Virtueller Arbeitsspeicher einstellen.

  • Hallo zusammen.


    Im Notebook von meiner Frau steht: Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten. Bei meinem Notebook ist das Häkchen: Größe wird vom System verwaltet gesetzt. Beide Notebooks haben 4 GB Arbeitsspeicher und ein Laufwerk "C". Wo würdet ihr das Häkchen setzen? ;)

    Die Welt hat Rätsel, aber ebenso viele Lösungen.

  • Das könnte aber Performance-Probleme bei Programmen wie Adobe Photoshop, CorelDraw etc. machen!

    Davon habe ich noch nichts bemerkt.
    Ich habe Adobe Photoshop auf "C" installiert, meine 500er SSD M.2 NVMe ist nur zu 1/5 belegt und ich habe 16 gb RAM.

  • Hallo Thomas.
    Hallo Eisbär.


    Danke für eure Infos. :)
    Ich habe jetzt das Häkchen "Alle Laufwerke automatisch" verwalten, gesetzt.


    Ich habe da noch eine Frage: Wann setzt man die Benutzerdefinierte Größe ein? Info: Mein Empfohlener Wert ist 1401 MB.


    Hallo Eisbär.
    Du hast das Häkchen " Größe wird vom System verwaltet" gesetzt. Für mich stellt sich allerdings wieder die Frage, was ist den jetzt richtig? Ich habe mich allerdings für den Hinweis von Thomas entschieden.


    LG, Tobbi

    Die Welt hat Rätsel, aber ebenso viele Lösungen.

  • Für mich stellt sich allerdings wieder die Frage, was ist den jetzt richtig?

    Wenn du "Alle Laufwerke automatisch verwalten" auswählst, machst du nichts falsch.
    Ich habe die anderen beiden Festplatten nur abgeschaltet, weil mich zuweilen Zugriffsoptionen bei Sicherungen gestört haben.

  • Wann setzt man die Benutzerdefinierte Größe ein?

    Das war mal zu Zeiten von Windows XP usus.
    Dabei wurde der Anfangswert und der Endwert gleichgesetzt,
    z.B. Anfangswert 1500, Endwert 1500 um eine Fragmentierung unter den "normalen" Festplatten zu verhindern und den schnellsten Zugriff zu haben. Das machte aber nur Sinn, wenn die Festplatte nahezu leer war.


    Jetzt ist das längst überholt und das System regelt das besser, wie jeder manuelle Zugriff.

  • Ist es nicht noch ein Trick, diese Auslagerungsdatei besonders niedrig zu halten, wenn man die Werte niedrig selbst einträgt!?!? So wie ich es mir bei kleinen SSD betriebene Systeme einbilde?


    Ich hab auch mal gelesen, dass die Auslagerungsdateien bei Systemen mit >= 16GB RAM eher Nebensache geworden ist. Was ich persönlich aber nicht glaube, wenn ich den Taskmanager öffne, befindet sich immer irgendwas in der Auslagerungsdatei. Manche "Helden" deaktivieren sogar die Auslagerungsdatei, um die SSD noch ein ticken mehr zu schonen. Die fahren aber mit Arbeitsspeichergrößen ab 32GB aufwärts.

  • Unter Windows 10 - Reiter "Leistung" und aufs Diagramm Arbeitsspeicher klicken, ich glaube es heißt dort "ausgelagerter Pool"


    Unter Windows 7 - Reiter "Leistung", unten bei "Kernel Speicher"

  • Ich hab auch mal gelesen, dass die Auslagerungsdateien bei Systemen mit >= 16GB RAM eher Nebensache geworden ist. Was ich persönlich aber nicht glaube, wenn ich den Taskmanager öffne, befindet sich immer irgendwas in der Auslagerungsdatei. Manche "Helden" deaktivieren sogar die Auslagerungsdatei, um die SSD noch ein ticken mehr zu schonen. Die fahren aber mit Arbeitsspeichergrößen ab 32GB aufwärts.

    Und das ist grundfalsch!


    Denn, Windows lagert immer aus, weil es völlig automatisch und unbeeinflussbar, ungenutzte Speicherseiten in die Auslagerungsdatei verschiebt. Entgegen früherer Versionen (Windows 3.1 - 98) ist die Auslagerungsdatei nämlich nicht mehr primär dafür gedacht erst bei einem Speichermangel genutzt zu werden (Swapping), sondern Windows benutzt inzwischen Paging, bei dem ungenutzte Speicherseiten (angehaltener oder im untätig im Hintergrund liegender Programme) immer in die Auslagerung verschoben werden, um erst gar keinen Speichermangel entstehen zu lassen und diese Codeanteile schneller wieder zu Verfügung zu haben. Auf diese Weise fungiert die Auslagerungsdatei auch als Teil des Systemcache, weil Windows diese Seiten schneller in den physischen Speicher verschieben kann, als es die darin enthaltenen Programmteile und Funktionen aus dem Dateisystem lesen und laden könnte. Selbst auf einer SSD ergibt sich dadurch ein Vorteil.


    Außerdem können 32 Bit Programme (von denen noch sehr viele im Einsatz sind) lediglich 2 GB Systemspeicher und 2 GB Anwenderspeicher adressieren, dürfen aber zusätzlich auch noch Platz in der Auslagerungsdatei allokieren, um sich so zusätzlichen Speicher zu sichern.


    Hat man eine zu klein bemessene Auslagerungsdatei, die künstlich beschränkt wurde, dann kommt es immer wieder zu der völlig paradox erscheinenden Fehlermeldung über Speichermangel, obwohl der Rechner eigentlich äußerst opulent ausgestattet ist und genügend freier Speicher zur Verfügung steht. Der Grund ist dann in der Regel, dass das System die Seiten der schlafenden Anwendungen ausgelagert hat und 32 Bit Programme wegen der künstlich verknappten Auslagerung darin den benötigten Platz nicht reservieren können.


    Deshalb ist inzwischen von allen Tipps zur Optimierung der Auslagerungsdatei nicht mehr viel zu halten - weil sie von völlig anderen Voraussetzungen ausgehen, als sie tatsächlich vorherrschen. Die Einstellung "Systemverwaltet" ist die beste und effektivste Einstellung, weil Windows die Auslagerungsdatei dann dynamisch verwalten und bei Bedarf vergrößern kann.

  • Dankeschön für die Erläuterung,


    dann werde ich heute mal alles was ich in die Finger bekomme umstellen. :top:

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