchen und nicht nach den Gemeinsamkeiten. Die Gene, die bei bestimmten Eigenschaften immer wieder auftreten können ins Modell übernommen werden. Mich würde interessieren, ob überhaupt an so einem Optimum-Menschen-Modell, ob nun theoretisch oder praktisch, geforscht wird. Schließlich werden immer mehr Gene ihrer Aufgabe zugewiesen, so könnte der Bauplan ständig ergänzt werden. Da es für den Menschen eigentlich keine Grenzen gibt, auch wenn die Ethik das öfter versucht, ist eine Umsetzung nur eine Frage der Zeit. Südkorea soll auf dem Sektor schon sehr weit sein. Ob sie nun aber an Super Adam und Super Eva basteln weiß ich natürlich nicht, daher dieses Thema.

  • Ach ja, mal wieder der alte Irrglaube, Gene würden wie Computerbefehle oder Klaviertasten funktionieren. Das gibt es nur im Film....


    Zu sehr Spinnerthema!!!


    Rabe

  • Übermensch ist schon bewusst gewählt, denn genau das wäre es, da er in der Entwicklung über den Menschen stehen würde, schließlich würde er die natürlichen Einschränkungen nicht haben und auch über andere Fähigkeiten verfügen, die ein evolutionsabhängiges System nur in Ausnahmefällen hervorbringt. Aber da wäre die Ausnahme die Regel bzw. der Grund für die Existenz. Die Gesellschaft sollte sich an den Gedanken gewöhnen, denn es wird nicht mehr lange dauern, bis sie damit konfrontiert wird.

  • Übermensch ist schon bewusst gewählt, denn genau das wäre es, da er in der Entwicklung über den Menschen stehen würde, schließlich würde er die natürlichen Einschränkungen nicht haben und auch über andere Fähigkeiten verfügen, die ein evolutionsabhängiges System nur in Ausnahmefällen hervorbringt. Aber da wäre die Ausnahme die Regel bzw. der Grund für die Existenz. Die Gesellschaft sollte sich an den Gedanken gewöhnen, denn es wird nicht mehr lange dauern, bis sie damit konfrontiert wird.


    Ein Mensch mit Eigenschaften oder Fähigkeiten, die den Durchschnitt der Menschheit übersteigen, ist immer noch "nur" ein Mensch, kein "Übermensch"!

    Selbst wenn er höher springen oder ausdauernder laufen kann, ist dies lediglich eine Randvariante (hier: am oberen Ende) der evolutionär üblichen Streuung, selbst dann, wenn er die bisherige Höchstgrenze dabei verschiebt!


    Ein "Übermensch" wäre erst einer, der durch eine plötzliche Mutation (oder gezielte Manipulation) z.B. in der Lage wäre, per Photosynthese Energie direkt aus Sonnenlicht zu beziehen - also Eigenschaften hat, die tatsächlich eine neue Evolutionsstufe darstellen.

    Das reine Ausweiten von vorhandenen Fähigkeiten IST normale Evolution. Allenfalls eine extreme Übersteigerung, also ein echte Sprung (z.B. satt nur 3 Tage 3 Wochen ohne Wasser auskommen o.ä.) ließe sich damit gleichsetzen.


    Rabe

  • Dolly war ein Klon, es fand keine Manipulation statt. Es ist wie bei Kahn aus Star Trek.

    Und Übermensch ist nur ein Wort, ich würde da jetzt nicht zu viel hineininterpretieren. Im Wort Übermensch steckt schließlich als Wortstamm das Wort Mensch, es ist also immer noch ein Mensch, nur das dieser durch Optimierungen weniger bis gar keine Einschränkungen durch sein biologisches Vehikels hat und etwas was besser seine Aufgaben erfüllen kann steht naturgemäß über dem System, was durch Einschränkungen nicht sein ganze Potenzial nutzen kann. Also, auch wenn man hier von naturgemäß im eigentlichen Sinne nicht mehr sprechen kann, wären sie dennoch ein Teil der natürlichen Ordnung, denn auch sie müssten sich dem täglichen Kampf der Existenz stellen und ob die Verbesserungen wirklich dabei nützlich sind müsste sich erst noch zeigen. Denn vielleicht haben sich diese vermeintlichen Verbesserungen nicht umfassend durchgesetzt, weil dafür ein Preis gezahlt werden muss, der in der Summe des Ganzen ein optimales System vielleicht gar nicht überlebensfähig machen könnte. Wir sind vielleicht so perfekt, wie es bei einem biologischen System vertretbar ist. Da aber noch niemand diese Grenzen überschritten hat, kann das noch niemand abschließend sagen.