Der Tesla Cybertruck erhitzt die Gemüter

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    • Der Tesla Cybertruck erhitzt die Gemüter


      Selten hat die Präsentation eines neuen Autos für so viel Aufmerksamkeit, Bewunderung aber auch Hohn und Spot gesorgt wie die des Tesla Cybertrucks. Der Pickup im futuristischen Design gefällt entweder oder stößt komplett auf Ablehnung, dazwischen ist nur wenig Platz. Elon Musk, dessen Privatvermögen auf rund 21 Milliarden Euro geschätzt wird, präsentierte am Donnerstagabend in Los Angeles ein neues Fahrzeug aus seinem Fuhrpark, einen Elektro-Cybertruck. Beschreiben lässt sich das Auto kaum, es besteht irgendwie nur aus Ecken und Kanten und die Konstruktionszeichnungen könnten aus einem beliebigen Kindergarten entnommen worden sein. Es ist aus einem besonderen, widerstandsfähigen Stahl gefertigt der nicht lackiert wird. Über Designfragen kann man nicht streiten, da einfach jeder ein anderes Empfinden für eine ansprechendes Fahrzeug hat. Man kann versuchen den Geschmack der Masse zu treffen, aber auch das ist schwer.

      Zu einer peinlichen Panne gab es bei der Vorstellung der Scheiben des Fahrzeuges. Es ist aus einem besonderen Glas gefertigt und verspricht eine sehr hohe Bruchsicherheit. Um dies zu beweisen lies ein Mitarbeiter eine Stahlkugel aus etwa 2 m auf eine Glasscheibe fallen und tatsächlich überstand die Scheibe dies ohne Schaden zu nehmen. Um nun zu zeigen, dass im Cybertruck das gleiche Glas verbaut wurde, warf der Chef-Designer im Beisein von Elon Musk die Stahlkugel auf die Scheibe der Fahrertüre. Knacks, die Scheibe hielt dem Aufprall der Kugel nicht stand und zerbrach. Nun wollte man natürlich zeigen, dass dies ein unglücklicher Einzelfall gewesen sei und wollte die Bruchsicherheit nochmals am hinteren Seitenfenster demonstrieren. Der Chef-Designer warf erneut die Kugel und auch die zweite Scheibe ging unter dem Gelächter des anwesenden Fachpublikums in Bruch. Was für ein Desaster. Elon Musk versucht die Situation noch zu retten indem er anmerkte, dass die Kugel immerhin nicht durch die Scheibe geflogen sei. Zerknirscht gab es dann zu, dass man hier wohl nochmals ran müsse. Im Ergebnis musste Elon Musk die restliche Präsentation vor dem zerstörten Prototypen seines Cybertruck abhalten und genau diese Bilder gingen um die Welt. Musk hatte sich sicherlich eine andere Form der Aufmerksamkeit gewünscht.

      Ein paar technische Daten gibt es auch noch. Es sind 3 Versionen geplant:

      - Einmotoriger Hinterradantrieb mit 250 Meilen Reichweite, 7.500 Pfund Anhängelast und 0-60 mph in weniger als 6,5 Sekunden für 39.900 $.
      - Zweimotoriger Allradantrieb mit 300 Meilen Reichweite, 10.000 Pfund Anhängelast und 0-60 mph in weniger als 4,5 Sekunden für 49.900 $.
      - Dreifachmotor-Allradantrieb mit 500 Meilen Reichweite, 14.000 Pfund Anhängelast und 0-60 mph in weniger als 2,9 Sekunden für 69.900 Dollar (obwohl diese Version erst Ende 2022 in Produktion gehen wird).

      Das sind durchaus beeindruckende Werte und auch bei den Preisen werden die Mitbewerber Aufmerksam werden. Eine kurze Zusammenfassung der Präsentation inklusive Scheibenbruch, kann man sich im nachfolgenden Video ansehen.

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      »Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.«
      Johann Wolfgang von Goethe.
    • Schwabenpfeil! schrieb:

      - Einmotoriger Hinterradantrieb mit 250 Meilen Reichweite, 7.500 Pfund Anhängelast und 0-60 mph in weniger als 6,5 Sekunden für 39.900 $.
      250 bzw. 300 Meilen Reichweite sind etwa 400 bzw. knapp 500 Kilometer. Das ist einfach unbrauchbar, solange die Abdeckung mit Ladestationen nicht massiv zunimmt.

      Und was soll man überhaupt mit so einem Ding? Nahkampf mit einem Panzer üben?
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von EstherCH ()

    • Elektroautos sind eigentlich was ganz tolles. Die Abdeckung und die Tatsache, dass ein Großteil des Stroms noch aus Fossilien gewonnen wird macht die Sache wieder etwas unattraktiver. Die Entwicklung ist jedenfalls sehr interessant! Ich denke auch, dass Tesla es in den nächsten Jahren schaffen wird die Technik weiter nach vorne zu treiben. Alles fängt nun einmal klein an.

      Der Tesla Cybertruck erinnert mich da an etwas! Es geht also Zurück in die Zukunft! :thumbsup:




      LG C
    • EstherCH schrieb:

      Reichweite sind etwa 400 bzw. knapp 500 Kilometer. Das ist einfach unbrauchbar

      meierkurt schrieb:

      Die Reichweite der E-Autos ist generell ein Problem
      hmm - ich könnte damit eine Woche zur Arbeit & einkaufen fahren.
      Und dann gemütlich zu Hause an der eigenen normalen Steckdose aufladen.

      Dieses Szenario trifft auf einen sehr großen Teil der Menschen zu. (Alltag)
      Also wird die Reichweite völlig überbewertet.

      Oder auf Arbeit (wenn es sich anbietet & der Arbeitgeber Interesse an sowas hat und will) könnte auch geladen werden. Auto steht ja dann mehrere Stunden rum.

      Wenn diese Technik dann auch noch in einer kleineren, leichten, zweckmäßigen Karosserie verwendet werden würde (und nicht in einer so völlig bekloppten Monsterkarosserie), wäre die Reichweite deutlich größer.

      Für die Stromgewinnung gibt es ja nun mittlerweile wirklich genug Möglichkeiten (wenn man will)

      Gibt sicherlich noch andere Szenarien/Situationen, wo eben ein kleines/mittlerers E-Auto nicht geeignet ist.
      Dann werden eben dafür noch andere Auto genommen/gebaut - fertig.


      Aber man muß doch endlich mal wenigstens damit anfangen(!).
      Die Dinger könnten schon seit 5 Jahren in Serie gebaut werden. Zumindest für den ganz alltäglichen Gebrauch - ohne irgendwelches überkandiedeltes Gedöns...

      Aber ok - da haben wir es wieder: Was Vor- & Nachteile sind, lässt sich aufgrund subjektiver Betrachtungsweisen nicht immer eindeutig definieren. 300 km Reichweite: Für einige ein Nachteil - für andere kein Ding :-)
      Gruß Jörg

      Ideen gibt es viele - man muß sie nur haben...
      Win7-Pro / Linux Mint
    • JörgG schrieb:

      hmm - ich könnte damit eine Woche zur Arbeit & einkaufen fahren.
      Und dann gemütlich zu Hause an der eigenen normalen Steckdose aufladen.

      Dieses Szenario trifft auf einen sehr großen Teil der Menschen zu. (Alltag)
      Nein, tut es nicht. Wenn nämlich jemand zu Hause "nur" einen Parkplatz ohne Zugang zu einer Steckdose hat, ist es nicht mehr ganz so einfach.
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)
    • EstherCH schrieb:

      Wenn nämlich jemand zu Hause "nur" einen Parkplatz ohne Zugang zu einer Steckdose hat
      Richtig, für diese Leute ist es nicht so geeignet - da muss dann eine andere Lösung her.
      Aber für die, die das können wär das ja schon mal ein Anfang.
      Gibt eh keine Generallösung für alles. Viele Nischenlösungen zusammen kombiniert ergeben auch irgendwann ein Ganzes brauchbares :-)
      Gruß Jörg

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    • Die Abhängigkeit von diesem "Dosenstrom" , die damit verbundene Willkür bei der Preisgestaltung und
      die Dauer des Ladevorganges in Abhängigkeit von der "Dosenleistung" sollte jeder, der sich so ein Teil jetzt aufschwatzen lässt, nicht ganz außer acht lassen. :-)

      Achso, eine Tasche mit Reservestrom im Kofferraum auch nicht vergessen, damit man nach Hause kommt, falls der Winter zu hart zuschlägt. :P
      Vergessen wird auch oft die nachlassende Leistungsfähigkeit der Akkus bei kälteren Außentemperaturen und die ebenfalls nachlassende Leistung der Akkus mit zunehmenden Alter.
      Gruß Eisbär
      Bleibt gesund!
    • Eisbär schrieb:

      Achso, eine Tasche mit Reservestrom im Kofferraum auch nicht vergessen, damit man nach Hause kommt, falls der Winter zu hart zuschlägt.
      ... und damit man nach Hause kommt, wenn man - was heutzutage natürlich nur ausnahmsweise passiert :roll: - mal in einen gaaanz langen Stau gerät.

      Die ganze Geschichte ist einfach noch viel zu wenig ausgereift.
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)
    • EstherCH schrieb:

      Die ganze Geschichte ist einfach noch viel zu wenig ausgereift.
      Kann ja nicht reifen, wenn man damit nicht einfach mal loslegt.
      Die ersten Autos waren auch nicht ausgereift. Wenn keiner damit angefangen & gebaut hätte, wären sie es heute immer noch nicht.
      Ist nun mal so - jede Technologie reift, indem man einfach mal damit anfängt und macht...
      Soll ja nicht auf Schlag alle bisherigen Lösungen ersetzen, sondern nach & nach - Zielgruppe für Zielgruppe.
      Behauptet ja auch keiner, das dies jetzt die perfekte, alles lösende Technologie ist.
      Kann immer nur Teil eines Ganzen sein...

      Das mit der Heizung im Winter ist in der Tat keine leichte Aufgabe für ein Akku.
      Da könnte man ja für die Winterwochen vllt. eine andere konventionelle Energiequelle nur für die Heizung nutzen.
      Gibt ja in dieser Richtung recht brauchbare & durchdachte Lösungen.
      Gruß Jörg

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    • JörgG schrieb:

      Kann ja nicht reifen, wenn man damit nicht einfach mal loslegt.
      Losgelegt haben sie ja. Jetzt geht es darum, Akkus zu bauen, die nicht nach 400 km leer sind. Aber das kann dann keiner mehr bezahlen und es wird zu einem Rohrkrepierer.

      JörgG schrieb:

      Da könnte man ja für die Winterwochen vllt. eine andere konventionelle Energiequelle nur für die Heizung nutzen.
      Und damit sind wir beim Hybrid. Dagegen habe ich übrigens gar nichts, im Gegensatz zu den reinen Elektroautos. Zumindest solange nicht, als ich keinen fahren muss. :P
      Ich bin immer artig. Mal eigenartig, mal unartig, aber immer einzigartig. ;-)
    • EstherCH schrieb:

      Und damit sind wir beim Hybrid.
      nicht ganz ;-) ich dachte eher an einer konventionellen Energiequelle für die Beheizung in den Wintertagen (wenn Bedarf besteht). Also nicht als Antrieb.

      Gegen die Hybrid-Idee spricht eigentlich nix, nur macht das so ein Auto deutlich teurer, als wenn es ein reiner E-Antrieb wäre. Aber OK - hat seine Berechtigung und sicherlich seine Zielgruppe, die das bezahlen kann - warum nicht. :-)
      Gruß Jörg

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